{"id":68,"date":"2005-07-07T10:23:40","date_gmt":"2005-07-07T10:23:40","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=68"},"modified":"2009-11-16T20:50:22","modified_gmt":"2009-11-16T19:50:22","slug":"6-juli-2005-diamanten-vs-dividenden-in-der-abtei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/07\/07\/6-juli-2005-diamanten-vs-dividenden-in-der-abtei\/","title":{"rendered":"06.07.2005: Diamanten vs. Dividenden in der Abtei"},"content":{"rendered":"<p>Vier M\u00e4nner hatten sich f\u00fcr ein hartes B\u00f6rsenspiel aus Fernost entschieden, doch unser gottesf\u00fcrchtiges Engelchen Andrea setzte sich 1:4 durch und lie\u00df uns zuerst die Geheimnisse der Abtei ergr\u00fcnden. Nicht nur diese weibliche Majorisierung, auch die seltsame Konstellation, da\u00df gro\u00dfe Enthusiasten von Deduktionsspielen und entschiedene Gegner dieses Spieltyps so hart aufeinander prallten, genauso wie anschlie\u00dfend Freunde und Gegner von Wirtschaftsspielen, lie\u00df die Stimmung gleich ins Aggressive abdriften. Nicht zuletzt trugen auch Unsch\u00e4rfen bei der Regel-Erkl\u00e4rung dazu bei. Zum Gl\u00fcck haben wir alle gen\u00fcgend dicke Haltetaue in unserem mentalen Netzwerk eingebaut, so da\u00df Spiel, Gummib\u00e4rchen und Rotwein doch noch die Oberhand behielten.<br \/><strong>1. Das Geheimnis der Abtei<\/strong><br \/>Ein Deduktionsspiel nach der Art von &#8220;Cluedo&#8221;. Es spielt in einem Kloster und die Spieler m\u00fcssen durch geschicktes Fragen herausfinden, welcher der M\u00f6nche nicht zum Beten angetreten ist. Die einzelnen Br\u00fcder unterscheiden sich nach dem zugeh\u00f6rigen Orden, nach ihrem Rang, nach Bartwuchs und nach K\u00f6rperf\u00fclle. Moritz wollte auch noch die Kategorien Anfangsbuchstaben im Namen oder den Besitz von Zauberst\u00e4ben heranziehen. Bevor die Mehrheit aber gegen dieses Ansinnen protestieren konnte, hatte Aaron schon gewonnen und den Novizen Thomas als Cluedo-M\u00f6rder identifiziert.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 7, Andrea: 7, G\u00fcnther 3, Moritz 7, Walter 3<\/em><br \/><strong>2. Dividends<\/strong><br \/>Moritz hatte das Spiel von unserem Ex-WPGler Mingde aus Singapoore geschenkt bekommen. Eine professionelle Aufmachung und eine tolle Herstellungs-Pr\u00e4sentation (alle Einzelteile waren fertig ausgestanzt und liebevoll in S\u00e4ckchen und T\u00fcten verstaut!) waren schon gleich zu Beginn sehr beeindruckend.<br \/>Die Spieler m\u00fcssen Aktien kaufen, Dividenden kassieren, Kursentwicklungen abwarten und rechtzeitig wieder alles absto\u00dfen. Je mehr Aktien verkauft sind, desto h\u00f6her ist der Kaufpreis. Und entsprechend auch der Verkaufspreis. Dieser Mechanismus ist von vielen B\u00f6rsenspielen her bekannt.<br \/>Auch die Art, wie die Kurse sich \u00e4ndern &#8211; W\u00fcrfelergebnis unter Ber\u00fccksichtigung des aktuellen Kurswertes (umgekehrt proportional) + Einflu\u00dfkarten der Spieler &#8211; findet sich hier nicht zum ersten Mal auf einem Spielbrett. Trotzdem ist die Mischung der pr\u00e4sentierten Spiel-Elemente gut komponiert und der spielerische Gesameindruck gelungen.<br \/>Wichtig ist die Zugreihenfolge, die hier f\u00fcr jeden Spieler versteigert wird. Uns war die Startspieler-Position nie mehr als 500 Dollar wert; in der tats\u00e4chlichen Rundenbilanz ist sie sehr viel mehr wert. Der Startspieler gewinnt schon allein beim Kauf und Verkauf von Aktien mehr als 200 Dollar pro St\u00fcck. Auch sonstige Vorteile summieren sich in bestimmten Konstellationen leicht auf mehr als 1000 Dollar. Aber das wei\u00df immer man erst hinterher.<br \/>Unser Anti-1830er Moritz hat hoch gewonnen. Allerdings konnte er hier seine Erfahrungen aus fr\u00fcheren Dividends-Runden einsetzen. Insbesondere auch im Endspiel, wo es darauf ankommt, die diversifizierten Anteile m\u00f6glichst gut in Einheitswerte umzuwandeln. Unser 1830er-Guru G\u00fcnther hat verloren (na ja, ich war noch ein kleines bi\u00dfchen schlechter). Aber Dividends ist schlie\u00dflich ja bei weitem kein 1830. Aber ein h\u00fcbsches Wirtschaftsspiel allemal.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron 7, Andrea 7, G\u00fcnther 6, Moritz 7, Walter 7.<\/em><br \/><strong>3. Diamant<\/strong><br \/>Ein schnelles Vorabsacker-Spiel. Moritz hat es schon beschrieben. Die Spieler gehen gemeinsam in H\u00f6hlen und teilen sich die gefundenen Edelsteine. Bevor zwei gleiche Kalamit\u00e4ten &#8211; zuf\u00e4llig ausgew\u00fcrfelt &#8211; auftauchen, mu\u00df man allerdings die H\u00f6hle verlassen haben, sonst geht die gesamte Ausbeute verloren. Es geht also darum, die Nerven zu behalten und viel, aber nicht alles auf eine Karte zu setzen. Wenn es klappt, ist die Freude gro\u00df, wenn es nicht klappt, die Schadenfreude bei allen Angsthasen noch viel gr\u00f6\u00dfer.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron 5, Andrea 5, G\u00fcnther 6, Moritz 6, Walter 5.<\/em><br \/><strong>4. Bluff<\/strong><br \/>Kaum haben wir gro\u00dfe Fortschritte in der Endspiel-Analyse f\u00fcr zwei Spieler mit je einem W\u00fcrfel gemacht, erweitert sich das Problem zum Endspiel f\u00fcr <strong>drei<\/strong> Spieler mit je einem W\u00fcrfel. G\u00fcnther gab eine 2 vor, Andrea stellt auf 5, und Moritz, im Besitz eines Sterns und im sicheren Wissen darum, wann seine Frau l\u00fcgt und wann nicht, hob auf zwei F\u00fcnfer. Jetzt konnte G\u00fcnther nur noch zugunsten von Moritz zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.<br \/>Fazit: Setz dich bei Bluff nie hinter den Ehemann, der seine Frau zu gut kennt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier M\u00e4nner hatten sich f\u00fcr ein hartes B\u00f6rsenspiel aus Fernost entschieden, doch unser gottesf\u00fcrchtiges Engelchen Andrea setzte sich 1:4 durch und lie\u00df uns zuerst die Geheimnisse der Abtei ergr\u00fcnden. 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