{"id":3715,"date":"2007-12-02T12:00:00","date_gmt":"2007-12-02T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/12\/02\/tribun\/"},"modified":"2007-12-02T12:00:00","modified_gmt":"2007-12-02T11:00:00","slug":"tribun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/12\/02\/tribun\/","title":{"rendered":"Tribun"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<table style=\"float:right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td>\n<table cellpadding=\"10\" border=\"0\">\n<tr>\n<td>\n<div class=\"img-shadow\"><a href=\"dispgame.php?&amp;gameid=650\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/tribun_t.jpg\" width=\"250\" height=\"250\" border=\"0\" alt=\"cover\"\/><\/a><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">Karl-Heinz Schmiel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.heidelberger-spieleverlag.de\/\" target=\"_blank\">Heidelberger<br \/>\nSpieleverlag<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2007<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">2-5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spieldauer<\/td>\n<td align=\"right\">90 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wertung<\/td>\n<td align=\"right\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/21313\" target=\"_blank\">Tribun<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">rezensiert von Walter Sorger<\/p>\n<p>Vor 20 Jahren brachte Karl-Heinz Schmiel mit &#8220;<a href=\"dispgame.php?&amp;gameid=177\">Die<br \/>\nMacher<\/a>&#8221; ein Spiel auf den Markt, das mit seinen planerischen Herausforderungen und seiner<br \/>\nF\u00fclle an neuen Ideen weit in die Zukunft wies. Im Parteienspiel des deutschen Bundestages musste<br \/>\nman durch eine gekonnte Wahlstrategie parlamentarische Mehrheiten gewinnen. Die Kritiker waren<br \/>\n\u00fcberfordert. Erst 10 Jahre sp\u00e4ter erhielt die auf f\u00fcnf Mitspieler erweiterte Neuauflage &#8211;<br \/>\ninzwischen war Deutschland wiedervereinigt und die PDS war koalitionsf\u00e4hig geworden &#8211; die verdiente<br \/>\nAnerkennung und &#8220;Die Macher&#8221; schafften es bis in die Auswahlliste zum &#8220;Spiel des<br \/>\nJahres&#8221;. Das Spiel hat heute noch einen gewissen Kultstatus. Als wir im Jahre 2005 den<br \/>\nWettbewerb um St. Petersburg durchf\u00fchrten und ein Gewinner aus Kanada nicht wusste, welches<br \/>\nHans-im-Gl\u00fcck-Spiel er sich ausw\u00e4hlen sollte, startete er eine Umfrage bei Boardgamegeeks und<br \/>\nerhielt die Antwort: &#8220;<i>I would go for die Macher. Incredible game, and not as long or<br \/>\ndaunting as you think. And if you don&#8217;t like it, it is excellent trade fodder.<\/i>&#8221;<br \/>\n\u2026<\/p>\n<p>Die Szenerie mit dem Wahlkampfgerangel der politischen Parteien hat Karl-Heinz Schmiel nicht<br \/>\nlosgelassen. Dieses Jahr, 10 Jahre nach seiner letzten Macher-Version, hat er mit<br \/>\n&#8220;Tribun&#8221; erneut ein Spiel herausgebracht, in dem sich die Spieler in den Machtkampf der<br \/>\nFraktionen um Einfluss und Siegpunkte st\u00fcrzen m\u00fcssen. Der Hintergrund ist allerdings nicht mehr das<br \/>\nheutige bundesdeutsche Parlament, sondern das alte Rom, und statt um Gr\u00fcne und Rote k\u00e4mpfen die<br \/>\nSpieler um die Vorherrschaft bei <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gladiator\" target=\"_blank\">Gladiatoren<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gesandter\" target=\"_blank\">Legaten<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%A4torianer\">Pr\u00e4torianern<\/a>,<br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Plebejer\">Plebejer<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Patrizier\" target=\"_blank\">Patriziern<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vestalin\" target=\"_blank\">Vestalinnen<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%B6mischer_Senat\" target=\"_blank\">Senatoren<\/a>.<\/p>\n<p>Repr\u00e4sentiert werden diese Gruppierungen durch verschiedenfarbige Parteikarten, die zu Beginn<br \/>\njeder Runde mit zuf\u00e4lligen H\u00e4ufigkeiten teils offen teils verdeckt auf die verschiedenen<br \/>\nLokalit\u00e4ten im Spielbrett verteilt werden: in die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thermen\" target=\"_blank\">Thermen<\/a>, aufs <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Forum_Romanum\" target=\"_blank\">Forum<\/a>, in die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Latrine\" target=\"_blank\">Latrine<\/a>, in die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurie\" target=\"_blank\">Curie<\/a>, ins <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atrium_%28Architektur%29\" target=\"_blank\">Atrium<\/a>, in die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katakomben\" target=\"_blank\">Katakomben<\/a> und ins <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pantheon\" target=\"_blank\">Pantheon<\/a>. Welche Bedeutung diese Orte im alten Rom hatten, das hat der Autor in seinem<br \/>\nliebvoll gestalteten Regelheft jeweils haargenau beschrieben. F\u00fcr den Spielablauf haben diese Namen<br \/>\nkeine Bedeutung.<\/p>\n<p>In jeder Runde darf jeder Spieler vier P\u00f6ppel auf die verschiedenen Pl\u00e4tze legen und damit<br \/>\nseinen Anspruch auf die dort liegende Parteikarte anmelden. Die Karten in den Themen und im Forum<br \/>\nliegen offen; man zahlt einen festen Preis (1 bzw. 3 <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sesterz\" target=\"_blank\">Sesterzen<\/a>) und nimmt die Karte an sich. In der Latrine liegt eine Karte<br \/>\nverdeckte; wer sich hier engagiert darf die Karte umdrehen und sie entweder f\u00fcr den aufgedruckten<br \/>\nPreis kaufen oder sich diesen Preis auszahlen lassen, ohne die Karte zu bekommen. Auf jedem Feld<br \/>\nder Curia liegen ein bis drei Karten. Wer seinen P\u00f6ppel hier platziert, darf alle Karten aufnehmen,<br \/>\nmuss aber eine Karte aus der Hand abwerfen.<\/p>\n<p>Im Atrium liegen drei Karten, die unter zwei Spielern versteigert werden. Wer am meisten bietet,<br \/>\nbekommt alle drei Karten und muss daf\u00fcr dem Unterlegenen den Versteigerungsbetrag auszahlen. Da<br \/>\nkann Freude aufkommen, wenn man an einen gierigen Mitspieler ger\u00e4t, der die Karten im Atrium<br \/>\nunbedingt erweben will. Er bietet dann leicht mal eine zweistellige Summe und man darf diesen<br \/>\nBetrag fast geschenkt (d.h. um den Einsatz eines Spielp\u00f6ppels) einstreichen.<\/p>\n<p>In den Katakomben liegen mehrere Karten verdeckt. Wer hier am meisten bietet, darf alle Karten<br \/>\nansehen und eine davon an sich nehmen. Wer am zweitmeisten bietet, darf sich von den Restkarten<br \/>\neine nehmen und so weiter. Manchmal ist es besonders wichtig, dass man noch genau eine bestimmte<br \/>\nParteikarte bekommt. Daf\u00fcr sind die Katakomben ein geeigneter Ort, dann ist der H\u00f6chstbetrag in den<br \/>\nKatakomben eine gute Investition.<\/p>\n<p>Weil man bei all diesen Aktionen Geld einsetzt, muss es nat\u00fcrlich auch eine M\u00f6glichkeit geben,<br \/>\nGeld zu erwerben. Daf\u00fcr gibt es auf dem Spielbrett neben der Latrine usw. noch eine Geldschale. Wer<br \/>\nhier als erster seinen P\u00f6ppel hinsetzt, erh\u00e4lt sieben Sesterzen, alle weiteren Spieler erhalten<br \/>\nf\u00fcnf.<\/p>\n<p>Sind alle Setzp\u00f6ppel ausgewertet, so hat jeder Spieler eine Reihe von Parteikarten auf der Hand.<br \/>\nHoffentlich diejenigen, die er f\u00fcr seine Spielplanung braucht. Die Quintessenz des Spiels geht<br \/>\nn\u00e4mlich darum, Mehrheiten von Parteikarten zu erwerben und damit Fraktionen im r\u00f6mischen Parlament<br \/>\n(oder wie immer das hie\u00df) zu \u00fcbernehmen. Mittels Fraktions\u00fcbernahmen erwirbt man Lorbeeren,<br \/>\nLegionen, Geld, die Gunst der G\u00f6tter oder das Amt des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tribun\" target=\"_blank\">Tribuns<\/a>. Wer eine Fraktionsmehrheit \u00fcber eine ganze Runde hinweg beh\u00e4lt &#8211; d.h.<br \/>\nwenn es keinem Mitspieler gelungen ist, zwischenzeitlich mehr Parteikarten dieser Fraktion erwerben<br \/>\nund eine erfolgreiche Fraktions\u00fcbernahme durchzuf\u00fchren &#8211; erh\u00e4lt weitere Verg\u00fcnstigungen in Form von<br \/>\nLorbeeren, Legionen etc. Diese Dinge z\u00e4hlen f\u00fcr den Sieg. Wer von einem dieser Objekte eine<br \/>\nbestimmte Mindestanzahl erworben hat, hat damit eine Siegbedingung erf\u00fcllt. Wer als erster die<br \/>\nfestgelegte Anzahl von Siegbedingungen erf\u00fcllt hat, ist Sieger.<\/p>\n<p>Wie gewinnt man das Spiel? Indem man m\u00f6glichst viele Fraktionen \u00fcbernimmt und beh\u00e4lt. Wie<br \/>\n\u00fcbernimmt man Fraktionen? Indem man die meisten Parteikarten dieser Fraktion erwirbt. Wie erwirbt<br \/>\nman die Parteikarten eine Fraktion?<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"a\">\n<li>Sie m\u00fcssen bei der zuf\u00e4lligen Verteilung auf dem Spielbrett zum Vorschein gekommen sein. Da<br \/>\nsteckt eine Menge Gl\u00fcck dahinter.<\/p>\n<\/li>\n<li>Man muss als erster auf die Felder mit den Parteikarten setzen, die man haben m\u00f6chte. Und man<br \/>\nsollte dabei keinem Mitspieler in die Quere kommen, sonst erreichen beide ihr Ziel nicht. Das hat<br \/>\nman nat\u00fcrlich auch nicht in der Hand.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es ist klar, dass die erfolgreichsten Spielz\u00fcge zu einem Gro\u00dfteil dem Zufall und zu einem<br \/>\nerheblichen Anteil den unw\u00e4gbaren Ambitionen der Konkurrenz entspringen. Eine klare strategische<br \/>\nParteipolitik wie bei &#8220;die Macher&#8221; gibt es hier nicht.<\/p>\n<p>Trotzdem gibt es selbstverst\u00e4ndlich gute und schlechte Z\u00fcge. Ich habe mir ein paar Gedanken<br \/>\ndar\u00fcber gemacht und eine Excel-Tabellen \u00fcber die wirtschaftliche Entwicklung im &#8220;Tribun&#8221;<br \/>\nzusammengestellt. Hier sind meine Zahlen (ohne tiefere Erl\u00e4uterung).<\/p>\n<p>P\u00f6ppel, Geld und Parteikarten sind der Motor der Spiels. Sie sind alle ineinander umrechenbar.<br \/>\nF\u00fcr einen P\u00f6ppel in der Geldschale bekommt man ca. 5,5 Sesterzen. Also ist ein Sesterz etwa 0.18<br \/>\nP\u00f6ppel wert. Eine Parteikarte kostet einen P\u00f6ppel und noch durchschnittlich 2,48 Sesterzen. Also<br \/>\nist eine Parteilkarte ca. 1,45 P\u00f6ppel wer.<\/p>\n<p>Die nachfolgende Tabelle zeigt die Wertigkeit (in P\u00f6ppel und Sesterzen) f\u00fcr alle in<br \/>\n&#8220;Tribun&#8221; gehandelten Objekte:<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td>\n<div class=\"img-shadow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/tribun_tab1.gif\" width=\"484\" height=\"355\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Aus dieser Tabelle kann man den Geldbetrag ablesen, den die verschiedenen Lokalit\u00e4ten in Tribun<br \/>\nwert sind:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Latrine:<br \/>\n<br \/>\nLiegt hier ein Kartenwert gr\u00f6\u00dfer als 5 &#8211; die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr ist knapp 37% &#8211; dann soll man<br \/>\ndas Geld nehmen. Liegt hier ein Kartenwert kleiner gleich 3 &#8211; die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr liegt<br \/>\nebenfalls bei knapp 37% &#8211; so soll man die Karte kaufen. Ist der Wert h\u00f6her als 3 aber kleiner<br \/>\ngleich 5, so hat man auf den Latrine mit Zitronen gehandelt: Man zahl mehr als auf jedem anderen<br \/>\nKartenfeld und man bekommt weniger, als wenn man seinen P\u00f6ppel in die Geldschale gesetzt h\u00e4tte. Der<br \/>\neinzige Vorteil der Latrine kann sein, dass die verdeckte Karte zuf\u00e4llig eine Karte ist, die genau<br \/>\nzu den eigenen Fraktionsambitionen passt. Aber die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr ist nur etwa ein<br \/>\nSiebtel!<\/p>\n<\/li>\n<li>Atrium:<br \/>\n<br \/>\nIm Atrium geht es um Haben oder Nicht-Haben von 3 Parteilkarten. Jede Karte ist etwa 8 Sesterzen<br \/>\nwert, mithin liegen hier Werte von 24 Sesterzen herum! H\u00e4ttet ihr das gedacht? Ich glaube es ja<br \/>\nselbst kaum, doch die Excel-Zahlen l\u00fcgen nicht!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Rechnen wir anhand der obigen Wertetabelle auch gleich aus, was die Fraktions\u00fcbernahme der<br \/>\nverschiedenen Parteien einbringt. (Die Einheit ist wiederum P\u00f6ppel, bei der Fraktions\u00fcbernahme wird<br \/>\nangesetzt, dass man durchschnittlich 0,2 Lorbeeren zus\u00e4tzlich daf\u00fcr bekommt):<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td>\n<div class=\"img-shadow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/tribun_tab2.gif\" width=\"374\" height=\"178\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Mit der Fraktions\u00fcbernahme gelangt man zumindest auch eine Runde lang in den Fraktionsvorteil.<br \/>\nHierf\u00fcr ergibt sich folgende Einnahme-Bilanz:<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td>\n<div class=\"img-shadow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/tribun_tab3.gif\" width=\"458\" height=\"180\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Die wichtigste Information diese Tabelle ist, dass der Fraktionsvorteil f\u00fcr eine Zusatzrunde<br \/>\nzwischen 5 und 16 Sesterzen liegt. Da man mit dem Streitwagen sich f\u00fcr eine Runde den<br \/>\nFraktionsvorteil sicheren kann, ist es keinesfalls ein rausgeschmissenes Geld, wenn man &#8211; je nach<br \/>\nFraktion, um die es sich dreht &#8211; gute zehn Sesterzen daf\u00fcr hinbl\u00e4ttert.<\/p>\n<p>Wenden wir uns jetzt den Siegbedingungen zu. Hat man 4 Fraktions\u00fcbernahmen durchgef\u00fchrt- ich<br \/>\nhalte das f\u00fcr ein selbstverst\u00e4ndliches Vorgehen &#8211; und jede Fraktion zwei Runden lang gehalten, dann<br \/>\nhat man durchschnittlich folgende Objekte erworben:<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td>\n<div class=\"img-shadow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/tribun_tab4.gif\" width=\"480\" height=\"121\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Bei Fraktionsmarkern hat man die Siegbedingung erf\u00fcllt, bei den Legionen fehlt noch ein winziges<br \/>\nSt\u00fcckchen. Doch jetzt erst auf die Suche nach dem fehlenden Bruchteil einer Legion zu gehen, ist<br \/>\nviel zu teuer. Man muss schon vorher bei den Fraktions\u00fcbernahmen darauf achten, dass man<br \/>\n&#8220;legionstr\u00e4chtige&#8221; Fraktionen \u00fcbernimmt und sie mit aller Anstrengung und Erwerb des<br \/>\nStreitwagens solange h\u00e4lt, bis man alle ben\u00f6tigten Legionen beisammen hat.<\/p>\n<p>Die fehlende Siegbedingung &#8220;Sesterzen&#8221; l\u00e4sst sich problemlos in einer einzige Runde<br \/>\nerzielen, nur die Lorbeeren h\u00e4ngen noch etwas hoch. Entweder sollte man hier im bisherigen<br \/>\nSpielverlauf zuf\u00e4llig auf eine Lorbeerquelle gesto\u00dfen sein, so dass die fehlende Differenz deutlich<br \/>\nkleiner ist, oder man bem\u00fcht sich als vierte Siegbedingung um die Sonderaufgaben &#8220;Gunst der<br \/>\nG\u00f6tter&#8221; oder &#8220;Tribun&#8221;.<\/p>\n<p>Die hier pr\u00e4sentierte Rechnerei suggeriert den Eindruck, als ob &#8220;Tribun&#8221; ein<br \/>\nberechenbares Spiel sei und dass man durch scharfe Tabellenkalkulation gewinnen kann. Das m\u00f6chte<br \/>\nich jetzt noch einmal deutlich dementieren. Die Zahlen sind nur eine theoretische Spielerei. Wie<br \/>\nschon oben angedeutet, ist die zuf\u00e4llige Verteilung der Parteilkarten auf dem Spielbrett der<br \/>\nentscheidende Faktor, was sich in einer Runde tun wird. Wenn nach eine Kartenausteilung<br \/>\nausschlie\u00dflich Plebejer neben Vestalinnen herumliegen, dann sind sie Senatoren und alle anderen<br \/>\nBesitzst\u00e4nde ungef\u00e4hrdet; dann war auch der Streitwagen kein einziger Sesterz wert. Oder hat man<br \/>\ngleich zu Spielbeginn zwei P\u00e4rchen bekommen und kann damit zwei Fraktionen \u00fcbernehmen, dann fallen<br \/>\neinem die Lorbeeren praktisch in den Scho\u00df und man ist dem Sieg ein gutes St\u00fcck n\u00e4her ger\u00fcckt,<br \/>\nw\u00e4hrend die Mitspieler ihr Gl\u00fcck noch in der Latrine suchen.<\/p>\n<p>Rechnen, gem\u00e4\u00df obigem Zahlenschema kann man im &#8220;Tribun&#8221; nur, wenn der Zufall die<br \/>\nFreiheitsgrade dazu bietet. Doch das tut er h\u00f6chst selten. Wenn er es aber nicht tut, dann kann man<br \/>\nim &#8220;Tribun&#8221; immer noch h\u00fcbsch spielen. Die Auseinandersetzung mit der r\u00f6mischen Szenerie<br \/>\nist in jedem Fall ein paar Stunden Spiel wert.<\/p>\n<div id=\"ratingblock\" class=\"ratingblock\">\n<script type=\"text\/javascript\" language=\"javascript\">\n<!--\nsndReq(0, createID(), 10);\n\/\/-->\n<\/script>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Karl-Heinz Schmiel Verlag Heidelberger Spieleverlag erschienen 2007 Spielerzahl 2-5 Spieldauer 90 Minuten Wertung Tribun rezensiert von Walter Sorger Vor 20 Jahren brachte Karl-Heinz Schmiel mit &#8220;Die Macher&#8221; ein Spiel auf den Markt, das mit seinen planerischen Herausforderungen und seiner F\u00fclle an neuen Ideen weit in die Zukunft wies. Im Parteienspiel des deutschen Bundestages musste &hellip; <a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/12\/02\/tribun\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Tribun<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3715","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-spieleabende"],"views":4,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3715","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3715"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3715\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}