{"id":3689,"date":"2004-10-22T12:00:00","date_gmt":"2004-10-22T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2004\/10\/22\/kahuna\/"},"modified":"2004-10-22T12:00:00","modified_gmt":"2004-10-22T10:00:00","slug":"kahuna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2004\/10\/22\/kahuna\/","title":{"rendered":"Kahuna"},"content":{"rendered":"<h2>Kahuna<\/h2>\n<p>Die Regeln von Kahuna sind relativ schnell erkl\u00e4rt. Zur Vereinfachung hab ich eine<br \/>\nSeite der Kahuna-Regeln durch den Scanner gejagt; Kosmos wird&#8217;s mir verzeihen. Ein<br \/>\nBlick auf eine der Skizzen erleichtert das Verst\u00e4ndnis der folgenden Erkl\u00e4rung sehr.<\/p>\n<p>Die beiden Spieler streiten sich um ein Reich, das aus 12 Inseln besteht. Der Kampf<br \/>\nwird mittels Karten ausgetragen. Jede dieser Karten entspricht einer der 12 Inseln. Wenn<br \/>\nman z. B. ein Karte &#8220;Duda&#8221; spielt, darf man eine beliebige der Verbindungen von<br \/>\n&#8220;Duda&#8221; zu einer Nachbarinsel besetzen. Hat ein Spieler die Mehrheit der<br \/>\nVerbindungen einer Insel (da &#8220;Duda&#8221; deren vier hat, braucht man also drei),<br \/>\ndann darf einen Marker seiner Farbe auf der Insel platzieren und au\u00dferdem alle eventuell<br \/>\nvorhandenen feindlichen Verbindungen (im Falle von &#8220;Duda&#8221; ist das maximal eine;<br \/>\ndrei von vier geh\u00f6ren einem ja mindestens selbst) eliminieren.<\/p>\n<p>Verliert ein Spieler diese Mehrheit der Verbindungen, dann verschwindet auch sein<br \/>\nMarker wieder. Verbindungen k\u00f6nnen verschwinden, wenn der Gegner seinen Marker auf einer<br \/>\nNachbarinsel platziert (vgl. letzten Absatz) oder wenn der Gegner daf\u00fcr zwei Karten<br \/>\nzahlt. Um etwa eine vorhandene Verbindung von &#8220;Duda&#8221; nach &#8220;Huna&#8221; zu<br \/>\neliminieren, muss der Gegner mit 2x &#8220;Duda&#8221; oder 2x &#8220;Huna&#8221; oder<br \/>\n&#8220;Duda&#8221;+&#8221;Huna&#8221; zahlen.<\/p>\n<p>So, und jetzt lesen Sie sich bitte das ganze Spielablaufbeispiel aus den Regeln<br \/>\ndurch:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/Kahuna_r.jpg\" width=\"610\" height=\"571\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Klingt eigentlich ganz spannend, nicht? Aber: Kahuna ist zwar sicher ein gutes Spiel,<br \/>\naber keines unserer Lieblingsspiele. Und das erkl\u00e4rt sich wie folgt.<\/p>\n<p>Um eine solche Kartenkaskade wie im Beispiel auf den Gegner niedergehen zu lassen,<br \/>\nbraucht man nat\u00fcrlich erst einmal Karten. Man kann pro Runde beliebig viele Karten<br \/>\nspielen, darf nur f\u00fcnf auf der Hand haben und zieht genau eine Karte pro Runde nach. Beim<br \/>\nNachziehen kann man eine von drei offenen oder aber die oberste des verdeckten Stapels<br \/>\nw\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Genau da beginnt der \u00c4rger. Ziehst du die offene Karte &#8220;Duda&#8221;, dann wei\u00df der<br \/>\nGegner, was ihm dr\u00e4ut. Meist ist ja nur eine oder zwei Nachbarinseln stark gef\u00e4hrdet. Der<br \/>\nGegner wird die eigene Expansion vorerst stoppen und die Schwachstelle in der N\u00e4he von<br \/>\n&#8220;Duda&#8221; abdichten. Bei guten Spielern kommt man praktisch nicht weiter, wenn man<br \/>\nzu viel offen zieht; sieht man von gro\u00dfem Kartenpech ab (d.h., die n\u00f6tigen Karten stehen<br \/>\neinfach nicht zur Verf\u00fcgung), wird sich der andere stets patent wehren. Bleibt nur das<br \/>\nverdeckte Ziehen. Dann wird der Gl\u00fccksfaktor aber schnell unertr\u00e4glich hoch.<\/p>\n<p>Gewonnen wird nach Siegpunkten, die man in drei Wertungsrunden f\u00fcr die Besitzmarker<br \/>\nerh\u00e4lt. Da die Wertungen immer dann erfolgen, wenn die letzte Karte gezogen wird und man<br \/>\nbeim Nachziehen passen darf (der andere Spieler unmittelbar danach nicht, sp\u00e4ter aber<br \/>\nschon wieder), gibt es hier ein weiteres strategisches Moment. Es ist oft recht leicht,<br \/>\nmit zwei Karten (d.h. einer eliminierten Verbindung) dem Gegner einen oder gar zwei<br \/>\nMarker zu rauben. Das direkt vor der Wertung zu tun, ist nat\u00fcrlich sehr vorteilhaft. Es<br \/>\nist also wichtig, den Spielverlauf so hinzudeichseln, dass man als letzter zieht.<\/p>\n<p>Fazit: Wie gesagt, Kahuna ist schon ein gutes Spiel. Aber der reale Spielverlauf<br \/>\nbietet nur dann feurige Angriffe, wenn einer von beiden geschlafen hat. Bei zwei<br \/>\nintelligenten Spielern besteht Kahuna aus Lauern, Nachr\u00fcsten, Verteidigen. Vielleicht<br \/>\nh\u00e4tte dieses Spiel mehr als die drei Sterne verdient, die wir ihm zubilligen. Denn das<br \/>\nDesign ist sauber, klar, intelligent und funktioniert. Aber es gibt eben wirklich eine<br \/>\nReihe von Spielen, die uns \u00f6fter auf den Tisch kommen.<\/p>\n<p>Wertung: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/3star.gif\" width=\"36\" height=\"12\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><i>P.S.: diese Wertung basiert noch auf unserem &#8220;alten&#8221; System mit max. 5 Sternen als bester Wertung. Nach neuem System erhielte das Spiel 6 von 10 Sternen.<\/i><\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kahuna Die Regeln von Kahuna sind relativ schnell erkl\u00e4rt. Zur Vereinfachung hab ich eine Seite der Kahuna-Regeln durch den Scanner gejagt; Kosmos wird&#8217;s mir verzeihen. Ein Blick auf eine der Skizzen erleichtert das Verst\u00e4ndnis der folgenden Erkl\u00e4rung sehr. Die beiden Spieler streiten sich um ein Reich, das aus 12 Inseln besteht. 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