{"id":75,"date":"2005-09-01T03:08:47","date_gmt":"2005-09-01T03:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=75"},"modified":"2009-11-16T21:01:46","modified_gmt":"2009-11-16T20:01:46","slug":"31-august-2005-viel-spiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/09\/01\/31-august-2005-viel-spiel\/","title":{"rendered":"31.08.2005: Viel Spiel"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. &#8220;Haselwurz und B\u00e4renklau&#8221;<\/strong><br \/>Peter hat dieses Jahr schon \u00f6fters Spiele mit schlechter Bewertung abgetan, die vom Rest der WPG dann deutlich positiver aufgenommen wurden. Bei &#8220;Haselwurz \u0085&#8221; wollte er eigentlich nur demonstrieren, was ihm hier nicht gef\u00e4llt, aber ohne ein paar Proberunden wollten wir ihm seine Ausf\u00fchrungen nicht abnehmen.<br \/>Die Spieler reisen wie der kleine Nils Holgersson auf dem R\u00fccken von Tierchen in der Landschaft umher und versuchen, passende Gel\u00e4ndeformationen zu finden, die ihnen Siegpunkte einbringen.<br \/>Der Spielaufbau, die Reisetechnik und die dahintersteckende Naturbetrachtung sind sehr gef\u00e4llig. Viele sch\u00f6ne Ideen sind hier eingeflossen.<br \/>Man mu\u00df aber auch mit ein paar Schw\u00e4chen zurechtkommen. Die M\u00f6glichkeit, in einem einzigen Zug gleich mehrere Siegpunktkarten abzugrasen, verf\u00fchrt Knobelfreunde zu langen Denkzeiten; lockere Gem\u00fctern sind dann leicht etwas verstimmt. Zum Charakter des Spieler h\u00e4tte es sicherlich besser gepa\u00dft, wenn nur jeweils eine Karte erwerbbar w\u00e4re.<br \/>Auch der Zwang, sich erst bewegen zu m\u00fcssen, bevor man Siegpunktkarten kassieren darf, findet keinen rechten Beifall. Warum sollte man nicht im Stehen seine Umgebung inspizieren k\u00f6nnen? Das w\u00e4re ein Freiheitsgrad mehr im Handlungsspielraum, ohne da\u00df dabei am Spiel auch nur das Geringste verlorenginge!<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 6, G\u00fcnther 5, Peter 3, Walter 5.<\/em><br \/>Aaron hat seine (englische) Rezension schon fertig; in der n\u00e4chsten &#8220;Games International&#8221; wird sie ver\u00f6ffentlicht. Vielleicht f\u00e4llt mir dazu auch noch was in Deutsch ein.<br \/><strong>2. &#8220;Ogallala&#8221;<\/strong><br \/>Das Spiel ist ein Oltimer aus dem Pal\u00e4owestparkium; Aarons Ausgabe wurde 1989 von ASS herausgebracht und lag bei uns schon auf dem Tisch, als Martin noch Hecht im Karpfenteich war.<br \/>Jeder Spieler hat vor sich ein eigenes riesiges Spielbrett, auf dem er zuf\u00e4llig gezogene Karten offen ablegt. Er baut daraus Kanus; je l\u00e4nger sie sind, desto mehr Punkte bringen sie ein. Insofern ist das ganze ein solit\u00e4res Kartenablegespiel.<br \/>Allerdings gibt es auch Karten, die eine chaotische Interaktion mit sich bringen: man darf fremde Kanuteile zerst\u00f6ren oder bei sich selber einbauen, und u.U. mu\u00df man sogar mal unfreiwillig ein eigenes Kanu auf Grund setzen. Berechenbar ist nichts, Kartengl\u00fcck und Risikobereitschaft alles, und nostalgische Freude an der eigenen Spiel-Vergangenheit noch mehr. Der Youngster Peter hatte nat\u00fcrlich noch keine Erinnerung.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 5, G\u00fcnther 6, Peter 2 (Youngster), Walter 5.<\/em><br \/>Ich werde eine Rezension schreiben.<br \/><strong>3. &#8220;Modern Art&#8221;<\/strong><br \/>Noch ein Spiel aus den Vor-WPG-Zeiten, aber ein sicherer Garant f\u00fcr eine knappe Stunde Spielspa\u00df.<br \/>Eigentlich nur ein Versteigerungsspiel, aber eines von allerfeinster Art. Man mu\u00df sich selber schwer ins Zeug legen, um unbedingt die wertvollsten Kunstwerke auf seine Seite zu bringen. Man darf sie aber auch, nat\u00fcrlich nicht geschenkt, bewu\u00dft einem Mitspieler \u00fcberlassen, damit er Gefallen am K\u00fcnstler findet und seine Werke f\u00f6rdert. Dann steigt nat\u00fcrlich auch der Marktwert der Karten, die man selber noch von diesem K\u00fcnstler in der Hand h\u00e4lt.<br \/>Wir haben noch lange dar\u00fcber diskutiert, wie man mit bestimmten Kartenh\u00e4nden umgeht. Welche Karten soll man zuerst versteigern? Diejenigen, an denen man selber Interesse hat oder diejenigen, mit denen man die Konkurrenz auf ein falsche F\u00e4hrte locken will? Bis zu welchem Preis soll man mitgehen? Manchmal ist das eine klare Dreisatz-Rechnung, manchmal steckt dahinter eine klare Verschleierungstaktik. Wir kamen zu keiner abschlie\u00dfenden, einvernehmlichen L\u00f6sung. Das ist immer ein Zeichen von gutem Spieldesign.<br \/>Peter, als eingefleischter Knizianer konnte nur konstatieren: &#8220;Hier stimmt alles! Ein Kunstwerk!&#8221;<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 8, G\u00fcnther 7, Peter 9, Walter 9.<\/em><br \/>Das Spiel ist eine Rezension wert, sp\u00e4testens wenn es mal unser &#8220;Gem des Monats&#8221; geworden ist. Aber bei Luding sind dazu schon gen\u00fcgend Links aufgef\u00fchrt; die sollten reichen.<br \/><strong>4. &#8220;Samarkand&#8221;<\/strong><br \/>Wir hatten schon eine Menge Spielspa\u00df erlebt und doch erst 2 \u00bd Stunden gespielt. Ist es tats\u00e4chlich m\u00f6glich, h\u00f6chst kurzweiliges Spielvergn\u00fcgen zu haben, ohne 7 Menschenzeitalter am Spieltisch verbringen zu m\u00fcssen?<br \/>Im Vertrauen auf Uns-Willi von Gr\u00fcnspan zogen wir uns noch ein Wirtschaftsspiel herein. Die Spieler bewegen sich von W\u00fcste zu W\u00fcste, zu Oasen und St\u00e4dten, verteilen Gastgeschenke, kaufen Waren, tauschen Waren und verkaufen sie wieder. Wer am schnellsten den notwendigen Umsatz gemacht hat, beendet das Spiel.<br \/>Das Kartensammelspiel ist ein ziemlich friedliches Herumreisen auf den Spielfeldern, die die Welt bedeuten. Jeder kann auch denken, wenn er nicht dran ist. Es spielt sich ziemlich flott, und doch hinterl\u00e4\u00dft es irgendwie auch einen leicht schleppenden Eindruck. Wer dieses Paradoxon aufl\u00f6sen kann, m\u00f6ge sich bitte melden.<br \/>Peter verk\u00fcndete schon vorzeitig seinen Sieg, brachte es dann aber nur auf 495 Piaster. Diesmal schenkte ihm niemand die fehlenden f\u00fcnf Rupien, er mu\u00dfte noch einmal sein Gesch\u00e4ft erledigen. Gekonnt griff er zum W\u00fcrfel, lies sich die ben\u00f6tigte F\u00fcnf servieren und war am Ziel.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 5, G\u00fcnther 6, Peter 6, Walter 6.<\/em><br \/>Hallo Wilhelm, auf dem Deckel und auf dem Spielbrett haben wir am Ende noch lange nach dem &#8220;Gr\u00fcnspan&#8221; gesucht. Und ihn nicht gefunden. Gibt es einen? Und wo ist er?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Haselwurz und B\u00e4renklau&#8221;Peter hat dieses Jahr schon \u00f6fters Spiele mit schlechter Bewertung abgetan, die vom Rest der WPG dann deutlich positiver aufgenommen wurden. 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