{"id":3710,"date":"2007-09-02T12:00:00","date_gmt":"2007-09-02T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/09\/02\/on-theunderground\/"},"modified":"2007-09-02T12:00:00","modified_gmt":"2007-09-02T10:00:00","slug":"on-theunderground","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/09\/02\/on-theunderground\/","title":{"rendered":"On The\nUnderground"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<table style=\"float:right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td><a href=\"dispgame.php?&amp;gameid=614\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/ontheunderg_t.jpg\" width=\"260\" height=\"177\" border=\"0\" alt=\"cover\"\/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">Sebastian Beasdale<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.jklmgames.co.uk\/\" target=\"_blank\">JKLM Games<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2006<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">3-5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spieldauer<\/td>\n<td align=\"right\">90 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wertung<\/td>\n<td align=\"right\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\">\n<div style=\"text-align: center\">\n<form>\n<p><input style=\"font-weight:bold\" type=\"button\" value=\"im Forum diskutieren\" onclick=\"location.replace('..\/PBLang\/index.php')\"\/><\/p>\n<\/form>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/20088\" target=\"_blank\">On The<br \/>\nUnderground<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">rezensiert von Walter Sorger<\/p>\n<p>Es geht um den U-Bahnbau in London. Das Spielbrett zeigt einen Verkehrsplan von London, im dem<br \/>\ndie Planstrecken f\u00fcr das gesamte Verkehrsnetz eingezeichnet sind. Pro Zug darf ein Spieler vier<br \/>\nSteckenabschnitte einer U-Bahn-Linie bauen. Anschlie\u00dfend transportiert er den einen gemeinsamen<br \/>\nPassagier zu einem ausgew\u00e4hlten Zielbahnhof. F\u00fcr jeden Steckenabschnitt, den der Passagier dabei<br \/>\ndie Linie eines (irgendeines!) Spielers nutzt, kassiert dieser Siegpunkte. An der Bef\u00f6rderung des<br \/>\nPassagiers profitiert also nicht nur der aktive Spieler, sondern alle Spieler, deren Linien benutzt<br \/>\nwerden. Optimaler Streckenbau, Pr\u00e4mien f\u00fcr gelungene Streckenf\u00fchrung und regelm\u00e4\u00dfige Einnahmen bei<br \/>\nder Passagier-Bef\u00f6rderung sind das A und O einer erfolgreichen Spielweise.<\/p>\n<p>Einige Details zum Streckenbau:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Bei vier oder f\u00fcnf Spielern betreibt jeder Spieler zwei U-Bahn-Linien. Bei drei Spielern<br \/>\nbetreibt jeder drei Linien.<\/p>\n<\/li>\n<li>Der Einzugsbereich einer Linie ist nicht vorgegeben, ein Spieler kann seine Linie in jeden Teil<br \/>\ndes Verkehrsplanes ausdehnen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Neue Steckenabschnitte einer U-Bahn-Linie m\u00fcssen an bereits bestehende Abschnitte der gleichen<br \/>\nLinie anschlie\u00dfen. Mit dem ersten Steckenabschnitt legt ein U-Bahn-Bauer fest, in welchem Stadtteil<br \/>\ner seinen Ausgangspunkt hat.<\/p>\n<\/li>\n<li>Die gleichen Streckenabschnitte auf dem Verkehrsplan k\u00f6nnen zum Teil von mehreren Linien<br \/>\nbetrieben werden. Sind aber alle zul\u00e4ssigen Gleise belegt, ist die Strecke f\u00fcr weitere Linien<br \/>\nblockiert.<\/p>\n<p>Damit wird ein konkurrierender Wettlauf um die verkehrsg\u00fcnstigsten Linien ausgel\u00f6st.<\/p>\n<\/li>\n<li><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/ontheunderg_b2.jpg\" align=\"right\" width=\"180\" height=\"260\" border=\"0\" alt=\"board\"\/> \u00dcber den Bau von kostenpflichtigen Weichen kann sein Spieler seine Linienf\u00fchrung<br \/>\nverzweigen lassen. Die Linie w\u00e4chst dann eher in die Breite als in die L\u00e4nge.<\/p>\n<p>Eine Linie kann somit ein bestimmtes Areal dominieren und den Passagier dort auf die eigene Linie<br \/>\nzwingen, sie verliert aber Attraktivit\u00e4t bei gro\u00dfen Transportwegen von einer Ecke Londons zur<br \/>\nanderen.<\/p>\n<\/li>\n<li>6) Werden von einer Linie bestimmte Paare von Zielpunkten verbunden, gibt es daf\u00fcr<br \/>\nSonderpr\u00e4mien. Ebenfalls Sonderpr\u00e4mien gibt es beim Anschlu\u00df bestimmter Endbahnh\u00f6fe<br \/>\nanschlossen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dadurch wird die Streckenplanung eines Spielers einem konstruktives Spannungsverh\u00e4ltnis<br \/>\nausgesetzt: sie wollen ihr Streckennetz einerseits auf den Innenstadtbereich konzentrieren und<br \/>\nandererseits auch in Richtung Au\u00dfenbezirke erweitern. Eine optimale Punkte-Ausbeute erfordert eine<br \/>\nsorgf\u00e4ltige Planung.<\/p>\n<p>Den Zielbahnhof f\u00fcr den Transport des Passagiers kann ein Spieler jeweils unter vier<br \/>\nAlternativen ausw\u00e4hlen. Die Fahrstrecke, die der Passagier zu seinem Ziel nutzt, ist allerdings<br \/>\nnicht willk\u00fcrlich bestimmbar, sondern durch die Spielregel genau definiert: Der Passagier mu\u00df<br \/>\ndiejenige Strecke w\u00e4hlen, auf der er die kleinstm\u00f6gliche Stecke zu Fu\u00df zur\u00fccklegt, bei den<br \/>\nangebotene U-Bahn-Linien mu\u00df er die nutzen, wo er am wenigsten oft umsteigt. Das entspricht dem<br \/>\nwohl h\u00e4ufigsten Fahrverhalten aller U-Bahn-Benutzer der Welt: Man bleibt so lange wie m\u00f6glich in<br \/>\neiner einzigen Linie sitzen, auch wenn damit Umwege gefahren werden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sucht sich der Spieler von den angebotenen Zielpunkten denjenigen aus, bei denen er<br \/>\nmit seinen Linien am meisten profitiert. Er darf vorher auch schnell noch ein paar Verbindungswege<br \/>\nbauen, um damit den Passagier auf die eigene Linie zu locken und Siegpunkte zu kassieren. Doch wer<br \/>\nstrategisch g\u00fcnstige Linien gebaut hat, kann zumindest in der Endphase nicht mehr umgangen werden<br \/>\nund kassiert bei (fast) jedem Zug eines Mitspielers mit.<\/p>\n<p>Zu einem guten Streckenbau geh\u00f6rt:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Streckenbeginn im Zentrum mit monopolartigen Ausl\u00e4ufern in einen Au\u00dfenbezirk.\n<\/li>\n<li>Konzentration auf den Ausbau einer einzigen Linie; die zweite Linie erst dann ins Spiel<br \/>\nbringen, wenn die erste Linie ihre maximale Ausbaustufe erreicht hat.<\/p>\n<\/li>\n<li>Nicht auf kurzfristige Transporteinnahmen schielen, sondern eine strategische Gesamtplanung im<br \/>\nHinterkopf haben. Eine gut positionierte und ausgebaute Linie zieht unweigerlich auch einen guten<br \/>\nAnteil des Verkehrs auf sich.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/ontheunderg_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"260\" height=\"193\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<p>Beim Ermitteln des vorgeschriebenen besten Weges zum Zielpunkt stellen sich immer wieder<br \/>\nunliebsame \u00dcberraschungen ein, wenn der Passagier nicht die Linien des aktiven Spielers benutzen<br \/>\ndarf, sondern die Linie eines Mitspielers, bei der die gefahrene Strecke zwar deutlich l\u00e4nger ist,<br \/>\ndem Passagier aber ein Umsteigen erspart. Unbarmherzig dr\u00e4ngt dieser Mitspieler dann nat\u00fcrlich auf<br \/>\ndie Benutzung der eigenen Linie. F\u00fcr Unge\u00fcbte oder Schnellspieler gibt er hier jede Menge<br \/>\nIrrtumsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>&#8220;On the Underground&#8221; ist sehr gut ausbalanciert. Sehr konstruktiv entfaltet sich die<br \/>\nKonkurrenz um die guten Linien, um strategische Positionierung auf dem Brett, um kurzfristige<br \/>\nSiegpunkte und langfristige Renditen. Es gibt keinen W\u00fcrfel, beim Streckenbau ist jeder Spieler<br \/>\nganz allein seines Gl\u00fcckes Schmied. Nur in der angebotenen Auswahl an Zielpunkten steckt ein<br \/>\ngewisser Zufallseinflu\u00df; doch das Wesentliche bei &#8220;On the Underground&#8221; ist nicht das<br \/>\nKassieren von Fahrgeldern wenn man selbst der aktive Spieler ist, sondern ein strategisch geplanter<br \/>\nStreckenbau, den die Mitspieler bei ihren Passagiertransporten nicht ignorieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Welche Freiheitsgrade hat ein Spieler in seinem Zug? Er kann unter vier Zielen w\u00e4hlen, er darf<br \/>\nvier Streckenabschnitte legen, jeder Streckenabschnitt kann an die vier Enden seiner beiden Linien<br \/>\nan gesetzt werden. Dabei gibt es an jedem Ende ca. drei Gleisrichtungen f\u00fcr den Weiterbau. Zwischen<br \/>\nje zwei Streckenabschnitten kann eine Weiche gebaut werden, auch dies summiert sich leicht zu 5 bis<br \/>\n10 vern\u00fcnftigen (!) Zugm\u00f6glichkeiten. Auf diese Weise hat Summa Summarum jeder Spieler f\u00fcr einen<br \/>\nZug mehr als einhundert Kombinationsm\u00f6glichkeiten. K\u00f6nnt ihr euch vorstellen, wie lange ein Zug<br \/>\ndauern kann, wenn ein Pfennigfuchser haargenau alle seine Alternativen durchrechnen will? Wenn er<br \/>\nf\u00fcnf Sekunden Denkzeit f\u00fcr jede Teilkombination ben\u00f6tigt, und jede Kombination mehrfach<br \/>\ndurchrechnen mu\u00df, weil er bei der neunundf\u00fcnfzigsten Kombination die Auswirkungen der<br \/>\nf\u00fcnfundzwanzigsten Kombination nat\u00fcrlich l\u00e4ngst wieder vergessen hat, dann kann er leicht Stunden<br \/>\nf\u00fcr einen einzigen Zug brauchen? Das ist leider ein wenig zu viel!<\/p>\n<p>F\u00fcr solche Pfennigfuchser ist &#8220;On the Underground&#8221; nicht geeignet. (Es sei denn, zwei<br \/>\nIntelligenzler spielen es zu zweit!) &#8220;On the Underground&#8221; ist ein wundersch\u00f6nes Spiel mit<br \/>\nvielen \u00e4sthetisch sch\u00f6nen Spielz\u00fcgen und einer gewaltigen spielerische Vielfalt, aber nur f\u00fcr<br \/>\nSpieler, die sich gerne einen \u00fcberlegenen strategischen Plan zurechtlegen (auch dann, wenn sie<br \/>\nnicht am Zug sind!), die sich in der taktischen Umsetzung schnell und flexibel auf neue Situationen<br \/>\neinstellen k\u00f6nnen, die aber ihre Spielzug-Visionen vorwiegend mit Gef\u00fchl umsetzen. Mit Augenma\u00df<br \/>\nerfassen sie die groben Strukturen, in denen sich das Spiel entwickeln wird, und setzen ihre<br \/>\nDuftmarken jeweils ins Zentrum des k\u00fcnftigen Geschehens, ohne es allzu ernst zu nehmen, wenn sie<br \/>\ndas Zentrum um ein paar Millimeter verpassen. Wenn es dann erstens anders kommt zweitens als sie<br \/>\ngedacht haben, dann war das ganze immer noch ein sch\u00f6nes Spiel, ein Genu\u00df in der Begegnung mit dem<br \/>\nSpiel und mit dem spielenden Freundeskreis.<\/p>\n<p>Es ist allerdings die Tragik von &#8220;On the Underground&#8221;, da\u00df bei der Erschaffung des<br \/>\nMenschen zwischen hartem Denken und weichem Gef\u00fchle-Haben eine deutliche, fast un\u00fcberwindliche<br \/>\nKluft liegt. Deshalb l\u00f6ste sein spielerisches Potential bei den Westparkern nur eine beschr\u00e4nkte<br \/>\nEuphorie aus. Oder ist das etwa nur meine eigene Tragik?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Sebastian Beasdale Verlag JKLM Games erschienen 2006 Spielerzahl 3-5 Spieldauer 90 Minuten Wertung On The Underground rezensiert von Walter Sorger Es geht um den U-Bahnbau in London. Das Spielbrett zeigt einen Verkehrsplan von London, im dem die Planstrecken f\u00fcr das gesamte Verkehrsnetz eingezeichnet sind. 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