{"id":3714,"date":"2007-11-25T12:00:00","date_gmt":"2007-11-25T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/11\/25\/steam-overholland\/"},"modified":"2007-11-25T12:00:00","modified_gmt":"2007-11-25T11:00:00","slug":"steam-overholland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/11\/25\/steam-overholland\/","title":{"rendered":"Steam over\nHolland"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<table style=\"float:right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td><a href=\"dispgame.php?&amp;gameid=655\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/steamoverh_t.jpg\" width=\"260\" height=\"354\" border=\"0\" alt=\"cover\"\/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">Bart van Dijk<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.mini-bart.com\/games\/steamoverholland.html\" target=\"_blank\">Vendatta Games<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2007<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">2-5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spieldauer<\/td>\n<td align=\"right\">180 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wertung<\/td>\n<td align=\"right\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\">\n<div style=\"text-align: center\">\n<form>\n<p><input style=\"font-weight:bold\" type=\"button\" value=\"im Forum diskutieren\" onclick=\"location.replace('..\/PBLang\/index.php')\"\/><\/p>\n<\/form>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/21528\" target=\"_blank\">Steam over<br \/>\nHolland<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">rezensiert von Walter Sorger<\/p>\n<p>Wieder ist in der weitverzweigten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/18XX-Reihe\" target=\"_blank\">18xx Familie<\/a> ein neues Kind zur Welt gekommen. Bart van Dijk hat im September 2007 der<br \/>\n\u00d6ffentlichkeit einen holl\u00e4ndischen Spr\u00f6ssling vorgestellt und ihn auf den Namen &#8220;Steam over<br \/>\nHolland&#8221; getauft.<\/p>\n<p style=\"font-style: italic\">Wer kennt die L\u00e4nder, nennt die Namen,<br \/>\n<br \/>\ndie Francis Tresham&#8217;s Spiel nachahmen?<\/p>\n<p>Die inoffizielle Z\u00e4hlung listet bereits 104 Spielversionen zur Urversion &#8220;<a href=\"http:\/\/www.18xx.de\/docu\/18xx\/games\/di1829.htm\" target=\"_blank\">1829<\/a>&#8221; auf: In allen werden<br \/>\nAktien f\u00fcr Eisenbahngesellschaften gekauft, Hexagons mit Gleisstrukturen gelegt, Z\u00fcge gekauft und<br \/>\nSt\u00e4dteverbindungen betrieben. In allen Spielen entbrennt ein Kampf um die besten Strecken, um die<br \/>\nflorierendsten Gesellschaften, und gegen den technischen Verfall der Z\u00fcge, der die Liquidit\u00e4t der<br \/>\nEigner bis zum Ruin beansprucht.<\/p>\n<p>Alle 18xx-Spiele sind das Produkt von Liebe und Idealismus zu diesem Spielprinzip: Ihren Autoren<br \/>\ngeht es nicht darum, in einem ausufernden Markt schnell mal eine Mark zu verdienen; daf\u00fcr sind die<br \/>\nAuflagen viel zu klein. Es geht ihnen haupts\u00e4chlich darum, den bekannten und faszinierenden<br \/>\nSpielhintergrund \u00fcber die Entstehung der Eisenbahnlinien in eine neue Geographie zu setzen und mit<br \/>\nein paar neuen Ideen anzureichern. Sie sind gl\u00fccklich und zufrieden, wenn das neue Gesch\u00f6pf in der<br \/>\nfeinen und anspruchsvollen Welt von 18xx-Liebhabern Beifall und Anerkennung findet.<\/p>\n<p>Bart van Dijk hat sich die Geographie Hollands vorgenommen und bei seiner<br \/>\nSpiel(weiter)entwicklung das Ziel gehabt, ein &#8220;schnelles 18xx Spiel zu schaffen, welches auch<br \/>\nf\u00fcr Neuank\u00f6mmlinge geeignet ist&#8221;. Hier seine wesentlichen Elemente:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Das Spiel ist nach genau f\u00fcnf Phasen mit je einer Bankrunde und zwei Operationsrunden zu Ende.<br \/>\nDamit wird erstens die Spielzeit nach oben begrenzt und das Ende tritt nicht unversehens ein,<br \/>\nsondern es kommt stetig und f\u00fcr alle \u00fcberschaubar heran.<\/p>\n<\/li>\n<li>In der ersten Phase ist eine Gesellschaft bereits handlungsf\u00e4hig, wenn nur zwei Shares verkauft<br \/>\nsind. (Dieses Limit steigt von Phase zu Phase an.) Eine entscheidende Konsequenz daraus ist, dass<br \/>\ngleich in der ersten Bankrunde jeder Mitspieler eine eigene Linie erwerben kann. Das schafft mehr<br \/>\nSymmetrie und ist besonders f\u00fcr Neuank\u00f6mmlinge und &#8220;Macher&#8221; unter den Spielern ein<br \/>\nVorteil; sie sind gleich von Anfang an aktiv in allen Zugm\u00f6glichkeiten beteiligt und m\u00fcssen sich<br \/>\nnicht als stille Teilhaber in die (Fehl-)Entscheidungen ihrer gewissenlosen Pr\u00e4sidenten einf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Ein Nebeneffekt dieser &#8220;Jeder-hat-eine-eigene-Linie&#8221;-Situation ist allerdings auch, dass<br \/>\ndie Spieler nicht gleich zu Spielbeginn in die beiden Rollen Pr\u00e4sident und Nicht-Pr\u00e4sident<br \/>\nzerfallen und damit auch die Spannung zwischen ihnen verloren geht. Jeder hat seine Mittel nahezu<br \/>\nvollst\u00e4ndig in seine eigene Gesellschaft gesteckt; er wurschtelt mit ihr herum und muss nicht den<br \/>\nMitbesitzer f\u00fcrchten, der im passenden Moment alle Anteile verkauf, Riesengewinne einstreicht und<br \/>\ndabei auch noch einen uferlosen Kurzsturz ausl\u00f6st.<\/p>\n<\/li>\n<li>Beim Verkauf von Aktion f\u00e4llt der Kurs nicht entsprechend der Anzahl der verkauften Anteile,<br \/>\nsondern nur um maximal zwei Stufen bis zu einer Auffanglinie. Damit sind Kursmanipulationen durch<br \/>\nb\u00f6sartiges Kaufen und Verkaufen von Anteilen entsch\u00e4rft, und das kaskadenartige Niederzwingen eines<br \/>\nstolzen Aktienkurses durch ein konzertiertes Vorgehen der Konkurrenz ist nicht mehr m\u00f6glich.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/steamoverh_b1.jpg\" align=\"right\" width=\"260\" height=\"347\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<\/li>\n<li>Sch\u00fcttet eine Gesellschaft eine Dividende aus, die h\u00f6her ist als der doppelte Wert eines<br \/>\nShares, so steigt der Aktienwert gleich um zwei Stufen. Mittels dieser Regel kann sich eine<br \/>\nGesellschaft, deren Kurse k\u00fcnstlich in den Keller gebracht wurden, schnell wieder erholen. Zudem<br \/>\nsorgt dieses vermischte doppelte, einfache oder manchmal auch Gar-nicht-Vorr\u00fccken auf dem<br \/>\nAktienkurstableau f\u00fcr st\u00e4ndige Abwechslung in der Zugreihenfolge und bringt erh\u00f6hten Lohn f\u00fcr eine<br \/>\ngute Planung.<\/p>\n<\/li>\n<li>Jede Gesellschaft erh\u00e4lt nur soviel Startkapital, wie sie an Aktien verkauft hat; daf\u00fcr bekommt<br \/>\nsie alle anderen Anteile in ihren Firmenbesitz und kann sie von dort verkaufen. Eine Gesellschaft<br \/>\nkann sogar pro Runde ein Share an die Bank verkaufen, ohne dass der Aktienkurs sinkt. So hat jede<br \/>\nGesellschaft immer eine gewisse Verf\u00fcgungsmasse an Kapital, mit dem sie den scharfen<br \/>\nMarktanforderungen gerecht werden kann.<\/p>\n<p>Mit dem gro\u00dfz\u00fcgig handhabbaren An- und Verkauf von Firmenanteilen steigt nat\u00fcrlich auch die Anzahl<br \/>\nder freien Spielentscheidungen; die richtige Aktienpflege ist eine echte Herausforderung f\u00fcr jeden<br \/>\nambitionierten Pr\u00e4sidenten. Dass dabei auch jeweils ein bisschen Denkzeit verloren geht, steht auf<br \/>\neinem anderen Blatt.<\/p>\n<\/li>\n<li>Die Z\u00fcge verfallen deutlich schneller als bei &#8220;1830&#8221;, eine Zuggeneration wird<br \/>\nverschrottet, sobald die \u00fcbern\u00e4chste Generation auf dem Markt ist, ein 3er-Zug also bereits nach<br \/>\ndem Kauf des ersten 5er-Zuges, usw. Es gibt keine &#8220;mittlere&#8221; Zuggeneration im Spiel,<br \/>\nsondern immer nur eine neueste und eine alte. Sobald eine Zugart aus dem Spiel kommt, f\u00e4llt die<br \/>\nbisherige technische Spitze ans Ende und ist auch schon in ihrer Existenz gef\u00e4hrdet. Die rasante<br \/>\ntechnische Innovation ist das herausragendste Merkmal von &#8220;Steam over Holland&#8221;.<\/p>\n<\/li>\n<li>Geht eine Gesellschaft in Bankrott, so muss der Pr\u00e4sident nicht mit seinem Privatverm\u00f6gen<br \/>\neinspringen. Er kann die Gesellschaft mit allen ihren Anteilen aus dem Verkehr ziehen, beh\u00e4lt aber<br \/>\nsein vollst\u00e4ndiges Barverm\u00f6gen und alle seine sonstigen Aktien. Die Effekte des Bankrotts, die in<br \/>\n&#8220;1830&#8221; eine st\u00e4ndige latente Spannung erzeugen, sind damit erhebliche gemildert.<br \/>\nLeichtfertige Spieler k\u00f6nnen sich dar\u00fcber freuen, harten Spielhaien geht ein Kampfmittel ab.<\/li>\n<li>Die kleinen St\u00e4dte innerhalb einer St\u00e4dteverbindung z\u00e4hlen zum Lok-Limit nicht mit. Ein 2er-Zug<br \/>\nkann z.B. zwei Hauptst\u00e4dte verbinden und dazwischen beliebig viele weiter Kleinst\u00e4dte anfahren und<br \/>\ndaf\u00fcr kassieren. Immerhin sind ca. 20 Prozent der Spielfl\u00e4che Kleinst\u00e4dte. Damit finden ideenreiche<br \/>\nEisenbahnkonstrukteure ein weites Bet\u00e4tigungsfeld f\u00fcr lukrativen Streckbau. (Nat\u00fcrlich geht sp\u00e4ter<br \/>\ndas Aust\u00fcfteln der optimalen Verbindungen in einem weit ausgebauten Gesamtstreckennetz wieder zu<br \/>\nLasten der Denkzeit.)<\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/steamoverh_b2.jpg\" align=\"right\" width=\"250\" height=\"151\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<p>In jedem Fall ist &#8220;Steam over Holland&#8221; ein gelungenes Mitglied in einer Familie von<br \/>\nlauter hervorragenden Spielen. Das Spielmaterial ist ausgezeichnet, stabile verg\u00fctete Oberfl\u00e4che<br \/>\nbeim Spielbrett, Hochglanzdruck bei den Shares, und Holzteile statt der bekannten Pappmarker.<\/p>\n<p>Die Spielzeit liegt bei knapp drei Stunden, was gegen\u00fcber den f\u00fcnf Stunden einer normalen<br \/>\n&#8220;<a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/1830.html\">1830<\/a>&#8221; Session (ohne Computer-Auswertung) einer fast 50%igen<br \/>\nZeiteinsparung entspricht. Wer noch schneller spielen will, sollte die kleinen St\u00e4dte bei der<br \/>\nGewinnberechnung ganz wegfallen lassen und ggf. auch die Freiheiten der Gesellschaften beim Verkauf<br \/>\nihres Aktienbesitzes einschr\u00e4nken. Doch warum will man eigentlich schneller spielen? Jede Sekunde<br \/>\nist Spannung und Vergn\u00fcgen! Die Zeit vergeht wie im Fluge, und dem Gl\u00fccklichen schl\u00e4ngt keine<br \/>\nStunde.<\/p>\n<div id=\"ratingblock\" class=\"ratingblock\">\n<script type=\"text\/javascript\" language=\"javascript\">\n<!--\nsndReq(0, createID(), 10);\n\/\/-->\n<\/script>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Bart van Dijk Verlag Vendatta Games erschienen 2007 Spielerzahl 2-5 Spieldauer 180 Minuten Wertung Steam over Holland rezensiert von Walter Sorger Wieder ist in der weitverzweigten 18xx Familie ein neues Kind zur Welt gekommen. 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