{"id":3924,"date":"2006-09-23T12:00:00","date_gmt":"2006-09-23T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/09\/23\/flaschenteufel-3\/"},"modified":"2006-09-23T12:00:00","modified_gmt":"2006-09-23T10:00:00","slug":"flaschenteufel-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/09\/23\/flaschenteufel-3\/","title":{"rendered":"Flaschenteufel"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<table align=\"right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/flaschenteufel_t.jpg\" width=\"260\" height=\"405\" border=\"0\" alt=\"Flaschenteufel cover\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">G\u00fcnter Cornett<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.bambusspiele.de\/\" target=\"_blank\">Bambus<br \/>\nSpieleverlag<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2003 (1995)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">3-4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spieldauer<\/td>\n<td align=\"right\">45 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wertung<\/td>\n<td align=\"right\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_gray.gif\" alt=\"pic\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\">\n<div style=\"text-align: center\">\n<form>\n<p><input style=\"font-weight:bold\" type=\"button\" value=\"im Forum diskutieren\" onclick=\"location.replace('..\/PBLang\/index.php')\"\/><\/p>\n<\/form>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/14851\" target=\"_blank\">Flaschenteufel<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">Spieltipps von Walter Sorger<\/p>\n<p>Vom ersten Tag an in seinem nunmehr 10 j\u00e4hrigen Leben hat dieses kleine Kartenspiel die Kritiker<br \/>\nbegeistert. &#8220;Au\u00dfergew\u00f6hnliches Stichspiel&#8221; &#8211; &#8220;f\u00fcr anspruchsvolle Spieler&#8221; &#8211;<br \/>\n&#8220;eine der besten und originellsten Kartenspielideen der letzten Jahre&#8221;, so t\u00f6nen die<br \/>\nLobeshymnen.<\/p>\n<p>Jeder Spieler bekommt eine Handvoll Karten in den Farben rot, blau und gelb ausgeteilt, auf<br \/>\ndenen die Zahlen 1 bis 37 stehen. Wie in Stichspielen \u00fcblich spielt jeder reihum eine Karte zu<br \/>\neinem Stich aus. Die relativ h\u00f6chste Zahl gewinnt den Stich und bringt Siegpunkte ein. Die<br \/>\nSpiegpunkte mehrerer Spiele werden zusammengez\u00e4hlt; am Ende gewinnt, wer zuerst 300 oder 500<br \/>\nSiegpunkte erzielt hat.<\/p>\n<p>Im Begriff &#8220;relativ h\u00f6chste&#8221; liegt der ganze Witz der Spiels. Auf dem Tisch liegt eine<br \/>\n&#8220;Teufelskarte&#8221; mit dem Anfangswert 19. Ist keine der ausgespielten Karten kleiner als die<br \/>\nTeufelskarte, so gewinnt die absolut h\u00f6chste Karte den Stich. Ist eine der ausgespielten Karten<br \/>\nkleiner, so gewinnt die h\u00f6chste Karte, die kleiner ist als die Teufelskarte, den Stich. Im zweiten<br \/>\nFall wird nach dem Stich diese Karte zur neuen Teufelskarte. Der Grenzwert, der Hoch von Niedrig<br \/>\nunterscheidet, sinkt also st\u00e4ndig nach unten, und es wird immer schwieriger, die Teufelskarte zu<br \/>\nunterbieten.<\/p>\n<p>Wer den letzten Stich mit einer Karte kleiner als die Teufelskarte gewonnen hat, hat allerdings<br \/>\nPech gehabt: alle Siegpunkte in seinen Stichen z\u00e4hlen nicht; im Gegenteil er bekommt stattdessen<br \/>\neine Anzahl von Minuspunkten aufgebrummt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/flaschenteufel_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"260\" height=\"135\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Von den \u00fcblichen Stichspielen unterscheidet sich der &#8220;Flaschenteufel&#8221; dadurch, dass es<br \/>\nzwar verschiedene Kartenfarben gibt, aber keine davon eine Trumpffarbe darstellt; die Kartenfarben<br \/>\ndienen lediglich dazu, die Auswahlm\u00f6glichkeiten der Spieler beim Bedienen eines Stichs<br \/>\neinzuschr\u00e4nken und damit den Ablauf \u00fcberschaubarer zu machen. Auch an den Mechanismus, dass sich<br \/>\ndas Stichpotential einer Karte w\u00e4hrend des Spiels st\u00e4ndig \u00e4ndert, muss sich ein erfahrener<br \/>\nSkatbruder erst einmal gew\u00f6hnen. In den ersten Runden kommt einem der Spielablauf zuweilen wie ein<br \/>\nunkalkulierbares Chaos vor. Und wer oft genug auf der Teufelskarte sitzen geblieben ist, oder wer<br \/>\nmit den ausgeteilten &#8220;schlechten&#8221; Karten in seiner Hand keinen einzigen punkte-tr\u00e4chtigen<br \/>\nStich gewonnen hat, der l\u00e4dt Frust \u00fcber Frust auf seine Seele und hadert mit der ungerechten<br \/>\nSchicksalsg\u00f6ttin, die die Karten verteilt. Dann \u00e4u\u00dfert sich gleich die abwertende Kritik:<br \/>\n&#8220;Dieses Spiel ist absolut unbeherrschbar!&#8221;<\/p>\n<p>Wie falsch, wie falsch! Nat\u00fcrlich spielt die Kartenverteilung eine gro\u00dfe Rolle. Es gibt einfach<br \/>\nbessere und schlechtere Kartenbl\u00e4tter. Aber das ist in jedem Stichkartenspiel der Fall; in keinem<br \/>\nKartenspiel der Welt gewinnt der beste Spieler jede Kartenausteilung! Auch nicht beim g\u00f6ttlichen<br \/>\nBridge; doch hier tauchen in den Titellisten der Weltmeisterschaften immer die gleichen Namen auf.<br \/>\nIn einem beherrschbaren Spiel wird wenigstens auf Dauer immer der bessere Spieler die besten<br \/>\nErgebnisse erzielen.<\/p>\n<p>Welche Qualifikationen geh\u00f6ren nun beim &#8220;Flaschenteufel&#8221; zu diesem &#8220;besseren<br \/>\nSpieler&#8221;? Wie in jedem guten Stichkartenspiel: Ein gutes Ged\u00e4chtnis, eine sicheres Einmaleins,<br \/>\neine scharfe Logik und eine ausgepr\u00e4gte Phantasie f\u00fcr die Entwicklung des Spielablaufs. Ohne<br \/>\nbesondere Sortierreihenfolge m\u00f6chte ich im Folgenden ein paar lose Regeln aufz\u00e4hlen, die im<br \/>\n&#8220;Flaschenteufel&#8221; f\u00fcr ein gutes Ergebnis beherrscht und beherzigt sein m\u00fcssen.<\/p>\n<ul>\n<li>Karten mit sehr geringem Stichpotential sind diejenigen mit Werten zwischen 20 und 30 Punkten.<br \/>\nWenn du nicht gerade mit kleinen Karten \u00fcberh\u00e4uft bist, solltest du diese Karten weiter schieben<br \/>\noder in den Teufelsstich geben. Mit kleineren und mit gr\u00f6\u00dferen Werten kannst du viel st\u00e4rker in das<br \/>\nGeschehen eingreifen, Stiche mit Siegpunkten bekommen und damit auch das Abspiel der Farben<br \/>\nbeeinflussen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Ausnahmen von dieser Regel sind die Mittelkarten von roter Farbe, diese solltest du behalten,<br \/>\num deine hohen roten Werte vor dem Zugebenm\u00fcssen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Schiebst du zwei kleine Karten weiter, so gib deinem rechten Nachbarn die niedrigere und dem<br \/>\nlinken Nachbarn die h\u00f6here. Damit sorgst du f\u00fcr den Fall vor, dass dein rechter Nachbar unter Druck<br \/>\ndie geschobene Karte zu einem Stiches ausspielt oder zugibt, und du nicht wei\u00dft, ob du<br \/>\ndrunterbleiben darfst oder eine h\u00f6here Karte abwerfen musst. In jedem Fall kann dein linker Nachbar<br \/>\njetzt nicht risikolos die andere geschobene Karte loswerden, weil er sonst den Stich \u00fcbernehmen<br \/>\nmuss. (Schwierig, schwierig, ich k\u00e4mpfe selber immer noch mit dieser Logik!)<\/p>\n<\/li>\n<li>Merke dir, welche Karte du an welchen Mitspieler weiter geschoben hast. In der Regel werden es<br \/>\nkleine Karten sein. Solange diese Karten noch im Spiel sind, kannst du deine Stich-Taktik darauf<br \/>\naufbauen und du brauchst mit deinen eigenen kleinen Karten den Teufelsstich nicht zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<\/li>\n<li>Spiele dich in einzelne Farben frei; dann gewinnst du gr\u00f6\u00dfere Freiheitsgrade beim sp\u00e4teren<br \/>\nZugeben von Karten und kannst \u00f6fter frei entscheiden, ob du einen Stich gewinnen oder eine<br \/>\ngef\u00e4hrliche Karten loswerden willst.<\/p>\n<\/li>\n<li>Nutze niedrige rote Karten um alle hohen roten Werte in den gegnerischen H\u00e4nden heraus zu<br \/>\ntreiben. Umgekehrt, wirst du deine liebevoll geh\u00fcteten roten 36 und 37 blitzschnell los, wenn die<br \/>\nGegner zur rechten Zeit ihre roten 11er, 14er und 16er Karte ausspielen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Merke dir, welche Karten gefallen sind: Das gilt vor allem f\u00fcr hohe Karten mit Stichpotential.<br \/>\nSolange die h\u00f6chsten Karten noch da sind, solltest du keine fast-h\u00f6chsten Karten ausspielen, um<br \/>\nStiche zu kassieren. Erst musst du mit mittleren Karten die gegnerischen hohen Karten herauslocken.<\/p>\n<\/li>\n<li>Kassiere rechtzeitig die rote 37, solange noch alle Spieler die rote Farbe bedienen k\u00f6nnen und<br \/>\nsie nicht mit einer niedrigeren nicht-roten Karte \u00fcberstechen k\u00f6nnen. Dazu solltest du nat\u00fcrlich<br \/>\nwissen, ob es \u00fcberhaupt noch niedrigere Karten gibt. Hat die Teufelskarte bereits ihren endg\u00fcltigen<br \/>\nniedrigsten Wert, dann solltest du deine hohen Karten mit maximaler Punkteausbeute abspielen.<br \/>\nLetzteres ist zwar auch nicht trivial, aber Standard-Weisheit in jedem anst\u00e4ndigen<br \/>\nStichkartenspiel.<\/p>\n<\/li>\n<li>Hast du in der Startausteilung viele hohe Karten bekommen, so muss du versuchen, den<br \/>\nFlaschenteufel m\u00f6glichst schnell auf einen niedrigen Stand bringen. Erst dann machen \u00fcberwiegend<br \/>\ndie hohen Karten ihre Stiche und deine guten Werte zahlen sich aus.<\/p>\n<\/li>\n<li>Wenn du in der Endphase mit zwei benachbarten kleinen Karten in deiner Hand f\u00fcrchten musst, auf<br \/>\ndem Teufelsstich sitzen zu bleiben, musst du zuerst den kleineren Wert spielen. Wenn du damit den<br \/>\nStich bekommst, dann kannst du wenigstens noch hoffen, im letzten Stich den Flaschenteufel wieder<br \/>\nloszuwerden. Hast du aber den Stich mit der h\u00f6heren der beiden Karten gewonnen, so geh\u00f6rt<br \/>\nunweigerlich auch der letzte Stich und damit der Flaschenteufel dir.<\/p>\n<\/li>\n<li>Bist du Startspieler, so kann die gelbe 18 in deiner Hand mit absoluter Sicherheit den ersten<br \/>\nStich machen. Die blaue 17 ist ebenfalls gut, doch kann sie von der gelben 18 \u00fcberstochen werden,<br \/>\nwenn sich ein Spieler beim Schieben von allen seinen blauen Karten befreit hat. Auch die rote 16<br \/>\nist eine vorz\u00fcgliche Karte f\u00fcr den Startspieler; sie kann selten mit der 17 oder 18 \u00fcberstochen<br \/>\nwerden, weil in der Regel die Mitspieler ihre (hohen) roten Karten behalten haben und die Farbe<br \/>\nbedienen m\u00fcssen. Die rote 16 besitzt dazu noch den Vorteil, dass die Mitspieler beim Farbe-Bedienen<br \/>\nkaum niedrige Karten loswerden k\u00f6nnen und so die Gefahr, mit deinen niedrigen Karten sp\u00e4ter den<br \/>\nTeufelsstich zu bekommen, nicht nennenswert gr\u00f6\u00dfer wird.<\/p>\n<\/li>\n<li>Wenn du als Startspieler alle drei Werte von 16 bis 18 bekommen hast, dann spiele sie von oben<br \/>\nnach unten! So machst Du damit drei sichere Stiche. Allerdings musst du dabei im Auge behalten, ob<br \/>\ndabei die Gegner dabei sehr viele niedrige Kartenwerte abwerfen. Wenn du selbst viele kleine Karten<br \/>\nhast, wird das Risiko, dass du darauf sitzen bleibst, immer gr\u00f6\u00dfer.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine kleine theoretische Frage an den Logiker: Mit welcher Kartenhand kannst du alle Stiche<br \/>\nmachen? Ganz einfach: In einer 4er Runde brauchst du dazu die Karten von 11 bis 18. Du spielst die<br \/>\nKarten konsequent von oben nach unten, d.h. 18, 17, 16 usw. und gewinnst alle Stiche,<br \/>\neinschlie\u00dflich Teufelstich. Am Ende hast du zwar keinen einzigen Punkt gewonnen, die Mitspieler<br \/>\naber auch nicht. Ein Nullsummenspiel im wahrsten Sinne des Wortes (von den Minuspunkten f\u00fcr den<br \/>\nTeufelsstich einmal abgesehen).<\/p>\n<p>Eine kleine praktische Frage an den Logiker: Wenn du in einer 4er Runde tats\u00e4chlich die<br \/>\nwundersch\u00f6ne Kartensequenz von 11 bis 18 bekommen hast, wie spielst du das Blatt? Ganz einfach: du<br \/>\nspielst deine Karten von der 17 an von oben nach unten: 17, 16, 15 usw. und bleibst jedes Mal bei<br \/>\nStich. Das machst du so lange, wie &#8211; nach dem Stich! &#8211; noch mindestens eine niedrigere Karte im<br \/>\nSpiel ist. (Achtung: Die Karten im Teufelsstich musst du hierbei nat\u00fcrlich ber\u00fccksichtigen!) Dann<br \/>\ngehst du mit der 18 vom Stich, lehnst dich zur\u00fcck und l\u00e4sst deine Mitspieler um Rest-Punkte und<br \/>\nRest-Stiche streiten!<\/p>\n<p>Noch eine kleine theoretische Frage an den Logiker: Bei welcher Kartenverteilung bekommst du<br \/>\ngarantiert den Teufelsstich? Mit den Karten von 1 bis 8! Egal in welcher Reihenfolge du deine<br \/>\nKarten ausspielst, am Ende geh\u00f6rt die Teufelskarte dir. Was ist das beste Ergebnis, das du mit<br \/>\ndiesem Blatt erzielen kannst? Theoretisch kannst du alle Stiche bekommen, n\u00e4mlich dann, wenn man<br \/>\ndir mit deiner 8 den ersten Stich \u00fcberl\u00e4sst und du die dann die restlichen Karten von oben nach<br \/>\nunten abziehst. Gl\u00fcck gehabt!<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis weist auf ein realistisches (und zugleich defaitistisches) Vorgehen bei einer<br \/>\n\u00dcberzahl von niedrigen Karten in der Hand hin, mit denen sich der Teufelsstich ziemlich sicher<br \/>\nnicht vermeiden l\u00e4sst: Gewinne mit einer m\u00f6glichst hohen-niedrigen Karten einen der ersten Stiche<br \/>\nund spiele dann die Restkarten von oben nach unten. Damit werden deine Mitspieler relativ wenige<br \/>\nSiegpunkte kassieren.<\/p>\n<p>Jetzt eine kleine theoretische Frage an den Mathematiker: Welche ist die kleinste Karte, die du<br \/>\nin einer 4er Runde als Startspieler ausspielen darfst, ohne damit gleich beim ersten Ausspiel<br \/>\ntodsicher f\u00fcr immer und ewig den Teufelsstich zu bekommen? Das ist 7 plus die Anzahl niedrigerer<br \/>\nKarten in deiner Hand, ggf. minus 1, falls du eine niedrigere Karte in den Teufelsstich gelegt<br \/>\nhast. Bei dieser L\u00f6sung gibt es &#8211; falls alle drei Mitspieler niedrige Karten zugeben und alle drei<br \/>\nunbekannten Karten im Teufelsstich niedrig sind &#8211; mindestens noch eine niedrige Karte im Spiel, die<br \/>\ndie Teufelskarte abl\u00f6sen muss. (Ein anderes Problem in dieser Situation ist nat\u00fcrlich, wie du nach<br \/>\ndiesem Man\u00f6ver deine eigenen niedrigern Karten noch loswirst.)<\/p>\n<p>Aber keine Angst, nur in einer Anf\u00e4ngerrunde l\u00e4ufst du Gefahr, gleich mit dem ersten Stich in<br \/>\nden endg\u00fcltigen Besitz der t\u00f6dlichen Teufelskarte zu gelangen. Nur Anf\u00e4nger sitzen gebannt wie das<br \/>\nKaninchen vor der Schlange vor ihrer Kartenhand, wollen unter allen Umst\u00e4nden ihre kleinen Karten<br \/>\nloswerden und sind erst beruhigt, wenn endlich der Wert der Teufelskarte niedriger ist als die<br \/>\nkleinste Karte in ihrer Hand. Erfahrene Spieler wuchern mit ihren kleinen Karten: Sie nutzen sie<br \/>\ndaf\u00fcr, Stiche und Siegpunkte zu machen. Da wird kein Mitspieler mit einer gelben 1 den &#8211; ansonsten<br \/>\nt\u00f6dlichen &#8211; ersten Stich bekommen. Denn damit w\u00e4re die Teufelskarte f\u00fcr das gesamte restliche Spiel<br \/>\nfestgelegt. Spieler mit Mittelkarten h\u00e4tten ihre Chance leichtfertig vergeben und bek\u00e4men keinen<br \/>\neinzigen Stich, w\u00e4hrend sich der Spieler mit vielen roten 30er Karten schon auf den Punkte-Segen<br \/>\nfreuen kann, der notwendigerweise \u00fcber ihn hereinbrechen wird.<\/p>\n<p>Diese Liste von &#8220;Tips for Tops&#8221; ist keinesfalls ersch\u00f6pfend. Ich will hier aber<br \/>\nabbrechen. Langer Rede kurzer Sinn: Im &#8220;Flaschenteufel&#8221; gibt es eine un\u00fcberschaubare<br \/>\nMenge von guten Spielz\u00fcgen, die ein Spitzenspieler alle kennen und anwenden muss, um gute<br \/>\nErgebnisse zu schreiben. Nicht in jedem einzelnen Spiel, aber in der Summe.<\/p>\n<p>Und wer erst einmal am Rechner \u00fcben will, bevor er sein K\u00f6nnen im Freundeskreis unter Beweis<br \/>\nstellen will, dem sei die Internet-Seite des Spiele-Autors G\u00fcnter Cornett empfohlen. Unter<br \/>\n&#8220;<a href=\"http:\/\/www.flaschenteufel-online.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.flaschenteufel-online.de\/<\/a>&#8221; kann man jederzeit sein Wissen erproben und<br \/>\nvertiefen. Das Spiel ist beherrschbar und gewinnt von Mal zu Mal an Tiefe und Raffinesse. Es kann<br \/>\nsogar s\u00fcchtig machen.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor G\u00fcnter Cornett Verlag Bambus Spieleverlag erschienen 2003 (1995) Spielerzahl 3-4 Spieldauer 45 Minuten Wertung Flaschenteufel Spieltipps von Walter Sorger Vom ersten Tag an in seinem nunmehr 10 j\u00e4hrigen Leben hat dieses kleine Kartenspiel die Kritiker begeistert. &#8220;Au\u00dfergew\u00f6hnliches Stichspiel&#8221; &#8211; &#8220;f\u00fcr anspruchsvolle Spieler&#8221; &#8211; &#8220;eine der besten und originellsten Kartenspielideen der letzten Jahre&#8221;, so t\u00f6nen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/09\/23\/flaschenteufel-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Flaschenteufel<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3924","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-spieleabende"],"views":10,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3924"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3924\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}