{"id":3868,"date":"2003-05-07T12:00:00","date_gmt":"2003-05-07T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/05\/07\/spielbericht-review-07-05-2003\/"},"modified":"2003-05-07T12:00:00","modified_gmt":"2003-05-07T10:00:00","slug":"spielbericht-review-07-05-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/05\/07\/spielbericht-review-07-05-2003\/","title":{"rendered":"Spielbericht &#038; Review 07.05.2003"},"content":{"rendered":"<h2>Spielbericht &amp; Review 07.05.2003<\/h2>\n<p><b>Autor<\/b>: Walter<\/p>\n<p><b>am Tisch<\/b>: Aaron, Andrea, G\u00fcnther, Hans, Moritz, Peter und Walter<\/p>\n<p><b>auf dem Tisch<\/b>: Outpost, 6-Tage-Rennen, Bluff<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li><a name=\"game1\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/1321\" target=\"_blank\">Outpost<\/a><\/b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/outpost_t.jpg\" align=\"right\" width=\"254\" height=\"350\" border=\"0\" alt=\"Outpost\"\/>\n<p>Eine lauschige Mai-Nacht auf der Terrasse am Westpark bedeutet schon eine deutlich<br \/>\nerh\u00f6hte Lebensqualit\u00e4t. Wenn dazu noch alle WPGs versammelt sind und wir mit Lust und<br \/>\nLaune unsere Spielsession durchziehen k\u00f6nnen, kann ich nur konstatieren: &#8220;La vita e<br \/>\nbella!&#8221; Auch wenn die hohe Teilnehmerzahl eine Einschr\u00e4nkung in der Spieleauswahl<br \/>\nmit sich bringt.<\/p>\n<p> Mit Outpost fing der Abend an. Zu Einzelheiten der Spielregeln verweise ich auf unseren<br \/>\nSession-Report vom <a href=\"bericht51.html#game1\">29.1.2003<\/a> oder auf die Literatur im<br \/>\nInternet. Hier will ich zun\u00e4chst mal ein paar Tips abgeben, die aufzeigen, dass dieses<br \/>\nSpiel in jedem Fall sehr stark strategisch orientiert ist und nicht so sehr vom Zufall<br \/>\nabh\u00e4ngt, der einem bei der Zuteilung der Gewinn-Scheine innerhalb gewisser<br \/>\nSchwankungsbreiten bevorzugen oder benachteiligen kann.<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Verachtet mir die kleinen Karten nicht. Leistet euch bei jeder Gelegenheit auch<br \/>\nMitarbeiter f\u00fcr die Erz-Gruben. Die jeweiligen Einnahmen zwischen 1 und 5 Dollar sind<br \/>\nbesser als gar nichts. Und wenn dieser Betrag jede Runde ausgesch\u00fcttet wird, summiert er<br \/>\nsich schnell weit \u00fcber die zehn Dollar hinaus, die f\u00fcr einen Arbeiter ausgegeben werden<br \/>\nm\u00fcssen.<\/p>\n<p> Auch in der Endphase sind die kleinen braunen Erz-Karten n\u00fctzlich, dienen sie doch<br \/>\nvorz\u00fcglich dazu, die geforderten runden Summen f\u00fcr alle Arten von Anschaffungen exakt<br \/>\naufzubringen, ohne unn\u00f6tige \u00dcberzahlungen machen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Spart kein Geld! Bis auf die Schlu\u00dfrunden lohnt sich das in den seltensten F\u00e4llen.<br \/>\nJeder ist in der Lage, mit seinen laufenden Runden-Einnahmen die f\u00fcr ihn notwendigen<br \/>\nInvestitionen zu t\u00e4tigen. Dann lieber mit dem \u00fcbrigen Geld noch einen Mitarbeiter (vor<br \/>\nallem!) oder noch ein Wasserwerk kaufen. Die tragen bereits in der n\u00e4chsten Runde Fr\u00fcchte<br \/>\nund haben sich in k\u00fcrzester Zeit amortisiert.<\/p>\n<\/li>\n<li>Kauft immer die teuersten Fabriken, die ihr euch von euerem aktuellen<br \/>\nRunden-Einkommen leisten k\u00f6nnt. (Spart aber nicht darauf; siehe oben.) Je teurer die<br \/>\nFabriken, desto h\u00f6her der relative Ertrag. Eine Erzgrube kostet einschlie\u00dflich Arbeiter<br \/>\n20 Dollar und bringt durchschnittlich 3 Dollar, das sind 15% Rendite. Ein Wasserwerk<br \/>\nbringt bei 7 Dollar Einnahmen rund 21% Rendite, eine Titanfabrik bei 10 Dollar Einnahmen<br \/>\netwa 23%. So steigt das immer weiter, auch wenn die Kosten f\u00fcr die notwendige<br \/>\nInfrastruktur (Sonderkarten) anteilig ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Geht nicht zu fr\u00fch auf Titan aus, denn dazu m\u00fc\u00dft ihr vorher noch die notwendige Heavy<br \/>\nMachinery Investition t\u00e4tigen, die euch finanziell bemerkbar zur\u00fcckwirft. Wenn man diese<br \/>\nAnschaffung n\u00e4mlich voll in die Renditenrechnung der ersten Titan-Fabrik eingehen l\u00e4\u00dft,<br \/>\nso wirft diese nur gut 15% ab, daf\u00fcr steht dieser Wert f\u00fcr jede weitere Titan-Fabriken<br \/>\ndann bei 25%.<\/p>\n<\/li>\n<li>Kauft die fr\u00fchen Sonderkarten genau in der Reihenfolge, wie ihr sie braucht. Nodule<br \/>\ngeht vor Warehouse, denn die Mitarbeiterzahl m\u00fc\u00dft Ihr konsequent nach oben fahren k\u00f6nnen.<br \/>\nDagegen bringt ein erweitertes Handlimit gar nichts, da ihr eure Einnahmen sowieso<br \/>\nkonsequent wieder reinvestiert.<\/p>\n<\/li>\n<li>Achtet in jedem Fall auf die gerade im Handel befindlichen, und auf die jeweils noch<br \/>\nverf\u00fcgbaren Sonderkarten. Ihr braucht unbedingt eine M\u00f6glichkeit, eure Mitarbeiter-Anzahl<br \/>\nzu erh\u00f6hen, d.h. ihr braucht ein Nodule. \u00dcberla\u00dft diese nicht eueren Konkurrenten f\u00fcr<br \/>\nbilliges Geld. Oder deckt euch damit ein, sobald sie wohlfeil sind.<\/p>\n<\/li>\n<li>Es gibt f\u00fcr jeden Spieler genau einen optimalen Zeitpunkt f\u00fcr den Erwerb eines<br \/>\nNodules: Ihr m\u00fc\u00dft schon am oberen Mitarbeiter-Limit sein und solltet \u00fcber gute Eink\u00fcnfte<br \/>\nverf\u00fcgen, d.h. 3 Wasserwerke und 2 Titan-Fabriken besitzen. Ist das allgemeine Interesse<br \/>\nan den Nodules sehr hoch und sie gehen weg wie warme Semmeln, m\u00fc\u00dft auch ihr schneller<br \/>\nzugreifen. Dann sind simple 4-5 Wasserwerke eine ausreichende Finanz-Basis. Man sollte<br \/>\nsie leicht nach 5 Runden erreicht haben k\u00f6nnen, w\u00e4hrend die Titanisten dazu mindestens 2<br \/>\nRunden l\u00e4nger brauchen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Sind euch aus wohl kalkulierten Finanzbetrachtungen aber alle Nodules durch die<br \/>\nLappen gegangen, dann m\u00fc\u00dft ihr schleunigst Robots anstreben, um die fehlenden Arbeiter<br \/>\ndurch Roboter ersetzen zu k\u00f6nnen. Liegen keine Robots vor, dann hilft nur noch die<br \/>\nOutpost-Karte.<\/p>\n<\/li>\n<li>Ein kleiner psychologischer Trick beim Versteigern der Sonderkarten: Seid ihr erste<br \/>\nin der Spielerreihenfolge, dann bietet auf Karten, die ihr zwar gebrauchen k\u00f6nntet, die<br \/>\naber nicht unbedingt eurer vorrangiges Wunschobjekt sind. Der Mensch ist auf nichts so<br \/>\ngierig wie auf das, was die anderen haben wollen. Wenn er einem etwas Wegschnappen kann,<br \/>\nverliert er dabei leicht die rationale Kontrolle \u00fcber sein Handeln. Ergebnis: der gierige<br \/>\nErwerber hat erstens erh\u00f6hte Summen ausgegeben und scheidet zweitens auf grund seiner<br \/>\ngeschw\u00e4chten Finanzkraft als Konkurrent f\u00fcr das wahre Objekt euerer Begierde aus. (Aber<br \/>\ndas wissen sicherlich schon alle!)<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>In den fortgeschrittenen Runden gibt es dann mehr Finanzk\u00e4mpfe um die Art zu<br \/>\nersteigernder Karten, um die taktische Beteiligung daran, um den Preis, auf den man<br \/>\nhochtreibt und dergleichen trockene \u00dcberlegungen. Dazu sind die \u00fcblichen<br \/>\nVersteigerungstechniken zu beachten. Das ist eigentlich alles. Wenig? ZU wenig?<\/p>\n<p> Selten hat ein Spiel in unseren Reihen so gravierende Fronten gezogen zwischen<br \/>\nBef\u00fcrwortern und Gegnern. Moritz war bereits in der Anfangsphase ins Hintertreffen<br \/>\ngeraten und lie\u00df mit wachsendem R\u00fcckstand keinen guten Faden an dem Spiel. 3 vergebene<br \/>\nPunkte dr\u00fccken seine tiefste Verachtung aus. Aaron war auch nicht gn\u00e4diger. Da er der<br \/>\neinzige Neuling war, entzogen sich notwendigerweise viele spielentscheidende Feinheiten<br \/>\nseiner Aufmerksamkeit. Aus diesem Grunde sind seine 3 Punkte noch verst\u00e4ndlich. G\u00fcnther<br \/>\nist ein erfahrener Stratege und deutlichster Propagandist f\u00fcr dieses Spiel. Obwohl er nur<br \/>\nauf einem Mittelplatz landete, vergab er hervorragende 8 Punkte. Dem schlo\u00df ich mich auch<br \/>\nan, obwohl oder weil wir noch in der Lernphase sind. Wenn wir es alle im Detail<br \/>\nverstanden haben, wird es f\u00fcr mich sicherlich einen Teil seines Reizes verlieren.<\/p>\n<p> Es gab hinterher eine erbitterte Diskussion unter den verschiedenen Parteien, die ich<br \/>\nhier unbedingt subjektiv kommentieren m\u00f6chte. Stellvertretend f\u00fcr die Gegner steht der<br \/>\nName Moritz.<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Moritz behauptet, das Spiel sei in den ersten drei Runden entschieden. An der dann<br \/>\nerzielten Reihenfolge werde sich bis zum Ende nichts entscheidendes mehr \u00e4ndern,<br \/>\ninsbesondere ist der F\u00fchrende nicht mehr von seiner Spitzenposition zu vertreiben.<\/p>\n<p>Stellungnahme: Dies ist nur bedingt richtig. Nat\u00fcrlich hat das Spiel exponentiell<br \/>\nsteigende Ums\u00e4tze, wer schon fr\u00fch vorne ist, kann seine Vorteile leicht immer weiter<br \/>\nausbauen. Aber:<\/p>\n<\/li>\n<li style=\"list-style: none\">\n<ol start=\"1\" type=\"a\">\n<li>Normalerweise sind die Unterschiede in den ersten Runden keineswegs gravierend. Wie<br \/>\nf\u00e4ngt denn eine zielgerichtete Outpost-Session unumst\u00f6\u00dflich an?<\/p>\n<p>In der ersten Runde passiert nichts, die Einnahmen zwischen 10 und 15 Dollar reichen f\u00fcr<br \/>\njeden weder zu einem neuen Wasserwerk noch zu einer Erz-Grube plus ben\u00f6tigtem Arbeiter.<br \/>\nIn der zweiten Runde reicht es f\u00fcr jeden genau zu einem Wasserwerk und f\u00fcr einige weinige<br \/>\nGl\u00fcckliche noch zu einem Arbeiter. Bei allen Spielern erl\u00f6sen jetzt die 2 Wasserwerke und<br \/>\ndie 1-2 Erzgruben ca. 20 Dollar. Normalerweise kann sich jeder noch ein drittes<br \/>\nWasserwerk leisten. Aber keinen weiteren Mitarbeiter. Er wirtschaftet in der vierten<br \/>\nRunde mit genau 3 Wasserwerken. Wer extrem Pech hat, erzielt in der dritten Runde nur 13<br \/>\nDollar und kann sich kein weiteres Wasserwerk mehr leisten. Daf\u00fcr aber einen zus\u00e4tzlichen<br \/>\nMitarbeiter. Er wirtschaftet dann mit 2 Wasserwerken, 2 Erzgruben und 4 Mitarbeitern.<br \/>\nDiese Differenz kann nicht sehr gro\u00df sein, alle Spieler liegen nach der vierten Runde<br \/>\nimmer noch sehr dicht beieinander.<\/p>\n<\/li>\n<li>Deutliche Positions-Unterschiede in den ersten Runden sind nicht zufallsbedingt,<br \/>\nsondern resultieren aus deutlichen Fehlern. Nur wer hier gegen elementare Grunds\u00e4tze<br \/>\nverst\u00f6\u00dft, ger\u00e4t ins Hintertreffen. Das ist ein allgemeines Prinzip bei streng<br \/>\nstrategischen Spielen, daran kann ich nichts Anr\u00fcchiges finden.<\/p>\n<\/li>\n<li>Strategische Spiele sind <b>immer<\/b> so, dass Anfangsvorteile ins Ziel gebracht<br \/>\nwerden k\u00f6nnen, und sich nicht irgendwann im Spielablauf in Luft aufl\u00f6sen. Das ist doch<br \/>\nklar! Nur bei stark zufallsabh\u00e4ngigen Spielen oder bei Kingmaker-Spielen ist die<br \/>\nAnfangsposition nicht von Belang. Da versteckt man sich auch mal gerne hinter einer<br \/>\nschwach-erscheinenden Maske, nur um die Neider und K\u00e4mpfer auf andere Kriegsschaup\u00e4tze zu<br \/>\nlocken.<\/p>\n<p> Ich finde es gut so, da\u00df eine erfolgreich erk\u00e4mpfte Spitzenposition auch mit Geschick<br \/>\ngehalten werden kann. Wohlgemerkt: mit Geschick! Nicht quasi von alleine. Auch bei<br \/>\nOutpost mu\u00df der Spitzenreiter immer h\u00f6llisch aufpassen, um auf die gerade anstehenden<br \/>\nHerausforderungen auch angemessen zu reagieren. Seine Konkurrenten k\u00f6nnen ihn bei<br \/>\nVersteigerungen durchaus auch mal bluten lassen. Geschenkt bekommt er nichts. Aber auch<br \/>\nnicht von Spells, Orcs, W\u00fcrfeln oder Kingmakern weggenommen. Das spricht eher f\u00fcr das<br \/>\nSpiel.<\/p>\n<\/li>\n<li>Output hat die sch\u00f6ne Spielregel, da\u00df nach jeder Runde die Gewinnposition der Spieler<br \/>\nermittelt wird und damit die Spielreihenfolge der Spieler bestimmt. Bei uns hat die<br \/>\nReihenfolge unter den ersten 3 Spielern bis zum Schlu\u00df oft genug gewechselt. Auch<br \/>\nKommentare anderer Spielgruppen berichten von diesem Ph\u00e4nomen. Da kann doch an der obigen<br \/>\nBehauptung nicht viel dran sein.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Moritz findet, da\u00df das Spiel zu &#8220;solit\u00e4r&#8221; abl\u00e4uft, d.h. jeder Spieler<br \/>\nwurstelt so vor sich hin, und unter den Spielern findet zu wenig Interaktion statt.<\/p>\n<p>Stellungnahme: Nat\u00fcrlich kennt das Spiel keine Koalitionen, keine K\u00e4mpfe (au\u00dfer bei<br \/>\nVersteigerungen), man kann niemandem berauben, erobern oder totschie\u00dfen. Und wenn es um<br \/>\nden Erwerb von Fabriken und Belegschaften geht, kann jeder unabh\u00e4ngig vom andren f\u00fcr sich<br \/>\nseinen Zug zu Ende f\u00fchren. Aber:<\/p>\n<\/li>\n<li style=\"list-style: none\">\n<ol start=\"1\" type=\"a\">\n<li>Sind Versteigerungen nicht a priori ein Spielelement mit Interaktion, das keineswegs<br \/>\n&#8220;solit\u00e4r&#8221; abl\u00e4uft? Bis der allerletzte Spieler seinen Zug abgeschlossen hat,<br \/>\nkann man bei Outpost an allen Versteigerungen mitmischen (es sei denn, man hat fr\u00fchzeitig<br \/>\nsein Pulver verschossen), die Preise hochtreiben und versuchen, sich selbst noch ein<br \/>\nSchn\u00e4ppchen zu erwerben. Das l\u00e4uft durchaus eine geh\u00f6rige Portion Interaction ab.<\/p>\n<p> Mein lieber Moritz, ich kann sogar b\u00f6sartig feststellen, gerade weil Du dich<br \/>\n&#8220;solit\u00e4r&#8221; mit mir \u00fcber die Qualit\u00e4ten dieses Spieles gestritten hast, hast Du<br \/>\nes verpa\u00dft, in die Versteigerung zwischen Aaron und Andrea einzugreifen. Das war eine<br \/>\nschlichte Fehleinsch\u00e4tzung. (Da\u00df Du dabei regelwidrig ganz \u00fcbergangen wurdest, steht auf<br \/>\neinem anderen Blatt!)<\/p>\n<\/li>\n<li>Auch wenn man nichts mehr erwerben kann, mu\u00df man immer ein Auge darauf werfen,<br \/>\nwelcher Spieler welche Karten f\u00fcr wieviel Geld ersteigert oder nicht bekommen hat. Daraus<br \/>\nkann man ungef\u00e4hr ihre n\u00e4chsten taktischen Ma\u00dfnahmen ableiten, wieviel Geld sie haben und<br \/>\nwelche von den \u00fcbrig gebliebenen Karten einen immer h\u00f6heren Beliebtheitsgrad, sprich<br \/>\nVersteigerungswert haben.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das ist zwar nicht so viel Interaktion, wie wenn ich mit k\u00f6rperlichen und geistigen<br \/>\nDrohgeb\u00e4rden, mit Verlockungen, Versprechungen oder Jammerei die Mitspieler zu meinen<br \/>\nGunsten beeinflussen kann. Aber es ist trockene, strategische Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<table border=\"1\" bordercolorlight=\"gray\" bordercolordark=\"blue\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" align=\"right\">\n<tr>\n<td align=\"center\">Kommentare anschauen\/eingeben<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/ARRW_167.gif\" align=\"absmiddle\" width=\"70\" height=\"29\" border=\"0\" alt=\"\"\/><script type=\"text\/javascript\" src=\"http:\/\/westpark-gamers.de\/feedback.php?type=code&amp;user=westparkgamers&amp;msgid=Outpost%20Tipps\" language=\"JavaScript\">\n<\/script> <noscript>[<a href=\"http:\/\/westpark-gamers.de\/feedback.php?user=westparkgamers&amp;msgid=Outpost%20Tipps\">Kommentieren<\/a>]<\/noscript><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Die unterschiedlichen Meinungen prallten unvermittelt aufeinander. Wenn die laue<br \/>\nMai-Nacht die Gem\u00fcter nicht so euphorisch gestimmt h\u00e4tte, w\u00e4ren unsch\u00f6nen Szenen nicht<br \/>\nausgeblieben. So aber standen immer die gemeinsame Spielfreude und der Wille zur<br \/>\nkonstruktiven Auseinandersetzung im Vordergrund. Hans konnte am n\u00e4chsten Tag sogar das<br \/>\nRes\u00fcmee ziehen: &#8220;Ich fand es einen sch\u00f6nen Abend, gerade weil wir so lebhaft<br \/>\ndiskutierten&#8221;.<\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"game2\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/341\" target=\"_blank\">6-Tage Rennen<\/a><\/b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/6tage_t.jpg\" align=\"right\" width=\"307\" height=\"216\" border=\"0\" alt=\"6-Tage Rennen\"\/><br \/>\n<br \/>\nEs war schon 23 Uhr, und bevor wir uns an ein Absacker-Spiel machten, konnten wir noch<br \/>\nein &#8220;ernsthaftes&#8221; 7-Personenspiel angehen. Wir entschieden uns f\u00fcr das<br \/>\n&#8220;6-Tage-Rennen&#8221;, ein Promotionsspiel des Radrennenveranstalters Holtmann V.I.P.<\/p>\n<p> Eine sehr gute Analyse dazu, die sich absolut mit unseren Erfahrungen deckt, findet man<br \/>\nbei <a href=\"http:\/\/www.fairplay-online.de\/\" target=\"_blank\">Fairplay<\/a>.<\/p>\n<p> Bei 7 Spielern l\u00e4\u00dft es sich nicht vermeiden, da\u00df sich das Feld gleich in der zweiten<br \/>\nRunde auseinanderzieht. Mindestens 3 Spieler stehen nebeneinander auf dem gleichen Feld,<br \/>\nund wem es gelingt, mit einen gro\u00dfen Satz auf dieses Feld zu gelangen, der wird gleich<br \/>\nnochmals um das Dreifache seines Einsatzes weiterbef\u00f6rdert. Das reicht f\u00fcr die erste<br \/>\nSprint-Wertung und manchmal auch noch f\u00fcr die zweite. Dann aber mu\u00df man sparen. Alleine<br \/>\nschafft man das Ziel nicht. Hoffentlich kann sich noch ein weiterer Mitfahrer auf eine<br \/>\n\u00e4hnliche H\u00f6he katapultieren, so da\u00df man dann gemeinsam das Ziel anvisieren kann.<\/p>\n<p> Mir gelang der erste gro\u00dfe Satz \u00fcber insgesamt 21 Felder. Dann kam, o Gl\u00fcck, sogar noch<br \/>\nG\u00fcnther in meine N\u00e4he und wir h\u00e4tten uns gemeinsam absetzen k\u00f6nnen. Ich war aber etwas zu<br \/>\ngeizig. Die gemeinsame Fortbewegungsgeschwindigkeit h\u00e4ngt n\u00e4mlich vom Abstand der beiden<br \/>\nFahrer ab, den ich diesmal einstellen konnte. Weil ich G\u00fcnther nicht die zweite<br \/>\nSprint-Wertung g\u00f6nnte, w\u00e4hlte ich nur einen Abstand von drei Feldern, die uns gemeinsam<br \/>\nzu langsam vorw\u00e4rts brachte; die Meute holte uns wieder ein.<\/p>\n<p> Was ist das Fazit? Das Ergebnis h\u00e4ngt stark von der Reihenfolge an, in der man antritt.<br \/>\nUnd auch von der Gutm\u00fctigkeit eines Mitspielers, einem anderen einen super Zug zu<br \/>\nerm\u00f6glichen. Wer tut das schon?<\/p>\n<table border=\"1\" bordercolorlight=\"gray\" bordercolordark=\"blue\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" align=\"right\">\n<tr>\n<td align=\"center\">Kommentare anschauen\/eingeben<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/ARRW_167.gif\" align=\"absmiddle\" width=\"70\" height=\"29\" border=\"0\" alt=\"\"\/><script type=\"text\/javascript\" src=\"http:\/\/westpark-gamers.de\/feedback.php?type=code&amp;user=westparkgamers&amp;msgid=%36%2dTage%20Rennen\" language=\"JavaScript\">\n<\/script> <noscript>[<a href=\"http:\/\/westpark-gamers.de\/feedback.php?user=westparkgamers&amp;msgid=%36%2dTage%20Rennen\">Kommentieren<\/a>]<\/noscript><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Der Rest ist f\u00fcr mich ziemlich undurchsichtig, zumindest unkalkulierbar. Ganz anders als<br \/>\nein richtiges 6-Tage-Rennen.<\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"game3\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/1134\" target=\"_blank\">Bluff<\/a><\/b><br \/>\n<br \/>\nZum Ausklang gab es noch ein paar Runden Bluff. Im ersten Durchgang schafften wir<br \/>\ngemeinsam 24 F\u00fcnfer, ehe Aaron zu Unrecht anzweifelte und einen W\u00fcrfel abgeben mu\u00dfte.<br \/>\nPeter konnte vor seinem fr\u00fchzeitigen Aufbruch mal wieder gewinnen.<\/p>\n<p> Ansonsten gab es einige entt\u00e4uschte Gesichter bei Spielern mit gl\u00fccklichen W\u00fcrfen, die<br \/>\nihrem Wurf entsprechend hohe Vorgaben machten, die der Nachfolger aber nicht akzeptierte.<br \/>\nDas \u00fcbrige Feld lag auch statistisch ziemlich daneben und als &#8220;gl\u00fccklicher&#8221;<br \/>\nStartspieler mu\u00dfte man gleich drei W\u00fcrfel abgeben.<\/p>\n<table border=\"1\" bordercolorlight=\"gray\" bordercolordark=\"blue\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" align=\"right\">\n<tr>\n<td align=\"center\">Kommentare anschauen\/eingeben<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/ARRW_167.gif\" align=\"absmiddle\" width=\"70\" height=\"29\" border=\"0\" alt=\"\"\/><script type=\"text\/javascript\" src=\"http:\/\/westpark-gamers.de\/feedback.php?type=code&amp;user=westparkgamers&amp;msgid=Bluff%20%28%36%2e%35%2e%30%33%29\" language=\"JavaScript\">\n<\/script> <noscript>[<a href=\"http:\/\/westpark-gamers.de\/feedback.php?user=westparkgamers&amp;msgid=Bluff%20%28%36%2e%35%2e%30%33%29\"><br \/>\nKommentieren<\/a>]<\/noscript><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Moritz kam dabei die Idee, Strategie-Vorschl\u00e4ge zu Bluff zu verfassen! Der Tenor geht in<br \/>\nfolgende Richtung: die eigenen freiwilligen Vorgaben m\u00fcssen so positioniert werden, da\u00df<br \/>\nder Nachfolger sie noch f\u00fcr plausibel h\u00e4lt, der Rest der Runde aber nicht. Das erstere<br \/>\nist leicht, das letztere hingegen nicht. Schaun mer mal.<\/li>\n<\/ol>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spielbericht &amp; Review 07.05.2003 Autor: Walter am Tisch: Aaron, Andrea, G\u00fcnther, Hans, Moritz, Peter und Walter auf dem Tisch: Outpost, 6-Tage-Rennen, Bluff Outpost Eine lauschige Mai-Nacht auf der Terrasse am Westpark bedeutet schon eine deutlich erh\u00f6hte Lebensqualit\u00e4t. 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