{"id":850,"date":"2010-11-25T02:30:46","date_gmt":"2010-11-25T01:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=850"},"modified":"2010-11-30T10:24:53","modified_gmt":"2010-11-30T09:24:53","slug":"24-11-2010-poseidon-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2010\/11\/25\/24-11-2010-poseidon-kommt\/","title":{"rendered":"24.11.2010: &#8220;Poseidon&#8221; kommt"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Spielen ist wie Sex. Manchmal kommt etwas Sinnvolles dabei raus, das ist aber nicht der Grund, warum wir es tun.&#8221; (nach R. P. Feynman)<br \/>\n<strong>1. &#8220;Poseidon&#8221;<\/strong><br \/>\nIn Essen am Stand von Z-Man-Games war es mir zum ersten Mal aufgefallen. Damals h\u00e4tte ich nicht gedacht da\u00df der Seefahrer-Kegel unter den Eisenbahn-Kindern am Westpark gut punkten k\u00f6nnte. Doch G\u00fcnther hat sich als Promoter m\u00e4chtig ins Zeug gelegt und \u201ePoseidon\u201c regelm\u00e4\u00dfig erfolgreich protegiert. Lieber Helmut, wenn Du mit diesem Produkt dereinst Million\u00e4r geworden bist, dann la\u00df ihm was zukommen!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/PoseidonSchachtel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-864\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/PoseidonSchachtel.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"500\" \/><\/a><br \/>\nUm dem diesbez\u00fcglich unbewanderten Horst einen nachdr\u00fccklichen Vorgeschmack von den \u201e18xx\u201c-Familienmitgliedern zu geben, ist \u201ePoseidon\u201c sicherlich besser geeignet als das gleich noch eine ganze Dimension komplexere Original-\u201e1830\u201c. Dort m\u00fc\u00dfte er w\u00e4hrend des ganzen ersten Spiels praktisch Schritt f\u00fcr Schritt an der Hand gef\u00fchrt werden, um nicht von einer ruin\u00f6sen Falle in die andere zu tappen; hier kann er schon nach wenigen Z\u00fcgen selbst\u00e4ndig laufen. Auch wenn der Pfad bis zum eigenen Sieg dann immer noch steil und steinig ist.<br \/>\nWir stehen mit \u201ePoseidon\u201c nat\u00fcrlich noch alle am Anfang unserer Erfahrung und selbst G\u00fcnther, einer der besten \u201e1830\u201c-Spieler der Welt, hat hier noch keinen gesicherten Ma\u00dfstab f\u00fcr die Wertigkeit der tausendf\u00e4ltigen Wahlm\u00f6glichkeiten untereinander:<\/p>\n<li>Mit welchem Reich fange ich an?<\/li>\n<li>Zu welchen Kurs setze ich mein Startreich ein?<\/li>\n<li>Wieviele \u00c4mter bringe ich auf den Markt?<\/li>\n<li>Wieviele \u00c4mter davon nehme ich selbst in meine K\u00f6nigshand?<\/li>\n<li>Wieviele Schiffe kaufe ich? Zu Beginn und in den ersten Runden?<\/li>\n<li>Welche Strecke w\u00e4hle ich f\u00fcr die Erkundigungen?<\/li>\n<li>Wo gr\u00fcnde ich Handelsniederlassungen?<\/li>\n<li>Wann lasse ich die Amtsinhaber leer ausgehen?<\/li>\n<li>Wann forciere ich \u00fcber neue Reiche und neue Schiffsk\u00e4ufe das Tempo? In welchen Situationen bei welchem Besitzstand ist es besser zu bremsen?<\/li>\n<p>Walter fing mit Sparta und entwickelte sich an der adriatischen K\u00fcste entlang in Richtung Triest. Horst f\u00fchrte die Athener Flotte auf mittlerem Kurs ins s\u00fcdliche Kleinasien und G\u00fcnther klapperte mit Larissa die Nordk\u00fcste der \u00c4gais mit Zielrichtung Troja ab. Er gr\u00fcndete als erster ein zweites Reich, das den Druck auf die technisch schwachbr\u00fcstigen und finanziell ausgebluteten Fr\u00fchstarter-Imperien erh\u00f6hte. Doch die Motive seiner Reichsgr\u00fcndung gingen in eine ganz andere Richtung: Er lie\u00df die neue Finanzmasse durch gekonnte Schiffsmauscheleien in sein altes Reich transferieren, so da\u00df seine dortigen vielen Start\u00e4mter von den ununterbrochen sprudelnden kr\u00e4ftigen Einnahmen stets hoch dotiert waren. In dieser Phase gerieten seine eindimensional ausgestatteten Konkurrenten mit ihren linearen \u00dcberlebensstrategien hoffnungslos ins Hintertreffen. Auch die rasante Aufholjagd in der letzten Runde, in der alle 6er, alle 7er und noch dazu einige E-Schiffe gekauft wurden, konnten seinen Vorsprung nicht mehr schm\u00e4lern.<br \/>\nNeue Erkenntnis: Ein neues wenig-\u00e4mteriges Feeding-Reich zum Hochp\u00e4ppeln eines existierenden viel-\u00e4mterigen Anfangsreiches er\u00f6ffnet ganz neue finanzelle Perspektiven.<br \/>\nAlte Erkenntnis: \u201ePoseidon\u201c ist st\u00e4rker Kapitalmarkt orientiert als seine rechtgl\u00e4ubigen Halbgeschwister.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Horst siedelte sich mit 8 Punkten im oberen Bereich der WPG-Wertungen an, Walter erh\u00f6hte seine Note von 7 auf 8.<\/em><br \/>\nHorst schlug vor, das Spiel mit echtem Geld zu spielen. Dann wandern Betr\u00e4ge in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von etwa 2000 Euro pro Abend von einer Hand in die andere.<br \/>\nG\u00fcnther brachte einen neuen Vorschlag zur Vermeidung strapazierend langer Denkzeiten: Jeder Spieler bekommt f\u00fcr seinen Zug ein enges Zeitlimit gesetzt. Jede Zeit\u00fcberschreitung zieht unverz\u00fcglich eine (Spiel-)Geldstrafe nach sich. (PS: H\u00e4tten wir heute schon diesen Vorschlag umgesetzt, w\u00e4re G\u00fcnther nicht Erster geworden. Eher Letzter! Doch in unserer 3er Runde haben seine Analysis Paralysis-Phasen nicht weh getan. Keiner wurde auch nur ann\u00e4hrernd aggressiv.)<br \/>\n<strong>2. &#8220;Flaschenteufel&#8221;<\/strong><br \/>\nNach guten drei Stunden (netto) mit Poseidon reichte die Zeit f\u00fcr den jungen Kindsvater Horst nur noch zu einem Absacker. Weil die mentalen Batterien noch nicht leer waren, konnte sich der anspruchvollere \u201eFlaschenteufel\u201c durchsetzen.<br \/>\nAllerdings kann das Spiel in einer Dreier-Runde seine spieltaktischen Sch\u00f6nheiten l\u00e4ngst nicht so voll entfalten wie in einer Vierer-Runde. Sehr viel krasser wirkt sich die Abh\u00e4ngigkeit von den weitergeschobenen t\u00f6dlich-niedrigen Karten aus. Falls bei der urspr\u00fcnglichen Kartenausgabe die gelben Eins und Zwei an zwei verschiedene Spieler ausgeteilt werden (die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr ist mehr als 68 Prozent!), landen beide Karten nach dem Kartenschieben zu 50% bei einem einzigen Spieler. Und beide Mitspieler wissen um mindestens eine Karte davon! Damit ist der Teufelsstich praktisch schon nicht mehr zu vermeiden. Trotzdem ein gro\u00dfes kleines Spiel!<br \/>\nWPG-Wertung: Horst \u00fcbernahm mit der Vergabe von 9 Punkten die WPG-Spitzenposition.<br \/>\nAuf Nachfrage meinte Horst, dass Birgit f\u00fcr \u201eFlaschenteufel 7-8 Punkte vergeben w\u00fcrde. Er scheint die Mutter seines Kindes tats\u00e4chlich sehr gut zu kennen. Vor gut drei Jahren hat Birgit daf\u00fcr bereits realiter 8 Punkte vergeben.<br \/>\n<strong>3. &#8220;Hasami&#8221;<\/strong><br \/>\nAls hinterbliebenes Duo zogen sich G\u00fcnther und Walter mal wieder eines der kleinen, abstrakten 2-Personen-Spiele der W\u00fcnnenberg-Spiele GmbH rein. In \u201eHasami\u201c stellt jeder Spieler auf einem Reversi-\u00e4hnlichen Spielbrett von 10 mal 10 L\u00f6chern auf die zwei Randreihen seiner Seite je 20 Spielsteine auf. Dann ziehen ziehen sie abwechselnd mit je einem Spielstein horizontal oder vertikal \u00fcber beliebig viele freie Felder. Ein gegnerischer Stein darf geschlagen werden, wenn man ihn von beiden Seiten waagrecht oder senkrecht umschlossen hat. Gewonnen hat, wer als erster mit seinen Spielsteinen eine F\u00fcnfereihe (horizontal, vertikal oder diagnonal) bilden konnte.<br \/>\nIn zwei Durchg\u00e4ngen konnten wir verifizieren, dass das Spiel rund und herausfordernd ist und nicht-triviale L\u00f6sungen besitzt.<br \/>\n<em>Keine WPG-Wertung f\u00fcr ein 2-Personen-Spiel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Spielen ist wie Sex. Manchmal kommt etwas Sinnvolles dabei raus, das ist aber nicht der Grund, warum wir es tun.&#8221; (nach R. P. Feynman) 1. &#8220;Poseidon&#8221; In Essen am Stand von Z-Man-Games war es mir zum ersten Mal aufgefallen. 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