{"id":73,"date":"2005-08-10T02:09:02","date_gmt":"2005-08-10T02:09:02","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=73"},"modified":"2009-11-16T20:57:26","modified_gmt":"2009-11-16T19:57:26","slug":"8-august-2005-friedrich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/08\/10\/8-august-2005-friedrich\/","title":{"rendered":"08.08.2005: &#8220;Friedrich&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Peter lud sich mit seiner Loredana rechtzeitig aus: wenn mehr als 4 Spieler zusammenkommen, kann er seine spielerischen Qualit\u00e4ten nicht mehr richtig entfalten. G\u00fcnther verwechselte Dienstag mit Mittwoch und hatte sich irrt\u00fcmlich zu seiner Claudia zur\u00fcckgezogen. (Oder war es doch eher wissentlich zu seiner Ute?) Jedenfalls sa\u00dfen wir auf einmal als Trio von dem gedeckten Gabentisch und suchten den vierten Mann. Da sprang gl\u00fccklicherweise noch Basti in die Bresche und wir konnten uns in voller Personalst\u00e4rke als vereintes Europa gegen die Preu\u00dfen wenden.<br \/><strong>&#8220;Friedrich&#8221;<\/strong><br \/>Ein wundersch\u00f6nes historisches Kriegsspiel von einem nagelneuen Autor und einem nagelneuen Verlag. In einer asymmetrischen Allianz von drei Spielern Ru\u00dfland + Schweden, \u00d6sterreich + Reichsarmee, sowie das etwas marginale rechtsrheinische Frankreich gegen den vierten Spieler, der als Preu\u00dfenk\u00f6nig zwar schon die Hannoveraner als Bundesgenossen rekrutiert und sich seinen Erbteil Schlesien unter den Nagel gerissen hat, ansonsten aber mutterseelenallein in der Welt nur auf den lieben Gott vertrauen kann.<br \/>Die drei Gegenspieler spielen im Prinzip jeder f\u00fcr sich. Jeder hat sein eigenes Spiel- bzw. Kriegsziel, sie d\u00fcrfen sich gegenseitig nicht bek\u00e4mpfen. Aber jeder f\u00fcr sich ist schw\u00e4cher ausgestattet als die preu\u00dfische Zentralmacht und so sind sie darauf angewiesen, zusammen zu arbeiten, damit jeder an seiner Front dem gemeinsamen Gegner soviel Verluste zuf\u00fcgt, da\u00df f\u00fcr alle anderen die Gefahr einer totalen Niederlage reduziert wird.<br \/>Der Preu\u00dfen-Spieler kann das Spiel nicht direkt gewinnen. Er mu\u00df nur verhindern, da\u00df keiner der anderen sein Kriegsziel erreicht. Wenn er das lange genug durchh\u00e4lt, ist er der Sieger.<br \/>Gek\u00e4mpft wird, indem man nach Art von &#8220;Risiko&#8221; umherzieht, sich den gegnerischen Truppen n\u00e4hert und K\u00e4mpfe vom Zaun bricht. Entschieden wird jeder Kampf durch Karten, die jeder Spieler pro Runde zugewiesen erh\u00e4lt. Da die Karten eine Spannweite von 3 bis 13 Punkte aufweisen, ist leicht ersichtlich, da\u00df hier dem Zufall T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet ist. Allerdings darf man nicht weinen, wenn man schlechte Karten bekommen hat. Damit darf man halt keine Schlacht anfangen, sondern man mu\u00df sich zur\u00fcckziehen und hoffen, da\u00df die Preu\u00dfen von einem besser bedachten Spieler in Atem gehalten werden.<br \/>Ein h\u00fcbsches Spielelement ist der &#8220;Tro\u00df&#8221;, das ist ein Kl\u00f6tzchen, das man als k\u00e4mpfende Armee im Ausland immer greifbarer N\u00e4he mit sich f\u00fchren mu\u00df. Sonst gilt man als &#8220;unversorgt&#8221; und wird kampflos vom Brett genommen. Mit dem Tro\u00df wird man auf seinen Raubz\u00fcgen verletzbar und gewinnt daf\u00fcr zuhause an Stabilit\u00e4t.<br \/>Eine b\u00f6se Szene gab es, als Friedrich der Gro\u00dfe unbeirrbar darauf beharrte, meine Franzosen seien schon vor mehreren Z\u00fcgen halb tot geschlagen worden und ich anhand von Rekonstruktionen beweisen mu\u00dfte, da\u00df sie doch gerade erst frisch geschniegelt aus dem Swinger-Club herausgekommen waren.<br \/>Ansonsten war es eine sehr spannende Session mit einem sehr gelungenen Spiel. Moritz wird eine Rezension schreiben.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 8, Basti: 8, Moritz 8, Walter 8.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter lud sich mit seiner Loredana rechtzeitig aus: wenn mehr als 4 Spieler zusammenkommen, kann er seine spielerischen Qualit\u00e4ten nicht mehr richtig entfalten. G\u00fcnther verwechselte Dienstag mit Mittwoch und hatte sich irrt\u00fcmlich zu seiner Claudia zur\u00fcckgezogen. (Oder war es doch eher wissentlich zu seiner Ute?) 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