{"id":3854,"date":"2003-01-29T12:00:00","date_gmt":"2003-01-29T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/01\/29\/spielbericht-vom-29-01-2003\/"},"modified":"2003-01-29T12:00:00","modified_gmt":"2003-01-29T11:00:00","slug":"spielbericht-vom-29-01-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/01\/29\/spielbericht-vom-29-01-2003\/","title":{"rendered":"Spielbericht vom 29.01.2003"},"content":{"rendered":"<h2>Spielbericht vom 29.01.2003<\/h2>\n<p align=\"right\"><a href=\"bericht51e.html\"><b>English version<\/b><\/a><\/p>\n<p><b>Autor<\/b>: Walter<\/p>\n<p><b>am Tisch<\/b>: Hans, G\u00fcnther, Andrea, Moritz, Peter, Walter<\/p>\n<p><b>auf dem Tisch<\/b>: Outpost, Bluff<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li><a name=\"game1\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/1321\" target=\"_blank\">Outpost<\/a><\/b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/outpost_t.jpg\" align=\"right\" width=\"254\" height=\"350\" border=\"0\" alt=\"Outpost box\"\/><br \/>\n<br \/>\nUm mit dem Ende anzufangen: Als nach vier Stunden Spielzeit gegen Mitternacht der Sieger<br \/>\nfeststand, war die Stimmung immer noch genauso sachorientiert und aggressionslos wie am<br \/>\nAnfang. Peter verzichtete auf Kostproben seiner gesammelten Antinomien und ohne<br \/>\nAbschweifungen konnten wir das Spiel \u00fcber die B\u00fchne bringen. Etwas wohlwollend vergaben<br \/>\nwir die Gesamtnote 6,8.<\/p>\n<p> Was ist Outpost f\u00fcr ein Spiel? Der ganzen blumigen Sprache in der Spielanleitung zum<br \/>\nTrotz ist es lediglich ein ganz normales Wirtschafts- und Auktionsspiel. Dass die<br \/>\nSzenerie in den Weltraum verlegt wird, und wir zu Kommandeuren einer Au\u00dfenstation im<br \/>\nWeltraum ernannt werden, \u00e4ndert nichts am Spielprinzip: Jeder bietet um Aufbaukarten<br \/>\n(AK), kauft Fabriken, macht damit Erl\u00f6se und reinvestiert seine Einnahmen solange, bis<br \/>\nder ersten Spieler eine bestimmte Menge an Produktionsmitteln erworben und damit das<br \/>\nSpiel gewonnen hat.<\/p>\n<p> Die AKs besitzen nat\u00fcrlich (wie bei Civilization) eine gewisse interne Abh\u00e4ngigkeit: Sie<br \/>\ngeben Bonuspunkte beim Erwerb bestimmter weiterer AKs, sind Voraussetzung zum Kauf von<br \/>\nbestimmten Fabriken oder erweitern den Spielraum von Restriktionen, denen jeder Spieler<br \/>\nunterliegt, z.B. die maximale Anzahl der in den Fabriken besch\u00e4ftigten Mitarbeiter oder<br \/>\ndie maximale Anzahl der in der Hand zur\u00fcckbehaltenen Geldscheine.<\/p>\n<p> Die Geldscheine stellen den Gewinn dar, den eine Fabrik erwirtschaftet, d.h. pro Fabrik<br \/>\nerh\u00e4lt der Besitzer einen Geldschein. Je teurer eine Fabrik ist, desto h\u00f6her ist der<br \/>\nBetrag auf den zugeordneten Geldscheinen. Allerdings ist dieser Betrag nicht jeweils<br \/>\nfeste Zahl, sondern er streut um einen Durchschnittswert herum. Wer Gl\u00fcck hat, zieht f\u00fcr<br \/>\nseine Fabriken hohe Geldscheine, wer Pech hat, eben nicht. Dieses Zufallsprinzip als<br \/>\n&#8220;clever mechanic&#8221; zu bezeichnen (wie es <a href=\"http:\/\/www.gamecabinet.com\/sumo\/Issue9\/Outpost.html\" target=\"_blank\">Mark Green<\/a><br \/>\ntut), ist schon eine sehr freundliche Kommentierung. In meinen Augen f\u00f6rdert es lediglich<br \/>\netwas Chaos.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/outpost_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"386\" height=\"240\" border=\"0\" alt=\"Outpost - Aufbau\"\/> Auch sonst sind der totalen Berechenbarkeit ein paar Riegel<br \/>\n     vorgeschoben; z.B. stehen pro Spielrunde nicht alle AKs zur Verf\u00fcgung, sondern sie<br \/>\n     werden in einer bestimmten Spielphase jeweils erst ausgew\u00fcrfelt. Wer in seinem<br \/>\n     Spielplan auf das falsche Pferd setzt, kann seine anvisierten AKs evtl. mehrere<br \/>\n     Runden lang nicht kaufen.<\/p>\n<p> In welcher Reihenfolge die AKs und die Fabriken optimal ersteigert bzw. gekauft werden<br \/>\nm\u00fcssen, ist noch nicht ermittelt. Gott-sei-Dank. Wenn es anders w\u00e4re, k\u00f6nnte man das<br \/>\nganze Spiel ja sofort vergessen. So kann jeder immer noch nach seiner eigenen besten<br \/>\nGewinnstrategie suchen. Peter sparte von Anfang an eisern auf die Titan-Fabrik. Als er<br \/>\nsie sich dann leisten konnte, war er in bezug auf Anzahl seiner Produktionsmittel schon<br \/>\nsoweit im Hintertreffen, dass er die braven Wasserwerker nicht mehr wesentlich ausstechen<br \/>\nkonnte. Auch Brian Bankler schreibt in seiner <a href=\"http:\/\/www.contrib.andrew.cmu.edu\/usr\/gc00\/reviews\/outpost.main.html\" target=\"_blank\">Analyse<\/a>, dass diese Strategie sich nicht auszahlt. Immerhin wurde Peter noch<br \/>\nDritter.<\/p>\n<p> Moritz hatte auf die AK Scientist spekuliert. Diese Karte ist nicht sehr teuer und<br \/>\nbringt seinem Besitzer pro Spielrunde einen Extra-Geldschein ein. Leider kamen in unserer<br \/>\nRunde die Scientists nur sehr sp\u00e4rlich auf den Markt. Moritz landete mit den anderen<br \/>\nNewcomers Andrea und Walter auf den hinteren Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/outpost_b.jpg\" align=\"right\" width=\"400\" height=\"243\" border=\"0\" alt=\"Westpark Gamers - Gruppenbild mit Dame\"\/> Ich hatte gemeinsam mit G\u00fcnther und<br \/>\n     Hans die naheliegende Wasserwerk-Strategie eingeschlagen, d.h. wir bauten f\u00fcr<br \/>\n     erschwingliche Investitionen unsere Wasser-Produktionsanlagen aus und konnten damit<br \/>\n     schon bald recht gut verdienen. Irgendwie habe ich einmal vergessen einen Bonus<br \/>\n     nicht in Anspruch zu nehmen und einmal habe ich mich beim Bezahlen zu meinen<br \/>\n     Ungunsten geirrt. Schlie\u00dflich habe ich mich dann auch noch beim prophylaktischen<br \/>\n     Ausweiten der Restriktionen verzettelt und es verpasst, mich um h\u00f6herwertige<br \/>\n     Fabriken zu k\u00fcmmern. Zu viele Fehler, um auf der Siegesstra\u00dfe zu bleiben. Hans wurde<br \/>\n     immerhin Zweiter.<\/p>\n<p> G\u00fcnther &#8211; der das Spiel am besten kannte &#8211; konnte im Endeffekt unangefochten den Sieg<br \/>\nf\u00fcr sich verbuchen. Er fing mit den Wasserwerken an, \u00fcbersprang dann die Titan-Phase und<br \/>\nwar mir-nichts-dir-nichts im Besitz von mehreren New Chemicals, die ihm soviel Einnahmen<br \/>\ngew\u00e4hrten, dass er schon mehrere Runden vor Schluss als Sieger feststand. Green&#8217;s<br \/>\nBehauptung, &#8220;the game is remarkably well balanced with the lead changing hands every<br \/>\nturn&#8221; triff absolut nicht unsere Erfahrung. Exponentiell steigern sich die Einnahmen<br \/>\nund wer vorne ist, kann auch mit vereinten Kr\u00e4ften nicht mehr eingeholt werden.<br \/>\nProblemlos konnte G\u00fcnther beide Moon-Bases ersteigern, sobald sie ausgew\u00fcrfelt wurden und<br \/>\nmit 84 Victory Points das Spiel gewinnen.<\/p>\n<p> Westpark Gamers Bewertung: 6,8<\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"game2\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/1134\" target=\"_blank\">Bluff<\/a><\/b><br \/>\n<br \/>\nZum Ausklang gab es noch zwei Runden Bluff. Keine spektakul\u00e4ren Details, Hans konnte sich<br \/>\nzweimal mit relativ viel Masse im Endspiel durchsetzen, einmal gegen Andrea und einmal<br \/>\ngegen mich.<\/p>\n<p> Bemerkenswert ist nur, dass unser Dauersieger Moritz sich nicht mehr so leicht tut, seit<br \/>\nAndrea nicht mehr unmittelbar hinter ihm sitzt. Kann er seine Frau etwa leichter<br \/>\nbeeinflussen als den Rest der Westpark-Gamers? Schaun mer mal!<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spielbericht vom 29.01.2003 English version Autor: Walter am Tisch: Hans, G\u00fcnther, Andrea, Moritz, Peter, Walter auf dem Tisch: Outpost, Bluff Outpost Um mit dem Ende anzufangen: Als nach vier Stunden Spielzeit gegen Mitternacht der Sieger feststand, war die Stimmung immer noch genauso sachorientiert und aggressionslos wie am Anfang. 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