{"id":3720,"date":"2008-02-09T12:00:00","date_gmt":"2008-02-09T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/02\/09\/container\/"},"modified":"2008-02-09T12:00:00","modified_gmt":"2008-02-09T11:00:00","slug":"container","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/02\/09\/container\/","title":{"rendered":"Container"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<table style=\"float:right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td>\n<table cellpadding=\"10\" border=\"0\">\n<tr>\n<td>\n<div class=\"img-shadow\"><a href=\"dispgame.php?&amp;gameid=665\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/container_t.jpg\" width=\"250\" height=\"191\" border=\"0\" alt=\"cover\"\/><\/a><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">Franz-Benno Delonge<br \/>\n<br \/>\nThomas Ewert<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.valleygames.ca\/\" target=\"_blank\">Valley Games<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2007<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">3-5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spieldauer<\/td>\n<td align=\"right\">90 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wertung<\/td>\n<td align=\"right\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/21149\" target=\"_blank\">Container<\/a><\/h2>\n<p>&#8220;Container&#8221; ist ein Wirtschaftsspiel f\u00fcr 3-5 Spieler, die mit ihren Schiffen Waren<br \/>\n\u00fcber die Weltmeere transportieren um aus den Warenerl\u00f6sen die meisten Siegpunkte zu<br \/>\nerwirtschaften.<\/p>\n<p>Der Warenverkehr l\u00e4uft in vier Phasen ab, die von den Spielz\u00fcgen der Spieler in beliebiger<br \/>\nReihenfolge in Gang gehalten werden. Jeder Spieler hat in seinem Zug zwei Aktionen aus dieser<br \/>\nAuswahl:<\/p>\n<h3>1) Waren produzieren<\/h3>\n<p>Der Spieler nimmt Waren vom offenen Stapel und legt sie in sein Fabriklager. Jede Maschinen, die<br \/>\nein Spieler besitzt produziert genau ein St\u00fcck einer Ware. Zu Beginn hat jeder genau eine Maschine;<br \/>\ndurch entsprechende Investitionen kann man seinen Maschinenpark auf bis zu vier Maschinen<br \/>\nerweitern.<\/p>\n<p>Jede Maschinen produziert eine Ware ihrer Farbe. Insgesamt gibt es f\u00fcnf verschiedene Farben, die<br \/>\nin der Endabrechung unterschiedlich viele Siegpunkte bringen.<\/p>\n<p>Man darf nur Waren produzieren, solange man noch Platz in seinem Fabriklager hat. Die Gr\u00f6\u00dfe des<br \/>\nLagers entspricht der doppelten Anzahl von Maschinen, die ein Spieler besitzt; bei der Erweiterung<br \/>\ndes Maschinenparks erweitert man also gleichzeitig auch die Kapazit\u00e4t des Lagers.<\/p>\n<p>Mit der Lagerung im Fabriklager legt ein Spieler den Preis seiner Ware beliebig mit 1, 2, 3 oder<br \/>\n4 Euro pro St\u00fcck fest. Billige Ware wird man sp\u00e4ter (vielleicht) schneller los und bekommt sein<br \/>\nFabriklager f\u00fcr neue Produktion ger\u00e4umt; daf\u00fcr ist der Erl\u00f6s entsprechend geringer.<\/p>\n<h3>2) Waren im Hafen stapeln<\/h3>\n<p><span class=\"img-shadowr\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/container_b2.jpg\" width=\"250\" height=\"281\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/span>Der Spieler kauft beliebig viele Waren aus dem Fabriklager eines seiner<br \/>\nMitspieler und stapelt sie als Fertigware in seinem Hafenspeicher. Der Kaufpreis ist derjenige, den<br \/>\nder Mitspieler bei seiner Warenproduktion festgelegt hat.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfen nur so viele Waren gestapelt werden, wie ein Spieler Speicherhallen besitzt. Zu Beginn<br \/>\nist das genau eine Einheit; durch Zahlung entsprechender Kaufpreise kann man bis zu vier weitere<br \/>\nSpeicherhallen erwerben.<\/p>\n<p>Beim Stapeln legt ein Spieler den Preis seiner Fertigware beliebig zwischen 2 und 6 Euro fest.<br \/>\nHier gilt das gleiche wie bei den Fabrikwaren: Billige Ware wird man sp\u00e4ter (vielleicht) schneller<br \/>\nlos und bekommt seine Speicherkapazit\u00e4t f\u00fcr neue Waren frei, daf\u00fcr ist der Erl\u00f6s entsprechend<br \/>\ngeringer.<\/p>\n<h3>3) Waren verschiffen<\/h3>\n<p>Jeder Spieler besitzt ein Schiff, auf dem bis zu f\u00fcnf Waren geladen und verschifft werden<br \/>\nk\u00f6nnen. Mit seinem Schiff f\u00e4hrt ein Spieler den Hafen eines Mitspielers an (der eigene Hafen gilt<br \/>\nnicht!), kauft die dort gespeicherte Fertigware zum festgesetzten Preis auf und verl\u00e4dt sie auf<br \/>\nsein Schiff. In weiteren Spielz\u00fcgen transportiert er die Waren \u00fcber die Weltmeere zum<br \/>\nAbnehmermarkt.<\/p>\n<h3>4) Schiffbewegung<\/h3>\n<p>Der Spieler bewegt sein Schiff zwei Schritte in Richtung Zielhafen. Dies kann der Ladehafen<br \/>\neines anderen Spielers sein oder der Entladehafen des Zielmarkts.<\/p>\n<h3>5) Waren versteigern<\/h3>\n<p><span class=\"img-shadowr\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/container_b1.jpg\" width=\"260\" height=\"155\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/span>Hat eine Schiffsladung den Zielmarkt erreicht, so wird sie dort<br \/>\nversteigert. Die Mitspieler bieten verdeckt um den Erwerb. Nach Offenlegung der Gebote kann der<br \/>\nSchiffseigener entscheiden, ob er das Gebot annimmt oder ablehnt. Bei Annahme streicht er den<br \/>\ngebotenen Preis ein und bekommt dazu noch einmal die gleiche Summe von der Bank ausbezahlt; bei<br \/>\nAblehnung muss er selber den gebotenen H\u00f6chstpreis an die Bank bezahlen.<\/p>\n<p>Wer mitrechnet, hat schnell erkannt, dass sich die Barmittel eines Spielers bei Annahme und bei<br \/>\nAblehnung eines Gebotes hinterher um den dreifachen Wert der gebotenen Summe unterscheiden. Es gilt<br \/>\nalso scharf zu kalkulieren, ob man eine Ladung selbst erwirbt. In der Regel ist es sinnvoller, sie<br \/>\nseinen Mitspielern zu \u00fcberlassen und daf\u00fcr im Gegenzug bei ihnen einzusteigen, wenn sie die<br \/>\npassende Ware abliefern.<\/p>\n<p>Wer die Ladung ersteigert hat, darf die transportieren Waren in seinem Zieldepot sammeln.<\/p>\n<h3>Spielende<\/h3>\n<p>Sind im offenen Warenvorrat von zwei Warenarten alle Einheiten verbraucht, d.h. produziert<br \/>\nworden, ist das Spiel beendet und die Siegpunkte werden berechnet. Einen gewissen Siegpunkt-Beitrag<br \/>\nliefert das Bargeld und die unverkaufte Ware im Fabriklager und im Hafenspeicher, die meisten<br \/>\nSiegpunkte tragen jedoch die gesammelten Waren im Zieldepot bei.<\/p>\n<p>Zu Spielbeginn hat jeder Spieler eine Karte erhalten, auf der f\u00fcr jede Warenfarbe eingetragen<br \/>\nist, wie viel Siegpunkte sie einbringt, z.B. wei\u00df = 10, schwarz = 5\/10, braun = 6, gelb = 4, orange<br \/>\n= 2. In dieser Zuordnung bedeutet der Eintrag &#8220;schwarz = 5\/10&#8221;, dass eine schwarze Ware<br \/>\nf\u00fcr den Spieler normalerweise 5 Siegpunkte wert ist; wenn er allerdings Waren von allen f\u00fcnf Farben<br \/>\nerworben hat, dann bringt eine schwarze Ware 10 Siegpunkte ein. Damit wird das Breitenengagement<br \/>\naller Spieler gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Jeder Spieler bekommt eine andere Karte, jeder Spieler hat demnach eine andere Farbe die ihm 10<br \/>\nSiegpunkte pro Container einbringt, jeder hat andere Priorit\u00e4ten f\u00fcr die Waren auf dem Markt. Die<br \/>\nKarten werden verdeckt ausgeteilt, so dass die individuellen Interessen den Mitspielern nicht<br \/>\nbekannt sind. Das sorgt f\u00fcr eine gewollte Unkalkulierbarkeit der Mitspielerambitionen beim<br \/>\nWarentransport und bei den Versteigerungen.<\/p>\n<p><span class=\"img-shadow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/container_b3.jpg\" width=\"260\" height=\"216\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/span><\/p>\n<p>In der Schlussabrechnung gibt es noch eine sehr bemerkenswerte Regel: Jeder Spieler muss alle<br \/>\nContainer der Farbe, von denen er am meisten gesammelt hat, ersatzlos entfernen. Es geht also nicht<br \/>\nnur darum, m\u00f6glichst viele Waren mit dem h\u00f6chsten Ertrag an Siegpunkten zu sammeln, man muss sich<br \/>\nauch gen\u00fcgend Billigware zulegen, und zwar mehr als von der Lieblingsware, damit sp\u00e4ter beim<br \/>\nZwangsentfernen der h\u00e4ufigsten Farbe nicht die teure Sammlung \u00fcber den Jordan geht. Diese Regel<br \/>\nsorgt daf\u00fcr, dass alle abgelieferten Waren f\u00fcr alle Spieler einen gewissen Wert besitzen, und dass<br \/>\nnicht nur die Waren mit hohen Siegpunktquoten Absatz finden.<\/p>\n<p>Steht mal wieder eine Ladung zur Versteigerung an, muss man zwei gegens\u00e4tzliche Betrachtungen<br \/>\ngenau miteinander abw\u00e4gen: Viele Waren der Lieblingsfarbe sind gut, weil sie viele Siegpunkte<br \/>\neinbringen; viele Waren der Lieblingsfarbe k\u00f6nnen aber auch t\u00f6dlich sein, wenn damit Farbe zur<br \/>\nMehrheitsfarbe wird und bei den Endwertung gestrichen wird. Es kann durchaus sein, dass man eine<br \/>\nLadung f\u00fcr teures Geld ersteigert und dadurch der Siegpunktwert des Zieldepots geringer wird ist,<br \/>\nweil jetzt auf einmal die Warenart mit 10 Siegpunkten pro St\u00fcck die Mehrheit bekommen hat und<br \/>\nentfernt wird. Dumm gelaufen!<\/p>\n<p>Die gleiche \u00dcberlegung muss man auch aus der Sicht der Mitspieler anstellen, um absch\u00e4tzen zu<br \/>\nk\u00f6nnen, ob sie an einer bestimmen Lieferung Interesse haben oder nicht.<\/p>\n<h3>Ausstattung<\/h3>\n<p>Das Spiel ist wundersch\u00f6n ausgestattet. Die Containerschiffchen, mit denen die Waren<br \/>\ntransportiert werden, sind eine wahre Augenweide. Hafenspeicher und Maschinen haben eine gef\u00e4llige<br \/>\nIndustrieform, die Geldscheine aus stabilem Hochglanzmaterial entsprechen von der Qualit\u00e4t her eher<br \/>\neinem langlebigen Quartettspiel als den \u00fcblichen d\u00fcnnen Zahlungsmitteln. Das Regelheft ist ein<br \/>\nhochwertiger Druck und enth\u00e4lt die ausgezeichnet ausgearbeiteten Spielregeln gleich in sechs<br \/>\nSprachen. An allen Ecken und Enden wird sichtbar, dass der Verlag sich gr\u00f6\u00dfte M\u00fche gegeben hat, in<br \/>\nMemoriam von Franz-Benno Delonge, einem der Spielautoren, h\u00f6chsten Spielanspr\u00fcchen zu gen\u00fcgen. Und<br \/>\nwas ist an Spielsubstanz dabei herausgekommen?<\/p>\n<h3>Wertung<\/h3>\n<p>&#8220;Container ist ein schwierig zu meisternden Spiel.&#8221; Das steht schon in der Spielregel.<br \/>\nDer intelligente Spielablauf birgt immer wieder neue \u00dcberraschungen in sich. Er erfordert eine ganz<br \/>\neigene Spielerphilosophie, ein neuartiges sensibles Herangehen an das Spiel. Wichtige<br \/>\nmerkantilistische Grunds\u00e4tze sind beim Spieldesign mutig auf den Kopf gestellt worden.<\/p>\n<ul>\n<li>Ich muss f\u00fcr teures Geld meine Produktionsanlagen ausbauen und kann anschlie\u00dfend mit keinerlei<br \/>\nMa\u00dfnahmen daf\u00fcr sorgen kann, dass der Absatz steigt! Ich kann zwar den Warenpreis auf ein Minimum<br \/>\nherabsetzen, und hoffen, dass dann ein Schleckermaul anbei\u00dft, doch garantieren kann ich das nicht.<br \/>\nWenn ich Pech habe, muss ich mangels Lagerpl\u00e4tzen die Produktion stoppen, nur weil die Konkurrenz<br \/>\nmir nicht aus der Patsche helfen und meine Waren nicht abkaufen will! Und je mehr ich in den Ausbau<br \/>\nder Anlagen investiert habe, desto sicherer komme ich in diese missliche Lage.<\/p>\n<\/li>\n<li>Ich muss f\u00fcr teures Geld die Produktion meiner Konkurrenten aufkaufen und meine<br \/>\nSpeicherkapazit\u00e4t am Hafen damit ersch\u00f6pfen, obwohl ich nicht das geringste daf\u00fcr tun kann, dass<br \/>\nein fremdes Schiff kommt und die Waren aufnimmt. Nat\u00fcrlich kann ich auch hier wieder die Preise auf<br \/>\nein Minimum setzen und hoffen, meine Mitspieler damit anzulocken, aber erzwingen kann ich es nicht.<\/p>\n<\/li>\n<li>Ich kann f\u00fcr teures Geld die Fertigwaren meiner Konkurrenten auf mein Schiff laden, zum Ziel<br \/>\ntransportieren und dort versteigen, doch \u00fcblicherweise bekomme ich sie nicht selber. Ich kann nicht<br \/>\neinmal den Preis entscheidend beeinflussen, denn in der Regel besitzt der Schiffseigner genau zu<br \/>\ndem Zeitpunkt, in dem er eine Ladung auf den Markt bringt, das wenigste Geld. Er musste ja gerade<br \/>\nerst den Preis f\u00fcr die Ladung vorstrecken. Ein gefundenes Fressen f\u00fcr meine Mitspieler: sie bieten<br \/>\nmir einen Appel und ein Ei f\u00fcr meine Fracht und ich muss sie ihnen \u00fcberlassen, weil ich selber kein<br \/>\nGeld mehr habe, um den Appel und das Ei aus eigener Tasche zu bezahlen. Und weil ich dann<br \/>\nzus\u00e4tzlich auch noch der Pr\u00e4mie von der Bank verlustig gehen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/li>\n<li>Ich darf nicht die Warensorten aufladen und transportieren, die ich selber am liebsten am<br \/>\nZielort sehe, sondern andere Waren, um die sich die Konkurrenten rei\u00dft. Auf die von mir<br \/>\ntransportierte Ware sollte ich grunds\u00e4tzlich nicht spekulieren. Daf\u00fcr muss ich hoffen, dass die<br \/>\nKonkurrenz irgendwann einmal meine eigene Lieblingsware in gen\u00fcgender Menge verschifft, so dass<br \/>\nauch ich mein Depot mit dem begehrten Siegpunkt liefernden Stoff f\u00fcllen kann.<\/p>\n<\/li>\n<li>Ich darf meine Transportkapazit\u00e4ten nicht voll aussch\u00f6pfen und meine Schiffe voll beladen,<br \/>\nsondern sollte nur reduzierte, der Finanzkraft meiner Mitspieler angepasste Mengen ans Ziel<br \/>\nbringen. Denn nicht der tats\u00e4chliche Warenwert bestimmt am Ende den Preis, sondern die Barmittel<br \/>\nmeiner Mitspieler. Wenn sie nur wenig haben, k\u00f6nnen sie auch f\u00fcr ein voll beladenes Schiff nur<br \/>\nwenig bieten; das wird leider aber immerhin noch mehr, als ich selber (vern\u00fcnftigerweise) f\u00fcr die<br \/>\nLadung zahlen sollte.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Spielz\u00fcge macht man mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Man muss von<br \/>\nder Konkurrenz kaufen und f\u00fcr die Konkurrenz transportieren und hoffen, dass die Konkurrenz genauso<br \/>\nselbstlos kauft und transportiert, damit jeder ein paar Ladungen in seine Zielwertung bekommt. Man<br \/>\nvergleiche dieses Prinzip von Weltwirtschaft mal mit den Grundz\u00fcgen unseres Flagschiffs<br \/>\n&#8220;1830&#8221;, wo jeder beim Bauen und Ausbeuten der lukrativsten Verkehrsverbindungen in jedem<br \/>\neinzelnen Schritt absolut Herr seiner eigenen gewinntr\u00e4chtigen Z\u00fcge ist. Bei &#8220;1830&#8221; ist<br \/>\nalles Schalten und Walten, bei &#8220;Container&#8221; alles viel mehr Aussitzen und Abwarten.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich funktioniert &#8220;Container&#8221; bei klugen, weltgewandten Leuten, die<br \/>\nwissen, dass von einem funktionierenden Wirtschaftskreislauf alle profitieren. Bei Leuten, die<br \/>\nfrohen Herzens ihren Konkurrenten die Taschen voller Geld stopfen, weil sie wissen, dass dann<br \/>\nnotgedrungen auch f\u00fcr sie wieder etwas abf\u00e4llt. Es hilft dabei das gepriesene Wissen der biblischen<br \/>\nKanaaniterin: &#8220;Gewiss, Herr, wir H\u00fcndlein n\u00e4hren uns doch von den Brosamen, die vom Tisch<br \/>\nunserer reichen Mitspieler herunterfallen.&#8221; Wer freiwillig das Kreuz des H\u00fcndleins auf sich<br \/>\nnimmt und seinen Mitspielern die Rolle der Herren \u00fcberl\u00e4sst, der bringt &#8220;Container&#8221; in<br \/>\nSchwung. Hoffentlich finden sich dann gen\u00fcgend weitere H\u00fcndlein, die uns wieder zu Herren<br \/>\nmachen.<\/p>\n<div id=\"ratingblock\" class=\"ratingblock\">\n<script type=\"text\/javascript\" language=\"javascript\">\n<!--\nsndReq(0, createID(), 10);\n\/\/-->\n<\/script>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Franz-Benno Delonge Thomas Ewert Verlag Valley Games erschienen 2007 Spielerzahl 3-5 Spieldauer 90 Minuten Wertung Container &#8220;Container&#8221; ist ein Wirtschaftsspiel f\u00fcr 3-5 Spieler, die mit ihren Schiffen Waren \u00fcber die Weltmeere transportieren um aus den Warenerl\u00f6sen die meisten Siegpunkte zu erwirtschaften. Der Warenverkehr l\u00e4uft in vier Phasen ab, die von den Spielz\u00fcgen der Spieler &hellip; <a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/02\/09\/container\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Container<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3720","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-spieleabende"],"views":4,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3720"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3720\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}