{"id":3728,"date":"2008-06-14T12:00:00","date_gmt":"2008-06-14T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/06\/14\/senji\/"},"modified":"2008-06-14T12:00:00","modified_gmt":"2008-06-14T10:00:00","slug":"senji","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/06\/14\/senji\/","title":{"rendered":"Senji"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<table style=\"float:right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td>\n<table cellpadding=\"10\" border=\"0\">\n<tr>\n<td>\n<div class=\"img-shadow\"><a href=\"dispgame.php?&amp;gameid=680\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/senji_t.jpg\" border=\"0\" alt=\"cover\"\/><\/a><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">Bruno Cathala<br \/>Serge Laget<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\">Asmod\u00c3\u00a9e<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2008<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">3-6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spieldauer<\/td>\n<td align=\"right\">90\u00a0Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wertung<\/td>\n<td align=\"right\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" border=\"0\" alt=\"red star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" border=\"0\" alt=\"red star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" border=\"0\" alt=\"red star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" border=\"0\" alt=\"red star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" border=\"0\" alt=\"gray star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" border=\"0\" alt=\"gray star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" border=\"0\" alt=\"gray star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" border=\"0\" alt=\"gray star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" border=\"0\" alt=\"gray star\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" border=\"0\" alt=\"gray star\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/21782\" target=\"_blank\">Senji<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">rezensiert von Walter Sorger<\/p>\n<p>&#8220;Senji ist in seiner Gesamtheit in drei Teile geteilt&#8221; h\u00e4tte der junge Caesar<br \/>\nformuliert, wenn es das Spiel damals schon gegeben h\u00e4tte. Es besteht aus den beiden gegenl\u00e4ufigen<br \/>\nVerhaltenweisen von kriegerischer Eroberung und friedlicher Blumenkunst, die durch das dritte<br \/>\nElement Diplomatie zusammengehalten werden.<\/p>\n<p>Als Geographie sind die japanischen Inseln untergelegt. Wir sind Daimyos (Lokalf\u00fcrsten) und<br \/>\nlegen uns Samurais (Krieger) zu, um damit am Ende das Shogunat (Milit\u00e4rherrschaft) zu erringen. Der<br \/>\nKaiser spielt nur eine Nebenrolle, er bestimmt lediglich die Reihenfolge, in der die Aktionen der<br \/>\nSpieler ausgef\u00fchrt werden. Und er bekommt eine richtige dicke Sanduhr, mit der er \u00fcberwacht, da\u00df<br \/>\ndie Denk- und Diplomatie-Phasen in jeder Runde nicht zu lange dauern. (Eine wohlweise Einrichtung,<br \/>\ndie wir schon bei vielen anderen Spielen vermi\u00dft haben.)<\/p>\n<p>In der Startaufstellung werden alle Provinzen gleichm\u00e4\u00dfig unter die Spieler verteilt. Pro<br \/>\nProvinz darf ein Spieler eine von drei verschiedenen Aktionen ausf\u00fchren:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>zwei neue Krieger anwerben,\n<\/li>\n<li>beliebig viele Krieger zu einem Kriegszug in Bewegung setzen,\n<\/li>\n<li>zwei Blumenkarten ziehen.<\/li>\n<\/ol>\n<h4>Militarismus<\/h4>\n<p>Mit diesen Zugm\u00f6glichkeiten ist &#8220;Senji&#8221; zun\u00e4chst mal ein traditionelles Kriegsspiel um<br \/>\nterritoriale Ausbreitung und Siegpunkte. Das Ergebnis eines Kriegszuges wird durch W\u00fcrfeln<br \/>\nbestimmt. Dieser Steinzeit-Totschlag-Mechanismus ist vom Prinzip her bereits seit<br \/>\n&#8220;Risiko&#8221; bekannt; er ist \u00fcber viele Empire-Varianten bis in die Neuzeit hin noch nicht<br \/>\nwesentlich zivilisierter geworden.<\/p>\n<p><span class=\"img-shadowr\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/senji_b1.jpg\" width=\"250\" height=\"396\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/span>&#8220;Senji&#8221; hat f\u00fcr die K\u00e4mpfe eigene Hexaw\u00fcrfel gestaltet und raffinierte<br \/>\nEntscheidungsregeln ausgekl\u00fcgelt, in denen die Anzahl der operierenden Milit\u00e4reinheiten, die<br \/>\neingesetzten Samurais, Milit\u00e4r-Allianzen und Sonderkarten einflie\u00dfen. In jedem Kriegszug geht es um<br \/>\nAlles oder Nichts. Unabh\u00e4ngig von der W\u00fcrfeldifferenz mu\u00df der unterlegene Spieler alle seine<br \/>\neingesetzten Milit\u00e4reinheiten vom Spielbrett nehmen und die umk\u00e4mpfte Provinz seinem Gegner<br \/>\n\u00fcberlassen. Der Sieger erh\u00e4lt die Provinz und zus\u00e4tzlich doppelt soviel Siegpunkte wie abgemurkste<br \/>\neigene und gegnerische Einheiten.<\/p>\n<p>Diese Siegpunkte sind aber teuer erkauft, denn auch der Sieger mu\u00df genauso viele<br \/>\nMilit\u00e4reinheiten vom Brett nehmen wie der Unterlegene. Es sind also lauter Pyrrhus-Siege, die wir<br \/>\nda erringen. Wir schw\u00e4chen mit jedem Kriegzug unsere eigene Machtposition und werden dann umso<br \/>\nleichter ein Opfer des lachenden dritten Spielers, der problemlos in die leeren R\u00e4ume<br \/>\nnachst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Die Eroberung einer schwach verteidigten Provinz ist nahezu gefahrlos, sie bringt daf\u00fcr auch<br \/>\nkeine unmittelbaren Siegpunkte, sondern sie zahlt sich erst in der Zukunft aus, wenn wir in<br \/>\nsp\u00e4teren Runden unsere Aktionen daf\u00fcr ausf\u00fchren d\u00fcrfen.<\/p>\n<h4>Flowerpower<\/h4>\n<p>Der zweite, friedliche Teil von &#8220;Senji&#8221; sind die Blumenkarten (Hanafuda). Dies sind<br \/>\nKarten in verschiedenen Farben mit verschiedenen Zahlen und unterschiedlichen Motiven, von denen<br \/>\nwir pro Runde und pro Provinz zwei St\u00fcck vom gemeinsamen verdeckten Stapel ziehen und auf die Hand<br \/>\nnehmen d\u00fcrfen. Bestimmte Kombinationen dieser Blumenkarten werden direkt in Siegpunkte umgetauscht,<br \/>\nz. B. bringen vier verschiedene Blumenkarten vier Siegpunkte ein, acht verschiedene Blumenkarten<br \/>\nbringen zw\u00f6lf Siegpunkte ein, und zw\u00f6lf verschiedene Blumenkarten bringen 24 Siegpunkte ein. Der<br \/>\nrelative Wert einer Blumenkarte steigt hier von einem Punkt pro Karte bis zum Maximum von zwei<br \/>\nPunkten pro Karte.<\/p>\n<p><span class=\"img-shadow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/senji_b2.jpg\" width=\"250\" height=\"360\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/span><\/p>\n<p>Mit Siegpunkten werden auch Sammlungen von Blumenkarten einer bestimmten Farbe oder bestimmter<br \/>\nMotive honoriert. Wer das Gl\u00fcck hat, sich vier von den acht Sonnenkarten aus den insgesamt 96<br \/>\nKarten herauszufischen, bekommt sogar drei Siegpunkte pro Karte.<\/p>\n<p>Die Saulusse unter den Paulussen k\u00f6nnen sich erst friedlich eine Reihe von Blumenkarten mit<br \/>\nblauen Schleifen zulegen, um sie dann pl\u00f6tzlich in Samurais zu verwandeln und damit einen Krieg vom<br \/>\nZaun zu brechen.<\/p>\n<p>Will man Blumenkarten in Siegpunkte umtauschen, sollte man sie nat\u00fcrlich auf den Maximalwert hin<br \/>\nansparen. Das ist nicht allzu schwer, denn die Zahl der Karten in unserer Hand ist nicht begrenzt.<br \/>\nWir k\u00f6nnen von Anfang bis Ende alle gezogenen Blumenkarten auf der Hand behalten und sie erst im<br \/>\nallerletzten Augenblick in Siegpunkte umsetzen. Dies ist mit Sicherheit ein vern\u00fcnftiges Vorgehen.<br \/>\nZwei Serien von 12 verschiedenen Blumenkarten bedeuten so gut wie den Sieg, denn sobald der erste<br \/>\nSpieler 60 Siegpunkte erreicht hat, ist die letzte Runde eingel\u00e4utet. Zweimal 24 Punkte sind aber<br \/>\nbereits 48 Punkte und zusammen mit den mehr oder weniger nachgeworfenen Kleckerlespunkten aus<br \/>\nanderen Spieleffekten hat man damit spielend das vorgeschriebene Limit \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>F\u00fcgen wir hier mal eine kurze Betrachtung der Effizienz von FlowerPower gegen\u00fcber dem<br \/>\nKriegshandwerk ein. Einen Kriegszug sollte man (als Angsthase) nur mit einer milit\u00e4rischen<br \/>\n\u00dcberlegenheit von etwa 2:1 beginnen. Um eine Einheit eines Gegners zu vernichten ben\u00f6tigt man<br \/>\ndemnach zwei Einheiten. Daf\u00fcr verbraucht man insgesamt zwei Aktionen: eine um die beiden Krieger<br \/>\nzur Welt zu bringen und eine Aktion, um sie in Bewegung zu setzen. Als Ergebnis springen ganze vier<br \/>\nSiegpunkte heraus. Unter der Ber\u00fccksichtigung, da\u00df nach der Schlacht noch ein Krieger (= \u00bd Aktion)<br \/>\n\u00fcbrigbleibt, bringt die Kriegf\u00fchrung etwa 2,7 Siegpunkte pro Aktion ein.<\/p>\n<p>Dagegen ist eine Blumenkarte grob gesch\u00e4tzt durchschnittlich etwa 1,75 Siegpunkte wert. Pro<br \/>\nAktion erwirbt man zwei Blumenkarten, eine Blumen-Aktion bringt demnach ca. 3,5 Siegpunkte ein.<br \/>\nLohnt sich demgegen\u00fcber da noch der Krieg? Das ist die gro\u00dfe Frage von &#8220;Senji&#8221;! Zurzeit<br \/>\nneige ich dazu, diese Frage zu verneinen. Damit w\u00e4re &#8220;Senji&#8221; aber nur noch ein besseres<br \/>\nQuartett-Spiel.<\/p>\n<h4>Diplomatie<\/h4>\n<p>Der dritte und zweifellos bemerkenswerteste Charakter von &#8220;Senji&#8221; ist die Diplomatie.<br \/>\nJeder Spieler bekommt zu Spielbeginn einen Satz von Diplomatiekarten, mit denen er seine Aktionen<br \/>\nunterst\u00fctzen kann:<\/p>\n<p><span class=\"img-shadowr\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/senji_b3.jpg\" width=\"169\" height=\"350\" border=\"0\" alt=\"Sanduhr\"\/><\/span><\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Tauschkarten veranlassen einen Mitspieler, eine beliebige Blumenkarte aus seiner Hand<br \/>\nherzugeben. Tauscht man wechselseitig miteinander Tauschkarten aus, so entspricht das einem<br \/>\nVersprechen zum gegenseitigen Tausch von Blumenkarten. Man darf nicht exakt fordern, welche Art von<br \/>\nBlumenkarte man vom Mitspieler haben m\u00f6chte, man darf nur W\u00fcnsche dazu \u00e4u\u00dfern. Ein gutm\u00fctiger<br \/>\nMitspieler wird vielleicht &#8211; zu gegenseitigem Vorteil &#8211; darauf eingehen, ein b\u00f6sartiger wird einen<br \/>\nge\u00e4u\u00dferten Wunsch aber eher dazu nutzen, diese Kartenart gerade nicht herzugeben. Der ganz normale<br \/>\ndiplomatische Wahnsinn. In jedem Fall wird es mittels Tauschaktionen leichter, die n\u00f6tige Vielfalt<br \/>\nvon Kartenkombinationen zu erzielen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Geiselkarten sind ein Druckmittel gegen den Krieg. Hat mir ein Mitspieler eine Geiselkarte<br \/>\ngegeben und greift er mich sp\u00e4ter trotzdem an, kann ich seine Geisel vernichten und daf\u00fcr eine<br \/>\nfestgelegte Anzahl von Siegpunkten gutgeschrieben bekommen, und mein Kriegsverbrecher erh\u00e4lt eine<br \/>\nentsprechende Anzahl von Siegpunkten abgezogen. Unter welchen Umst\u00e4nden ich freiwillig eine<br \/>\nGeiselkarte weitergeben soll, da\u00df mu\u00df noch erforscht werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>Allianzkarten haben einen Einflu\u00df auf das Kampfw\u00fcrfeln. Sie bewirken ein Verschieben des<br \/>\nW\u00fcrfelergebnisses zu Gunsten des Kartenbesitzers und k\u00f6nnen die knappe materielle Mehrheit eines<br \/>\nAngreifers schon mal zum Scheitern bringen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie funktioniert die Diplomatie in &#8220;Senji&#8221;? K\u00f6nnen Spieler, die notgedrungen<br \/>\naufeinander einschlagen sollen, gleichzeitig in friedlicher Koexistenz Blumen austauschen? Welches<br \/>\nist der Motor f\u00fcr eine bl\u00fchende Diplomatie? WARUM soll ich mich WIE diplomatisch bet\u00e4tigen? Hier<br \/>\nempfinde ich einen erheblichen Aufkl\u00e4rungsbedarf.<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"a\">\n<li>\u00dcber Sinn und Unsinn von Tauschaktionen haben wir im Zusammenhang mit der Rezension zu<br \/>\n&#8220;<a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Reviews\/dispgame.php?&amp;gameid=163\">Kathai<\/a>&#8221; hier auf unserer Internetseite schon einmal ausf\u00fchrlich diskutiert. Ein<br \/>\nTausch ist meistens ungleich, ein Spieler profitiert davon mehr als der andere, und selbst wenn man<br \/>\nals unterlegener Tauscher immer noch besser steht als ein Nicht-Tauscher, so fragt man sich doch,<br \/>\nwarum man u.U. einem Konkurrenten die zw\u00f6lfte Karte f\u00fcr seinen 24-Punkte-Profit hergeben soll, wenn<br \/>\nman selber h\u00f6chstenfalls 16 Punkte zusammenkratzen kann. Nur mit einer Loser-Mentalit\u00e4t, wenn man<br \/>\nschon mit einer simplen Platz-Verbesserung zufriedengestellt werden kann, wird man freiwillig einem<br \/>\nMitspieler den gr\u00f6\u00dferen Profit \u00fcberlassen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Unter welcher Voraussetzung gebe ich einem Mitspieler eine Geiselkarte? Ich werde dadurch in<br \/>\nmeiner Kriegf\u00fchrung einschr\u00e4nkt und erhalte im Gegenzug daf\u00fcr nichts. Es sei denn, ich bekomme vom<br \/>\ngleichen Spieler eine Geiselkarte in der gleichen H\u00f6he. Doch welchen Sinn macht ein symmetrischer<br \/>\nTausch, wenn jeder von jedem den gleichen Bonus bekommt? Liegt das Geheimnis der Geiselkarten etwas<br \/>\nin einer dunklen Asymmetrie? Sollen mit den Geiselkarten vielleicht gleich zu Beginn des Spieles<br \/>\ndie J\u00e4ger von den Sammlern getrennt werden k\u00f6nnen, und die J\u00e4ger unter sich einen gesicherten<br \/>\nNichtangriffspakt abschlie\u00dfen, w\u00e4hrend die Sammler von Natur aus nicht wissen, wozu man Geiseln<br \/>\nbraucht?<\/p>\n<\/li>\n<li>Allianzkarten zu erwerben ist wohl grunds\u00e4tzlich von Vorteil. Aber warum sollte ich dann eine<br \/>\nhergeben? H\u00f6chstens doch wohl nur auf Gegenseitigkeit. Auch hier gilt: Wenn das alle tun, dann hat<br \/>\nkeiner einen signifikanten Vorteil davon. Dann h\u00e4tte man die Allianzen mit erheblicher<br \/>\nZeitersparnis auch bei Spielbeginn gleich per Zufallsentscheidung unter den Spielern verteilen<br \/>\nk\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sollen etwa die Diplomatiekarten zusammen mit Blumenkarten und Versprechungen und Drohungen und<br \/>\nsonstiger Verhandlungsmasse in ganz individuelle Pakete verschn\u00fcrt werden und diplomatisch unter<br \/>\nden beteiligten Parteien ausgehandelt werden? Beispielsweise: &#8220;Gib mir eine blaue Acht und<br \/>\neine Dreier-Tauschkarte, dann bekommst Du eine Vierer Geisel und mache Dir drei Runden lang den<br \/>\nKaiser!&#8221; Zweifellos tut sich hier ein unersch\u00f6pfliches Bet\u00e4tigungsfeld auf. Geborene<br \/>\nDiplomaten k\u00f6nnen schwelgen in ihren F\u00e4higkeiten zu Manipulation und Eigennutz. Einfachere Gem\u00fcter<br \/>\nsind hier schnell \u00fcberfordert und \u00fcbervorteilt! Wie segensreich, da\u00df es einen guten Kaiser gibt,<br \/>\nder im Interesse seiner Sch\u00e4fchen mit seiner Sanduhr die M\u00f6glichkeiten der W\u00f6lfe in Grenzen<br \/>\nh\u00e4lt.<\/p>\n<div id=\"ratingblock\" class=\"ratingblock\">\n<script type=\"text\/javascript\" language=\"javascript\">\n<!--\nsndReq(0, createID(), 10);\n\/\/-->\n<\/script>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Bruno CathalaSerge Laget Verlag Asmod\u00c3\u00a9e erschienen 2008 Spielerzahl 3-6 Spieldauer 90\u00a0Minuten Wertung Senji rezensiert von Walter Sorger &#8220;Senji ist in seiner Gesamtheit in drei Teile geteilt&#8221; h\u00e4tte der junge Caesar formuliert, wenn es das Spiel damals schon gegeben h\u00e4tte. 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