{"id":546,"date":"2010-04-08T01:38:55","date_gmt":"2010-04-08T00:38:55","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=546"},"modified":"2010-04-08T01:46:29","modified_gmt":"2010-04-08T00:46:29","slug":"07042010-31-gegen-den-fc-bayern-munchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2010\/04\/08\/07042010-31-gegen-den-fc-bayern-munchen\/","title":{"rendered":"07.04.2010: 3:1 gegen den FC Bayern M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Bayern-M\u00fcnchener ist es ja eine Schande, sich am Mittwoch Abend mit braven Brettspielchen abzugeben, w\u00e4hrend der stadtbewegende FCB ums \u00dcberleben bei Manchester United antritt. Mindestens drei Spieler der Westparker wurden nicht einmal rot dabei. Nur ein Vierter, emotional und mit seinem \u201eBallack\u201c auch musikalisch mit dem FCB verbunden, sagte seine Teilnahme am Westpark definitiv deshalb ab, weil er einen Fu\u00dfballabend am Fernseher vorzog. Der Abend fing also schon mal mit einem 3:1 gegen die Fu\u00dfballer an.<br \/>\n<strong>1. &#8220;Giganten der L\u00fcfte&#8221;<\/strong><br \/>\nLetzte Woche als Absacker abgelehnt, blieb G\u00fcnther hartn\u00e4ckig und setzte das Spielchen heute zum Aufw\u00e4rmen vor. Er ging aber gleich in die Defensive: \u201eNur wenn Ihr das jetzt unbedingt wollt!\u201c Wir wollten es, a) kennenlernen und b) Wilhelm auch noch ein bi\u00dfchen dabei \u00e4rgern. G\u00fcnther machte sich befriedigt ans Erkl\u00e4ren, und er war noch nicht halb fertig, da lag der FCB schon mit 2:0 Toren zur\u00fcck und war aus der Champignos Lieck ausgeschieden.<br \/>\nWir w\u00fcrfeln mit einer steigenden Anzahl von W\u00fcrfeln in den Farben wei\u00df, rot und schwarz. Wenn wir gut w\u00fcrfeln, kriegen wir \u201eAufbaukarten\u201c, mit denen wir die Anzahl nutzbarer W\u00fcrfel erh\u00f6hen und unsere geworfenen W\u00fcrfelzahlen modifizieren d\u00fcrfen. Dieses W\u00fcrfelverbesserungsprinzip ist von \u201eUm Krone und Kragen\u201c bereits bestens bekannt und nur bedingt beliebt.<br \/>\nDoch &#8220;Giganten der L\u00fcfte&#8221; hat dagegen noch ein paar spieltechnische Verbesserungen aufzuweisen. Man w\u00fcrfelt nicht bis zur bitteren Neige und sucht sich dann f\u00fcr sein W\u00fcrfelergebnis die beste Aufbaukarte auf, sondern man mu\u00df vorher bekanntgeben, um welche Karte man w\u00fcrfeln will, und mu\u00df dann die genau f\u00fcr diese Karte geforderten Mindestaugenzahl erw\u00fcrfeln.<br \/>\nGute und zweifellos weniger gute Karten stehen zur Auswahl und es gilt, den individuellen Vorteil einer Karte abzuw\u00e4gen gegen die Wahrscheinlichkeit, mit dem aktuell vorhandenen W\u00fcrfelmaterial diese Karte auch erw\u00fcrfeln zu k\u00f6nnen.<br \/>\nKlappt es nicht, bekommt man als Trostpreis wenigstens einen Bonus-Chip, mit dem man bei seinem n\u00e4chsten Versuch zu seinem W\u00fcrfelergebnis einen Punkt hinzuaddieren kann. Doch der Trostpreis ist kein voller Ersatz f\u00fcr W\u00fcrfelgl\u00fcck, f\u00fcr neue Aufbaukarten, erweiterte W\u00fcrfelausstattung und die n\u00e4chste h\u00f6here W\u00fcrfelausbeute.<br \/>\nAarons sprichw\u00f6rtliches W\u00fcrfelpeck schlug wieder voll zu. Ein bi\u00dfchen trug allerdings auch seine Farbenblindheit dazu bei. (Wessen?) Jedenfalls verlegte er sich sehr bald auf die Bonus-Chips-Strategie, und konnte einen Trostpreis nach dem anderen einkassieren.<br \/>\nG\u00fcnther hatte mit seiner gigantischen Erfahrung nat\u00fcrlich sofort erkannt, welche Aufbaukarten die gr\u00f6\u00dften Zukunftsaussichten boten. Mit K\u00f6nnen, Gl\u00fcck und Zufall konnte er gleich in den ersten Runden die Karten f\u00fcr einen roten Zusatzw\u00fcrfel und f\u00fcr einen roten Plus-Modifier zulegen. Das war sein unangefochtener Sieg. Der FCB lag inzwischen mit 3:1 Toren zur\u00fcck und war immer noch ausgeschieden.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Aaron:4 (Punktzahl von \u201eUm Krone und Kragen\u201c minus 3, mindestens jedoch 4 Punkte), G\u00fcnther: 6 (lockeres Familienspiel), Walter: 5 (Punktzahl von \u201eUm Krone und Kragen\u201c plus-minus 0).<\/em><br \/>\nWarum hei\u00dft das Spiel eigentlich \u201eGiganten der L\u00fcfte\u201c? Weil auf dem Spielbrett ein dicker Zeppelin aufgedruckt ist! Und warum ist auf dem Spielbrett ein dicker Zeppelin aufgedruck? Ist doch klar: Weil das Spiel \u201eGiganten der L\u00fcfte\u201c hei\u00dft!<br \/>\n<strong>2. &#8220;Hansa Teutonica&#8221;<\/strong><br \/>\nWalter hatte per Emails nochmals eine Attacke auf die Determiniertheit von &#8220;Hansa Teutonica&#8221; geritten. Behauptung: Der Startspieler mu\u00df in seinen ersten beiden Z\u00fcgen seinen Aktionsspielraum erweitern und hat damit unweigerlich gewonnen. G\u00fcnther argumentierte dagegen, da\u00df a) der Startspieler als Startaufstellung weniger Spielsteine bekommt und da\u00df b) die Mitspieler den Ausbau der Aktionsstrecke G\u00f6ttingen-Quedlingburg blockieren k\u00f6nnen. Doch schon der Evangelist wu\u00dfte: \u201eGl\u00fccklich zu preisen sind die, die nicht sehen und doch glauben.\u201c Walter war nicht zu preisen, heute sollte er sehen lernen. Nat\u00fcrlich als Startspieler.<br \/>\nSein erster Zug war unwidersprochen determiniert: Eine Scheibe und einen W\u00fcrfel auf die Strecke G\u00f6ttingen-Quedlinburg. Aarons erster Zug war G\u00fcnther minded: Eine Blockade-Scheibe in Richtung Quedlinburg und einen W\u00fcrfel auf die L\u00fcbecker S\u00e4ckchenstrecke. G\u00fcnther wollte zuerst die gesamte L\u00fcbecker Reststrecke blockieren, doch dann fand er einen noch besseren Zug gegen Walters Aufm\u00fcpfigkeit: Nur einen W\u00fcrfel in Richtung L\u00fcbeck, mit der Scheibe verdr\u00e4ngte er Walters hoffenden Aktionsw\u00fcrfel.<br \/>\nEs folgten weitere Blockierungsz\u00fcge von allen Spielern, die absolut unerwartete und chaotische (positiv!) Spielst\u00e4nde produzierten. Walters Aktionshypothese war gl\u00e4nzend widerlegt. Jeder war zu jeder Zeit bei jedem Zug absolut Schmied seines eigenen Gl\u00fcckes. Am Ende hatte keiner mehr als 3 Aktionen entwickelt und die beste Nutzung der Streckentopologie des Spielbrettes brachte den Sieg. Na wem schon. Dem, der das Spiel am besten kannte und beherrschte: G\u00fcnther.<br \/>\nZu einem Zeitpunkt, als der FCB gerade sein zweites Tor geschossen hatte und Gary Lineker\u2019s ber\u00fchmter Fu\u00dfballspruch \u00fcber die Deutschen sich diesmal auch f\u00fcr die Bayern bewahrheitete.<br \/>\nEin Superspiel. Hallo Argentum-Verlag: Ich krieche zu Kreuze!<br \/>\n<em>Keine neue WPG-Wertung.<\/em><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/fcb-manu.jpg\" alt=\"FCB vs. ManU\" width=\"700\" height=\"331\" class=\"aligncenter size-full wp-image-547\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/fcb-manu.jpg 700w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/fcb-manu-150x71.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/fcb-manu-300x142.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/fcb-manu-640x303.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><br \/>\n<strong>3. &#8220;Stone Age&#8221;<\/strong><br \/>\nNur zwei Jahre alt, und doch schon in die Jahre gekommen. In einer Dreierrunde sind die Setzm\u00f6glichkeiten eingeschr\u00e4nkt. Beim Baumaterial d\u00fcrfen sich nur jeweils 2 Spieler engagieren. Das kann f\u00fcr den dritten Spieler durchaus peinlich werden. Wurde es auch. Doch das nur nebenbei.<br \/>\nWalter entschied sich f\u00fcr die Holz-Schiene. Nach M\u00f6glichkeit schickte er jeden seiner P\u00f6ppel zum Holzhacken, um sich als Holz-Kr\u00f6sus alle Zivilisationskarten unter den Nagel rei\u00dfen zu k\u00f6nnen. Die Idee war nicht schlecht, die Ausf\u00fchrung problemlos, nur der Erfolg blieb aus.<br \/>\nG\u00fcnther hatte von vorneherein auf die kumulativen Effekte der Stein\u00e4xte gesetzt. Mit Priorit\u00e4t entwickelte er seine Schlagkraft, entweder im Dorf oder per Zivilisationskarten. Am Ende besa\u00df er 10 Steinaxt-Punkte, mit denen er jeden Mitspieler in Grund und Boden w\u00fcrfeln konnte. Und in der Schlu\u00dfwertung brachte ihm das nochmals 70 (!) Siegpunkte ein!<br \/>\nVielleicht war auch das Gl\u00fcck ein bi\u00dfchen auf seiner Seite, vielleicht haben die Mitspieler hier geschlafen. Auf jeden Fall sollte die Steinaxt-Strategie und die Steinaxt-Gegenstrategie in Zukunft immer im Auge behalten werden.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Aaron reduzierte seine 8 Punkte aus dem Jahre 2008 auf gn\u00e4dige 6 Punkte. \u201eDie individuelle Abrechnung nach dem Setzen ist zu langatmig. Es fehlt an Tempo\u201c. Die beiden Mitspieler waren baff. G\u00fcnther fand die anderthalb Spielstunden f\u00fcr ein abendf\u00fcllendes Spiel relativ schnell. F\u00fcr Walter sind allein die Freiheitsgrade innerhalb der Zugm\u00f6glichkeiten schon 9 Punkte wert, doch er wollte Aarons Gnadenhaltung nicht weiter strapazieren.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Bayern-M\u00fcnchener ist es ja eine Schande, sich am Mittwoch Abend mit braven Brettspielchen abzugeben, w\u00e4hrend der stadtbewegende FCB ums \u00dcberleben bei Manchester United antritt. Mindestens drei Spieler der Westparker wurden nicht einmal rot dabei. 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