{"id":3904,"date":"2003-10-22T12:00:00","date_gmt":"2003-10-22T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/10\/22\/session-report-22-10-2003\/"},"modified":"2003-10-22T12:00:00","modified_gmt":"2003-10-22T10:00:00","slug":"session-report-22-10-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/10\/22\/session-report-22-10-2003\/","title":{"rendered":"Session Report 22.10.2003"},"content":{"rendered":"<h2>Session Report 22.10.2003<\/h2>\n<p><b>at the table<\/b>: Walter, Hans, Aaron, Moritz<\/p>\n<p><b>on the table<\/b>: <b><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/15061\" target=\"_blank\"><font size=\"+1\">Marchants d&#8217;Empire (Merchants Of<br \/>\nEmpire)<\/font><\/a><\/b><\/p>\n<p>Der Spielanleitung gem\u00e4\u00df befinden wir uns, Jahrtausende zur\u00fcck, im Landes des<br \/>\nallm\u00e4chtigen Gottes Phaos. Nach der braunen W\u00fcstenfarbe des Spielfeldes, der Ausstattung<br \/>\nmit Handelsstra\u00dfen und Edelsteinen usw. k\u00f6nnte es aber genausogut im mittelalterlichen<br \/>\nvorderen Orient spielen. Der Name &#8220;Euphrat und Tigris&#8221; war halt schon vergeben<br \/>\nund &#8220;Bagdad&#8221; hat im Augenblick keinen so guten Klang wie zu den Zeiten von 1001<br \/>\nNacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/merchants_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"257\" height=\"226\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Auf den Spielplan sind gr\u00f6\u00dfere und kleinere St\u00e4dte um eine Hauptstadt herum plaziert<br \/>\nund mit Stra\u00dfen verbunden. Zufallsverteilt werden auf einige St\u00e4dte verschiedenfarbige<br \/>\nGlaskugeln (sinnbildlich f\u00fcr Kohle, Bronze, Silber, Edelsteine und Gold) und<br \/>\nVertragskarten gelegt. Die Spieler haben je einen P\u00f6ppel (genannt Karawane), mit dem sie<br \/>\nsich \u00fcber die Handelstra\u00dfen von Stadt zu Stadt bewegen, Glaskugeln aufnehmen und damit<br \/>\ndie Vertr\u00e4ge einl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die Bewegungen der Spieler werden nach dem Robbo-Ralley-Prinzip abgewickelt: Jeder<br \/>\nSpieler besitzt 6 Aktionskarten, die entweder die Richtung vorgeben, in der sich ein<br \/>\nSpieler bewegen will (mu\u00df), oder die eine Handlung anzeigen, die der Spieler in der Stadt<br \/>\nausf\u00fchren will. Die Aktionskarten mu\u00df jeder Spieler f\u00fcr sich ordnen und verdeckt vor sich<br \/>\nhinlegen. In einer Spielrunde werden die Karten dann einzeln in der eingestellten<br \/>\nReihenfolge aufgedeckt und der Spieler f\u00fchrt die entsprechende Aktion aus. Entweder<br \/>\nbewegt er sich oder er nimmt eine Glaskugel auf oder er erf\u00fcllt einen Vertrag.<\/p>\n<p>Als Erf\u00fcllung des Vertrages kann der Spieler:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"a\">\n<li>die Vertragskarte behalten und den aufgedruckten Wert (2-9 Punkte) Kapital<br \/>\ngutschreiben lassen.<\/li>\n<li>die Vertragskarte abgeben und daf\u00fcr einen Tempel errichten, mit dem er sich<br \/>\nhimmlische Sch\u00e4tze erwirbt.<\/li>\n<li>die Vertragskarte abgeben und daf\u00fcr Repr\u00e4sentanten in den umliegenden Gebieten<br \/>\naufstellen, mit denen er seinen politischen Einflu\u00df erweitert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn jeder Spieler seine 6 Aktionskarten aufgedeckt und ausgef\u00fchrt hat, ist eine Runde<br \/>\nvorbei. F\u00fcr jeden erf\u00fcllten Vertrag und f\u00fcr jede Stadt, deren Glaskugeln vollst\u00e4ndig<br \/>\nentfernt wurde, wird gew\u00fcrfelt, wo ein neuer Vertrag bzw. wo ein neuer Satz von<br \/>\nGlaskugeln aufs Spielbrett gebracht wird. Wer Gl\u00fcck hat, bekommt die G\u00fcter dieser Welt<br \/>\ngleich vor die Nase gesetzt; wer Pech hat, mu\u00df erst meilenweit daf\u00fcr gehen.<\/p>\n<p>Nach 12 Runden ist das Spiel zu Ende und es wird der Sieger ermittelt. Hierzu wurde<br \/>\nein bemerkenswertes mehrstufiges Filterverfahren entwickelt, bei dem jeweils immer ein<br \/>\nSpieler durchf\u00e4llt. Der am Schlu\u00df \u00fcbrig bleibende Spieler ist der Sieger. Die ganze<br \/>\nSiegesstrategie besteht also darin, bei allen Ausscheidungskriterien nicht der letzte zu<br \/>\nsein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/merchants_b.jpg\" align=\"right\" width=\"357\" height=\"424\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Als erstes scheidet der Spieler mit den wenigsten Tempeln aus. Dabei z\u00e4hlen nicht alle<br \/>\nTempel gleich, sondern Tempel in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten liefern mehr Punkte. Bei insgesamt<br \/>\nPunktegleichheit scheidet der Spieler mit dem kleinsten Tempel aus. Herrscht auch hier<br \/>\nGleichheit, scheidet der Spieler mit den wenigsten Tempeln aus.<\/p>\n<p>Als zweites verabschiedet sich der Spieler mit dem geringsten politischen Einflu\u00df.<br \/>\nHier gibt es genaue Rechenverfahren, wie die Mehrheit der Repr\u00e4sentanten in den<br \/>\njeweiligen Gebieten in Polit-Punkte umgerechnet wird. Und es gibt ebenfalls Unterregeln,<br \/>\ndie bei Unentschieden angewendet werden m\u00fcssen, um doch noch einen Verlierer zu<br \/>\nbestimmen.<\/p>\n<p>Als dritter und letzter scheidet der Spieler mit dem geringsten Kapital aus. Das<br \/>\nKapital setzt sich aus den gesammelten Vertragspunkten sowie aus einer ganzen Reihe von<br \/>\nanderen Punkten zusammen, die man nach jeder Runde als Monopolist von Glaskugeln erwerben<br \/>\nkonnte. F\u00fcr Unentschieden gibt es hier bis zu 9 Unterkriterien (z.B. die Mehrheit im<br \/>\nBesitz von Glaskugeln einer Farbe), die mit Sicherheit zu einer Endausscheidung f\u00fchren.<br \/>\nWer hier dann die Nase vorn hat, ist Sieger.<\/p>\n<p>Wir habe bei unserem ersten Spiel gleich zwei entscheidende Spielregeln \u00fcbersehen und<br \/>\ndamit unabsichtlich dem Spiel einen Gro\u00dfteil seines gewollten Konkurrenzkampfes<br \/>\ngenommen.<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"a\">\n<li>Es sollen nur dann nur neue S\u00e4tze von Glaskugeln aufs Spielbrett gebracht werden,<br \/>\nwenn ein Satz vollst\u00e4ndig abger\u00e4umt wurde. Wir dagegen haben f\u00fcr jede einzelne abger\u00e4umte<br \/>\nGlaskugel gleich einen neuen Satz plaziert. (Bis der Vorrat leer war!) Das hatte zur<br \/>\nKonsequenz, da\u00df die Glaskugeln nie eine verknappte Ressource darstellten, um die wir<br \/>\nk\u00e4mpfen mu\u00dften. Sie fielen uns eher wie die gebratenen Tauben im Schlaraffenland einfach<br \/>\nso in die H\u00e4nde.<\/li>\n<li>Wenn neue Glaskugeln auf Spielbrett gebracht werden, so soll auf jedem Fall die<br \/>\nHauptstadt eine Portion davon abbekommen (falls sie keine mehr hat). Damit soll der Kampf<br \/>\num das privilegierten Zentrum gef\u00f6rdert werden. Wir verteilten ausnahmslos alle<br \/>\nKugel-S\u00e4tze zuf\u00e4llig \u00fcber das ganze Brett. So erzielten wir nat\u00fcrlich eine viel gr\u00f6\u00dfere<br \/>\nStreuung, und jeder konnte sich ziemlich unbehindert von den Mitspielern ein Gebiet<br \/>\nheraussuchen und es abgrasen.<\/li>\n<li><i>Tats\u00e4chlich waren es sogar drei Fehlinterpretationen, da wir das<br \/>\nEliminierungsverfahren ebenfalls nicht ganz korrekt angewendet haben &#8211; ansonsten h\u00e4tte<br \/>\nich n\u00e4mlich den zweiten statt des dritten Platzes belegt [ah].<\/i><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nur bei Befolgung der Original-Regeln entsteht im Zentrum ein Kampf um Priorit\u00e4ten und<br \/>\nMehrheiten, der ein wesentliches Element dieses Spieles ausmacht. Bei uns waren alle<br \/>\nG\u00fcter in H\u00fclle und F\u00fclle vorhanden und unsere \u00dcberlegungen beim Spielablauf bezogen sich<br \/>\nausschlie\u00dflich auf die komplexen Siegbedingungen. Daf\u00fcr, da\u00df es keine Anzeigetafel gibt,<br \/>\nauf der die Zwischenst\u00e4nde aufgezeichnet sind, tappt jeder Spieler bei seinen Planungen<br \/>\ndoch ziemlich im Dunkeln. So sch\u00e4tzten wir am Ende den Zufallseinflu\u00df dieses Spieles auf<br \/>\nbis zu 70 % ein, ein Wert, der f\u00fcr die trivialen Zugm\u00f6glichkeiten entschieden zu hoch<br \/>\nist. Wir m\u00fcssen das Spiel unbedingt noch mal mit genauer Regelbeachtung wiederholen.<\/p>\n<p>Inzwischen haben wir Marchands d&#8217;Empire noch einmal mit der korrekten<br \/>\nRegelauslegung gespielt. Unsere Erfahrung damit beschreibt Walter <a href=\"bericht82_2.html\" title=\"Link zum 2. Marchands Bericht\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Westpark-Gamers Wertung: 6,25<\/p>\n<div align=\"right\">\u00a9<i>2003, Walter Sorger<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Session Report 22.10.2003 at the table: Walter, Hans, Aaron, Moritz on the table: Marchants d&#8217;Empire (Merchants Of Empire) Der Spielanleitung gem\u00e4\u00df befinden wir uns, Jahrtausende zur\u00fcck, im Landes des allm\u00e4chtigen Gottes Phaos. Nach der braunen W\u00fcstenfarbe des Spielfeldes, der Ausstattung mit Handelsstra\u00dfen und Edelsteinen usw. k\u00f6nnte es aber genausogut im mittelalterlichen vorderen Orient spielen. 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