{"id":506,"date":"2010-02-25T21:14:52","date_gmt":"2010-02-25T20:14:52","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=506"},"modified":"2010-02-25T21:14:52","modified_gmt":"2010-02-25T20:14:52","slug":"24022010-der-krieg-der-monster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2010\/02\/25\/24022010-der-krieg-der-monster\/","title":{"rendered":"24.02.2010: Der Krieg der Monster"},"content":{"rendered":"<p>Walter begl\u00fcckt gerade die Thail\u00e4nderinnen und deshalb musste ein Ausweichquartier f\u00fcr unseren Spieleabend her, das Moritz \u00fcberraschend schnell anbot. Als bekannter Wargamer w\u00fcrde er vermutlich Walters Abwesenheit nutzen, um endlich wieder ein z\u00fcnftiges Kriegsspiel auf den Tisch zu bringen. Im Spielzimmer lag bereits der Prototyp seines Spiels komplett aufgebaut und als dann noch bekannt wurde, dass Tom, unser heutiger Gast aus Kalifornien, in der R\u00fcstungsindustrie arbeitet, schien alles klar. Doch weit gefehlt. Es sollte ein Fantasy Abend werden.<br \/>\n<strong>1.\u00a0\u00a0 \u00a0Dungeon Lords<\/strong><br \/>\nVlaada Chvatils Spiele stie\u00dfen bei uns bisher auf ein sehr geteiltes Echo \u2013 umso spannender war es, wie uns sein neuestes Werk \u201eDungeon Lords\u201c gefallen w\u00fcrde. Spiele mit einem Fantasy Thema bekommen von Moritz in der Regel einen Sonderbonus, sofern das Thema stimmig umgesetzt ist. \u201eDungeon Lords\u201c kann hier allein schon durch seine Aufmachung punkten: viel sehr sch\u00f6n gestaltetes Material und ein Expansion Set ist auch gleich mit dabei. Die Grafik erschien stelleweise vertraut und gibt Elemente des PC-Spielklassikers \u201eDungeon Keeper\u201c fast 1:1 wieder. Ist das PC-Spiel inzwischen public domain, denn von einer Lizenzvereinbarung fand Moritz nichts in seiner 45 Minuten dauernden Regelerkl\u00e4rung?<br \/>\nAuch der grunds\u00e4tzliche Spielverlauf lehnt sich an \u201eDungeon Keeper\u201c an: es gilt mit kleinen Imps ein Verlies zu bauen und mit Monstern, Fallen und R\u00e4umen zu best\u00fccken. Das alles kostet Geld und Nahrung und tr\u00e4gt dazu bei, dass der eigene Ruf als b\u00f6sester Dungeon Lord stetig steigt. Man hat genau ein Jahr mit vier Jahreszeiten (= Z\u00fcge) Zeit, seinen Dungeon so zu pr\u00e4parieren, dass die zum Jahreswechsel auftauchenden Helden m\u00f6glichst schon am Verlieseingang erfolgreich gefangen genommen werden k\u00f6nnen. Dabei locken nat\u00fcrlich die b\u00f6sesten Dungeon Keeper die\u00a0 st\u00e4rksten Ritter an. Und ist der Ruf so richtig schlecht, kommt das einer Einladung eines m\u00e4chtigen Paladins gleich, der die \u00fcbrigen Helden verst\u00e4rkt. Jetzt zeigt sich, ob man die richtigen Monster und Fallen eingekauft hat, um die Heldenhorde erfolgreich das Erforschen des Verlieses zu verwehren.<br \/>\nEin sch\u00f6ner, eleganter Spielmechanismus ist die Auswahl der Aktionen, die man in jeder Jahreszeit in seinem Dungeon durchf\u00fchren m\u00f6chte. Acht Aktionenm\u00f6glichkeiten gibt es, von denen man jeweils drei frei ausw\u00e4hlt. Zwei dieser Aktionen sind dann in der n\u00e4chsten Jahreszeit gesperrt, so dass neben der Planung des Verliesausbaus auch die Planung der Aktionsreihenfolge gut durchdacht sein will. Nicht nur, weil Aktionen eine ganze Runde lang nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen sondern auch weil die Aktionsplanung der anderen Spieler Einfluss auf die eigenen M\u00f6glichkeiten hat, denn nur drei Spieler k\u00f6nnen eine bestimmte Aktion durchf\u00fchren, ein eventuell viert geht immer leer aus. Dieses Spielelement erzeugt die einzige Spielerinteraktion und bringt eine geh\u00f6rige Portion Mitspielerchaos ein.<br \/>\n\u00dcberhaupt lebt das Spiel eher vom solit\u00e4ren Planen gew\u00fcrzt mit Schadenfreude, wenn es einen Mitspieler mal wieder besonders schlimm getroffen hat. Gerade die Planung der Kampfrunden mit den Helden fordert eine intensive Analyse der m\u00f6glichen Konstellationen geradezu heraus. Moritz und G\u00fcnther taten sich hierbei durch besonders lange Gr\u00fcbelei hervor, belegten damit aber am Ende auch den ersten und zweiten Platz. Und Schadenfreude im Spiel ist durch Ereigniskarten und das erw\u00e4hnte Mitspielerchaos reichlich vorhanden. Geplant geht es hierbei nicht zu, denn aktiv f\u00fcr oder gegen einen Mitspieler zu operieren ist ausgeschlossen. Das muss man m\u00f6gen und ist sicherlich nichts f\u00fcr \u201eempire builder\u201c.<br \/>\nWenn am Ende des zweiten Spieljahres die Schlacht gegen die st\u00e4rksten Helden vor\u00fcber ist, endet das Spiel und Siegpunkte werden verteilt. Die gibt es f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe des noch nicht von Helden erforschten Verlies, der Anzahl R\u00e4ume und Korridore dort, der Monster und der \u00fcbrigen Ressourcen. Der jeweils beste Spieler erh\u00e4lt hier noch Sonderpunkte. Bei uns dauerte es knapp 4 Stunden Spielzeit, bis wir den Sieger ermitteln hatten \u2013 gef\u00fchlt war es zwar eine Stunde weniger, aber immer noch recht lang f\u00fcr so viel Chaos.<br \/>\nWie erwartet, waren auch diesmal die Meinungen zum Spiel sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend sich Moritz und Tom \u00fcber die stimmige Umsetzung des Fantasy Themas und dem Spielspa\u00df begeisterten, waren G\u00fcnther und Aaron eher entt\u00e4uscht vom hohen Chaosfaktor gepaart mit langer Spieldauer.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Aaron: 5 (kein Spiel f\u00fcr Empire Builder), G\u00fcnther: 6 (zu komplex und zu lang), Moritz: 8 (stimmige Entscheidungsoptionen gepaart mit originellem Spieldesign), Tom: 7 (sehr gute Spielmechanismen aber etwas zu gl\u00fcckslastig).<\/em><br \/>\nTom musste dann kurz nach Mitternacht seine S-Bahn nach Ottobrunn erwischen, so dass keine Zeit mehr f\u00fcr ein Absackerspiel blieb. Schade.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Walter begl\u00fcckt gerade die Thail\u00e4nderinnen und deshalb musste ein Ausweichquartier f\u00fcr unseren Spieleabend her, das Moritz \u00fcberraschend schnell anbot. 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