{"id":88,"date":"2006-01-05T02:32:16","date_gmt":"2006-01-05T02:32:16","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=88"},"modified":"2006-01-05T02:32:16","modified_gmt":"2006-01-05T02:32:16","slug":"04012006-mall-of-horror-drachenreiter-und-il-principe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/01\/05\/04012006-mall-of-horror-drachenreiter-und-il-principe\/","title":{"rendered":"04.01.2006: &#8220;Mall of Horror&#8221; , &#8220;Drachenreiter&#8221; und &#8220;Il Principe&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Moritz l\u00e4\u00dft kein Kriegs-, Fantasy-, Adventure- oder Zombie-Spiel aus. 1000 St\u00fcck davon hat er in seinem Schlafzimmer gelagert. (Im Schrank.) Und im Keller. Und in seiner Ausweichquartier in Frankfurt. Dort weitere 400 St\u00fcck. Alle brav gekauft oder ersteigert. Ohne diejenigen, die er inzwischen schon wieder per eBay verkauft hat. Das ist das &#8220;betuchte&#8221; Repertoire eines WPG-Gamers.<br \/>Aaron hat schon mal bei sich ausgemistet und die H\u00e4lfte der Kellerh\u00fcter verkauft. Jetzt hat er nur noch 300 Spiele im Direktzugriff.<br \/>Die Zahlen von Peter und G\u00fcnther werde ich das n\u00e4chste Mal liefern. Wahrscheinlich liegen sie noch h\u00f6her als die von Moritz. Ich selbst bin nur ein armer Waisenknabe mit 87 Brettspielen in den Regalen. Das sind f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch unsere Absacker. Die neuen Spiele werden jeweils in Plastikt\u00fcten zum Spielabend mitgebracht und in der Regel wieder mitgenommen. Es sei denn, es handelt sich um Gurken; die k\u00f6nnen dann zum Ausschlachten auch mal am Westpark liegenbleiben.<br \/><strong>1) &#8220;Mall of Horror&#8221;<\/strong><br \/>Ein neues Zombie-Spiel. Moritz kann dieser Sorte bekanntlich nicht widerstehen. Die Spieler bewegen ihre P\u00f6ppel geheim per W\u00e4hlscheibe in den Gesch\u00e4ften der Einkaufsmeile. Wer nicht mehr in ein Geb\u00e4ude darf, mu\u00df drau\u00dfen auf dem Parkplatz ausharren. Per W\u00fcrfelwurf tauchen die Zombies in der Einkaufmeile auf. Wer Gl\u00fcck hat, ist weit genug weg, wer Pech hat, wird gefressen. Nach einer Mahlzeit verschwinden die Zombies wieder.<br \/>Es gibt auch berechenbare Elemente: Jeweils ein P\u00f6ppel eines Spielers hei\u00dft Pinup-Girl, auf Deutsch &#8220;Schreihals&#8221;. Dort taucht pro Spielrunde ein zus\u00e4tzlicher Zombie auf. Au\u00dferdem einer in dem Gesch\u00e4ft mit den meisten P\u00f6ppeln. Deswegen sollte man sich seine heimlichen Bewegungen schon ein bi\u00dfchen durch den Kopf gehen lassen.<br \/>Das ganze Spiel ist eine Flucht vor den Zombies. Nicht tot sicher planbar, aber lustig. Ein kurzweiliges Chaosspiel mit einem hohen Spa\u00dffaktor, ziemlich intelligent gemacht und gut ausbalanciert. Das Spielmaterial ist von ausgezeichneter Qualit\u00e4t und tr\u00e4gt mit seinem blutr\u00fcnstigen Design gekonnt zur Zombie-Stimmung bei.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 7, Arpad: 7, Moritz: 9, Walter: 6.<\/em><br \/>Moritz schreibt eine Rezension.<br \/><strong>2. &#8220;Drachenreiter&#8221;<\/strong><br \/>Schon allein den Spielplan auszulegen kommt einem Intelligenztest nahe: 10 quadratische Teile m\u00fcssen puzzle-artig zusammengesetzt werden. Dabei ist nicht erkennbar, ob ein Spielquadrat mit seiner Vorderseite oder seiner R\u00fcckseite genutzt werden soll. So kann man beim Aufbau schon ein Weilchen herumprobieren. (Hi G\u00fcnther, wie viele L\u00f6sungen hat das Problem 10 Quadrate in beliebiger Drehrichtung unter Ber\u00fccksichtigung von Vorder- und R\u00fcckseite auf eine 2 mal 5 Fl\u00e4che zu legen?) Wenn dann am Ende der Au\u00dfenrand nicht mehr darum herum pa\u00dft, hat man was falsch gemacht. Oder der Designer. Mit Sicherheit aber der Produzent. Die Qualit\u00e4t der Spielfeldpappe und die Einpa\u00dfprobleme begr\u00fcndeten die ersten Minuspunkte.<br \/>Nach Art von Autorennen (z.B. &#8220;Formula De&#8221;) m\u00fcssen die Spieler einen Parcours durchfahren. Besser: durchfliegen, denn sie sind Drachen. Sie k\u00f6nnen pro Zug willk\u00fcrlich ihre Geschwindigkeit einstellen, m\u00fcssen aber rechtzeitig bremsen, um nicht aus den Kurven getragen zu werden. Die Art mittels Me\u00dflatte die zur\u00fcckgelegte Strecke zu ermitteln, ist durchaus bemerkenswert, aber zugleich auch gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Oder einfach umst\u00e4ndlich. Die n\u00e4chsten Minuspunkte wurden vergeben.<br \/>Auch Ereignisfelder und Zauberkarten lie\u00dfen das Spiel nicht \u00fcberzeugender werden. Wer war es wohl, der schon nach wenigen Spielz\u00fcgen sagte: &#8220;Ich bin mir nicht sicher, ob ich das zu Ende spielen werde?&#8221; ICH war es NICHT!<br \/>Nicht lange danach hatte auch Moritz ein Einsehen: nach einem lebensgef\u00e4hrlichen Bremsman\u00f6ver des f\u00fchrenden Arpad lies er das Safety-Car auffahren und alle Drachen zur\u00fcck in die Box geleiten.<br \/>Autoren und Designer haben sich mit &#8220;Drachenreiter&#8221; was Nettes ausgedacht. Doch die Ausf\u00fchrung und die Handhabung ist schlichtweg mangelhaft. Selbst die h\u00fcbschen Drachenfiguren sind kontraproduktiv: Ist man mit dem Nachbarn bereits zusammengesto\u00dfen, wenn sich die fein ziselierten Plastikfl\u00fcgel ber\u00fchren oder erst bei den klobigen Fu\u00dfsockeln? Schwer zu entscheiden!<br \/>Die Idee w\u00fcrde sich vorz\u00fcglich f\u00fcr ein Computerspiel eignen, das alle Strecken und Winkel bitgenau verwaltet. Aber mit den groben Plastikfiguren auf dem windschiefen Pappbrett ist zuviel Unsch\u00e4rfe einfach unvermeidlich. Nicht ausgeschlossen, da\u00df eine aufgeschlossene Kinderschar sich mit dem Zug-Prinzip anfreunden und seine Freude am Spiel finden kann. Wir leider nicht.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 3, Arpad: 2, Moritz: 2, Walter: 3.<\/em><br \/>Moritz schreibt wahrscheinlich keine Rezension.<br \/><strong>3. &#8220;Il Principe&#8221;<\/strong><br \/>Schnell noch mal eingetaucht in das eifrige Kr\u00e4merleben der oberitalienischen Renaissance.<br \/>Ein Denkspiel mit vielen guten und ein paar wenigen schlechten Z\u00fcgen. Nicht gleich St\u00e4dtebauen ist die Devise, sondern Geb\u00e4udekarten sammeln, m\u00f6glichst billig m\u00f6glichst viele davon ersteigern und in der richtigen Kombination auslegen. Beim ersten Mal ist das alles nicht so einfach zu durchschauen. Beim zweiten Mal auch nicht. Aber Moritz hatte in fr\u00fcheren Begegnungen mit unserem Vielspieler G\u00fcnther sehr gr\u00fcndlich aufgepa\u00dft. Sein Kommentar am Ende:<br \/>[glowred]&#8221;Von G\u00fcnther lernen hei\u00dft siegen lernen!&#8221;[\/glowred]<br \/><em>Durch die WPG-Wertungen von heute: Aaron: 8, Arpad: 8 , Moritz: 8, Walter: 8 wurde der bisherige WPG-Schnitt (Median) von 7,0 auf glatte 8,0 angehoben.<\/em><br \/>Walter feilt immer noch an seiner Rezension.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moritz l\u00e4\u00dft kein Kriegs-, Fantasy-, Adventure- oder Zombie-Spiel aus. 1000 St\u00fcck davon hat er in seinem Schlafzimmer gelagert. (Im Schrank.) Und im Keller. Und in seiner Ausweichquartier in Frankfurt. Dort weitere 400 St\u00fcck. Alle brav gekauft oder ersteigert. Ohne diejenigen, die er inzwischen schon wieder per eBay verkauft hat. 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