{"id":76,"date":"2005-09-22T02:53:30","date_gmt":"2005-09-22T02:53:30","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=76"},"modified":"2009-11-16T21:02:28","modified_gmt":"2009-11-16T20:02:28","slug":"21-september-2005-friedrich-im-trio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/09\/22\/21-september-2005-friedrich-im-trio\/","title":{"rendered":"21.09.2005: Friedrich im Trio"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. &#8220;Friedrich&#8221;<\/strong><br \/>Die Peters waren erk\u00e4ltet, die Andreas verreist und G\u00fcnther war auch unterwegs, so konnte Roland das Trio vervollst\u00e4ndigen, das noch mal tief in die Geheimnisse der preu\u00dfischen Selbstbehauptung eintauchen wollte. Mit einem \u00f6sterreichischen Zweigelt Cuv\u00e9e Classic und einem 3-puttonyos Tokaji Aszu aus dem Jahre 1983 versetzten wir uns in Stimmung und Blutalkohol in das zugeh\u00f6rige Jahrhundert.<br \/>Eigentlich gebe ich mich ja immer als Pazifisten aus; in unserem aktuellen Trio, und nach den Erfahrungen der Vorg\u00e4nger-Sessions wollte ich aber endlich auch mal den 8-Sterne-General Friedrich kommandieren. Roland bekam die kompakten \u00d6sterreicher und Aaron die geographisch verstreut operierenden Schweden, Russen und Franzosen.<br \/>Wir waren in Spielerlaune, es wurde nicht allzu kleinlich gerechnet und auch mal eine Zug-Korrektur zugelassen, wenn sie bei l\u00e4ngeren Nachdenken ohnehin erfolgt w\u00e4re (z.B. die Tro\u00df-Versorgung). Trotzdem dauerte es nach der 1 Stunde Spielerkl\u00e4rung noch ganze 4 Stunden, das Spiel \u00fcber die B\u00fchne zu bringen. Doch die Zeit verging wie im Flug.<br \/>Aaron wagte sich &#8211; halb freiwillig, halb auf der Flucht &#8211; mit seinen Franzosen bis an die Nordseek\u00fcsten in Schleswig. Er konnte beide Hannover-Gener\u00e4le und noch dazu zwei Preu\u00dfen-Armeen auf sich ziehen und damit eine Menge Kr\u00e4fte binden. Doch einem Sieg brachte ihn diese Situation nicht n\u00e4her, ganz im Gegenteil, als sein Tro\u00df vernichtet wurde, mu\u00dfte er sich mehrere Runden lang in Richtung seiner Stammlande zur\u00fcckziehen und verlor wichtige strategische Ausgangspositionen.<br \/>Die \u00d6sterreicher gingen sehr z\u00f6gerlich ins Spiel. Sie sammelten lieber Taktikkarten, als da\u00df sie das verlorene Schlesien wieder unter ihre Kontrolle bringen wollten. Preu\u00dfen konzentrierte sich ebenfalls sehr defensiv auf sein Kernland, so da\u00df seine Kartenhand schon gigantische Ausma\u00dfe annahm und es sich irgendwie unbezwingbar vorkam.<br \/>Nach ein paar frivol vom Zaun gebrochenen Schlachten gegen die Franzosen im Kreuz-Sektor, war Preu\u00dfen auf einmal ohne eine einzige Kreuzkarte, und alles Gegner wu\u00dften da\u00df. Es kostete dann gleich 10 Armeen und 2 Gener\u00e4le und nur unter hohen Terrain-Verlusten konnte es eine neue Auffanglinie aufbauen. Wir waren halt alle noch Anf\u00e4nger.<br \/>Alle Parteien waren mal knapp am Sieg. In unserer Runde h\u00e4tte es \u00d6sterreich schaffen m\u00fcssen, wenn es nicht auf Landgewinn in Sachsen und Schlesien ausgegangen w\u00e4ren, sondern sich konsequent auf die Eroberung der Siegpunktst\u00e4dte konzentriert h\u00e4tte. Die Franzosen waren dem Sieg auch mal greibar nahe, doch mu\u00dften sie nach einer verlorenen Schlacht weit ins zur\u00fcckziehen und waren damit weg vom Fenster. Wir waren froh dar\u00fcber, weil sich damit die im Internet behauptete Favoriten-Stellung der Franzosen nicht bewahrheitet hatte.<br \/>Nachdem er sich als Hei\u00dfsporn eine blutigen Nase geholt hatte, verlegte sich Friedrich auf gezieltes Verteidigen mit minimalsten Gebietsverlusten und ab und zu mal einem Einfall in B\u00f6hmen und Schlesien. Auch wenn es manchmal eng wurde, auch wenn das Ende erst in der drittletzten Runde per Ereigniskarte herbeigef\u00fchrt wurde, reichte diese Durchhalte-Taktik zum Sieg.<br \/>&#8220;Friedrich&#8221; hat eine Unmenge an taktischen Finessen, die man unbedingt beachten mu\u00df, um wirklich gut zu spielen. Mit unserer jetzigen Erfahrung sind wir noch meilenweit davon entfernt. Nur ein paar selbstverst\u00e4ndliche Details:<br \/>&#8211; R\u00fcste jeden abgebrannten General mit mindestens 2 Armeen auf. Dann kannst du bei einer 1-Punkt-Niederlage wenigstens die Stellung halten.<br \/>&#8211; Bringe jeden ausgeschiedenen General m\u00f6glichst umgehend wieder ins Spiel. Selbst wenn er ganz schwach ist kann er den Vormarsch der Gegner verz\u00f6gern und ein paar Siegpunkt-St\u00e4dte vor dem gegnerischen Zugriff verteidigen.<br \/>&#8211; Preu\u00dfen sollte grunds\u00e4tzlich defensiv spielen und h\u00f6chstenfalls mal punktuell angreifen, um gegnerische Armeen zu vernichten, nicht aber um Terrain zu gewinnen. Auf die Dauer werden die Gegner st\u00e4rker mit Taktik-Karten ausgestattet und nur durch Armee-Vernichtungen mit einer 6:1-Quote gegen\u00fcber der Wiedergewinnung und durch gezielte minimale R\u00fcckz\u00fcge kann man sich optimal dagegen wehren.<br \/>&#8211; Die Gegner m\u00fcssen sich unbedingt in der Schlachtordnung gegen Friedrich absprechen. Durch gezieltes Angreifen auf Preu\u00dfens Mangel-Sektoren k\u00f6nnen sie hier taktische Erfolge erzielen.<br \/><em>Friedrich ist ein Super Spiel. Ich m\u00f6chte meine urspr\u00fcnglich vergebenen 8 Punkte auf 10 Punkte aufstocken. Was soll ein Spiel denn sonst noch aufweisen, um die  H\u00f6chstnote zu erhalten? Aaron legte auch einen Punkt, auf jetzt 9 Punkte drauf. Er m\u00f6chte zu unserem \u00dcber-Alles-Spiel &#8220;1830&#8221; noch eine kleine Reserve freihalten. Roland vergab noch keine Note.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Friedrich&#8221;Die Peters waren erk\u00e4ltet, die Andreas verreist und G\u00fcnther war auch unterwegs, so konnte Roland das Trio vervollst\u00e4ndigen, das noch mal tief in die Geheimnisse der preu\u00dfischen Selbstbehauptung eintauchen wollte. 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