{"id":91,"date":"2006-02-02T02:56:10","date_gmt":"2006-02-02T02:56:10","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=91"},"modified":"2006-02-02T02:56:10","modified_gmt":"2006-02-02T02:56:10","slug":"01022006-amigo-fur-amigos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/02\/02\/01022006-amigo-fur-amigos\/","title":{"rendered":"01.02.2006: Amigo f\u00fcr Amigos"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. &#8220;Um Kron&#8217; und Kragen&#8221;<\/strong><br \/>Ziel des W\u00fcrfelspiel ist es, die K\u00f6nigin zu bekommen. Jeder Spieler w\u00fcrfelt anfangs mit drei, sp\u00e4ter mit mehr W\u00fcrfeln f\u00fcr sich ein bestes Ergebnis heraus. Analog dem Poker-Schema ist ein Vierling besser als ein Full-House besser als ein Drilling besser als eine Stra\u00dfe und so weiter. Je nach W\u00fcrfelergebnis darf sich der Spieler eine Karten nehmen, die ihm in seiner n\u00e4chsten W\u00fcrfelrunde entweder einen Zusatzw\u00fcrfel oder eine Zusatzwurf oder ein paar Manipulationen an seinem W\u00fcrfelergebnis erlauben. Fazit: Wer am besten w\u00fcrfelt bekommt die m\u00e4chtigsten Hilfskarten und am Ende die K\u00f6nigin.<br \/>Noch darf er sie nicht vernaschen; damit ist nur die Endrunde eingel\u00e4utet. Jeder w\u00fcrfelt jetzt noch einmal an seinem allerbesten W\u00fcrfelergebnis und der beste Wurf gewinnt das Gesamtspiel.<br \/>Nach meinem Geschmack bei\u00dft sich das stupide W\u00fcrfeln mit den komplizierten Manipulationsm\u00f6glichkeiten der erworbenen Karten. Die anderen Spieler fanden das Endspiel spannend, weil G\u00fcnther mit 7 F\u00fcnfen meine 6 F\u00fcnfer-Vorlage \u00fcberbot, anschlie\u00dfend von Moritz mit 7 Sechsen \u00fcberboten wurde und Aaron als Schlu\u00dfspieler mit 8 Vierern die K\u00f6nigin bekam.<br \/>Aus meiner Sicht war das \u00fcberhaupt nicht spannend. Ich war schon abgeschlagen, bevor die Endrunde \u00fcberhaupt eingel\u00e4utet wurde. Und das Zusehen, wie die Mitspieler sich so langsam ihre W\u00fcrfelergebnisse zusammendrehen ist bei &#8220;Kron&#8217; und Kragen&#8221; keineswegs so lustig wie bei &#8220;Bluff&#8221;.<br \/>Ein durchaus bemerkenswertes Attribut des Spieles ist der Titel: er stammt n\u00e4mlich von Moritz! Mit diesem Vorschlag f\u00fcr &#8220;Royal Advancement&#8221; hat Moritz beim Amigo-Wettbewerb 2005 den ersten Preis gewonnen.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 6, G\u00fcnther: 7, Hans: 7, Moritz: 7, Walter: 4.<\/em><br \/>Moritz hat einen Podcast gemacht.<br \/><strong>2. &#8220;Cincinatti&#8221;<\/strong><br \/>Ein W\u00fcrfel-Poker mit Duell-Einlagen.<br \/>Jeder Spieler w\u00fcrfelt verdeckt mit 5 W\u00fcrfeln und entscheidet dann geheim, in welchen Wettbewerb er mit seinem Wurf geht. Im &#8220;Atlantic&#8221; werden die meisten gleichen W\u00fcrfel belohnt, im &#8220;Ballroom&#8221; die beste (Poker-)Stra\u00dfe und im &#8220;Caesar&#8217;s&#8221; die kleinste W\u00fcrfelsumme. Die Spieler im gleichen Wettbewerb &#8220;k\u00e4mpfen&#8221; gegeneinander, der beste W\u00fcrfler erh\u00e4lt die Siegpr\u00e4mie: entweder einen Geldschein oder das Recht, beim n\u00e4chsten W\u00fcrfelwettbewerb noch zus\u00e4tzlich nachzuw\u00fcrfeln oder ein Duell zu beginnen.<br \/>Beim &#8220;Duell&#8221; fordert man einen beliebigen Mitspieler zum W\u00fcrfelkampf heraus. W\u00fcrfelt man besser (analog der Pokerwertung), darf man ihm einen Geldschein wegnehmen.<br \/>Die W\u00fcrfelszenerie ist einigerma\u00dfen passend. Wer sich nach &#8220;Cincinatti&#8221; begibt, erwartet keinen intellektuellen Tiefgang. Es wird schlicht gew\u00fcrfelt, gew\u00e4hlt, kassiert und beraubt. Ich wei\u00df nicht, warum unsere Stimmungskanonen hier deutlich weniger Punkte vergaben als beim Kronenkragen. Haben sie die M\u00f6glichkeiten zum Rechnen vermi\u00dft?<br \/>Unser sprichw\u00f6rtlicher Schlecht-W\u00fcrfler Aaron erw\u00fcrfelte sich als Sieger mit 250 Dollar gleich doppelt so viel wie der Zweitplazierte. Vielleicht hat er in seinem langen Spielerleben inzwischen soviel mehr an W\u00fcrfelerfahrung gewonnen. Wo auch immer.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 3, G\u00fcnther: 4, Hans: 3, Moritz: 5, Walter: 5.<\/em><br \/>Moritz hat einen Podcast gemacht.<br \/><strong>3. &#8220;Schnelldenker&#8221;<\/strong><br \/>Nach dem Prinzip von &#8220;Anno Domini&#8221; liegen ein paar Karten mit Zahlen auf dem Tisch und die Spieler m\u00fcssen erraten, zwischen welchen Zahlen das Ergebnis einer bestimmten Aufgabe liegt. Einfache Fragen lauten: &#8220;Wieviel ist 10 x 5 &#8211; 5&#8221;. Komplizierter wird es bei: &#8220;Wie alt war Leonardo da Vinci als er starb&#8221;.<br \/>Im Gegensatz zu &#8220;Anno Domini&#8221; wird nicht ein einziger Spieler nach der L\u00f6sung gefragt, sondern alle gleichzeitig. Auf das Stichwort &#8220;Schnelldenker&#8221; hin mu\u00df jeder versuchen, als erster seine Ergebnismarke an die richtige Zahlenposition auf dem Tisch zu legen.<br \/>Da die Fragen f\u00fcr die Zielgruppe (ab 12 Jahre) viel zu leicht sind, geht es nicht um Gr\u00fcbeln und Raten, sondern um die gr\u00f6\u00dfte Durchsetzungsf\u00e4higkeit durch Masse (Moritz, G\u00fcnther) oder durch Klasse (ich) oder durch Positionsvorteile am Spieltisch (Hans, Aaron). Der Brutalste kann seine Marke am schnellsten an der richtigen Trivial-Stelle plazieren. Ein zwiesp\u00e4ltiger Wettbewerb.<br \/>F\u00fcr kleinere Kinder, die gr\u00f6\u00dfere Denkpausen ben\u00f6tigen, um nach dem Vorlesen der Frage die richtige L\u00f6sung und den Platz f\u00fcr die L\u00f6sungsmarke zu finden, besteht hoffentlich weniger Gefahr, das Spielmaterial vor lauter Gier nach Siegpunkten zu besch\u00e4digen.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 4, G\u00fcnther: 4, Hans: 6, Moritz: 5, Walter: 6.<\/em><br \/>Moritz hat einen Podcast gemacht.<br \/><strong>4. &#8220;Diabolo&#8221;<\/strong><br \/>Ein Kartenspiel mit 5 Farben und Zahlen zwischen 1 und 5. Jeder Spieler bekommt eine Reihe von Karten in die Hand. Pro Zug steht legt er eine Karte ab und nimmt eine neue Karte vom verdeckten Stapel. Die Karten m\u00fcssen passend zu den ausliegenden Farben auf dem Tisch abgelegt werden. Dabei z\u00e4hlt eine abgelegte Karte auf der &#8220;rechten&#8221; Seite als positiv, auf der &#8220;linken&#8221; Seite als negativ.<br \/>Wenn von drei Farben mindestens jeweils 5 Karten abgelegt sind, ist das Spiel beendet und der Sieger wird ermittelt: Es z\u00e4hlen die \u00fcbrigen Karten in den H\u00e4nden der Spieler und zwar pro Farbe als Plus- oder als Minuspunkte, je nachdem die Farbe mehr positive oder mehr negative Ablagekarten erhalten hat.<br \/>Uns kam das Spiel \u00e4u\u00dferst unlogisch vor. Was kann ein Spieler dazu, ob er eine hohe oder niedrige Karte, eine positiv oder eine negative gewertete Karte vom verdeckten Stapel nachzieht. Ist dieser Zufallseinfu\u00df ein &#8220;Bug&#8221; oder ein &#8220;Feature&#8221;? Uns erschiene es besser, wenn Karten in einer Farbe, deren Wertigkeit auf dem Tisch bereits festliegt, nicht mehr nachgezogen werden d\u00fcrfen. <br \/>Auch sonst besitzt das Spiel eigentlich nichts, was pa\u00dft. Die Karte zum Verdoppeln der Wertungspunkte ist unmotiviert und in ihrem Effekt unberechenbar und eine Taktik oder Strategie bei Kartenablage und Kartenpflege nirgendwo erkennbar. (G\u00fcnther ist vielleicht kl\u00fcger.) Der Zufall erschl\u00e4gt alles.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 2, G\u00fcnther: 5, Hans: 2, Moritz: 6, Walter: 2.<\/em><br \/>In einem Versuch zu Spielverbesserung haben wir alle Karten gleich zu Spielbeginn an die Spieler ausgeteilt, so da\u00df sie vielleicht einen \u00dcberblick \u00fcber das Kartenpotential in ihren H\u00e4nden gewinnen k\u00f6nnten. Hans vergab als erstes eine blaue Vier-Minus, Aaron eine blaue Drei-Minus und Walter eine blaue 4 Minus. G\u00fcnther legte noch eine blaue 2 Plus dazu und Moritz mit der Hand voller blauer Karten war bereits bei Minus 12 Siegpunkten angelangt, bevor er auch nur eine einzige Karte spielen konnte.<br \/>F\u00fcr diese Variante vergab Hans einen Punkt mehr (er war ja Startspieler), G\u00fcnther und Moritz setzten ihre Wertung AUF (nicht UM) 1 Punkt herab (sie waren auch Endspieler).<br \/>Moritz hat KEINEN Podcast gemacht, Walter wird KEINE Rezension schreiben.<br \/><strong>5. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>Im Endspiel Moritz gegen Hans mit je einem W\u00fcrfel legte Moritz eine 4 vor. Hans erh\u00f6hte auf 5. Moritz ging auf 1 Stern. Was war los?<br \/>Hatte Moritz tats\u00e4chlich einen Stern gew\u00fcrfelt und sich mit der &#8220;Immer-4&#8221;-Strategie aus der Patsche helfen wollen? Wetten werden angenommen!<br \/>Hans hob auf 2 F\u00fcnfer \u0085 und hatte verloren. Moritz hatte eine 4 gew\u00fcrfelt und wu\u00dfte nach Hansens 5 keine andere Rettung als einen gro\u00dfartigen Bluff.<br \/>Hinterher ist leicht zu sagen, da\u00df Moritz mit einem eigenen Stern auf 2 F\u00fcnfen h\u00e4tte setzen m\u00fcssen. Und weil er das nicht getan hatte, konnte er keinen Stern haben. Hinterher \u0085<br \/><em>WPG-Wertung: Das beste Spiel des Abends.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Um Kron&#8217; und Kragen&#8221;Ziel des W\u00fcrfelspiel ist es, die K\u00f6nigin zu bekommen. Jeder Spieler w\u00fcrfelt anfangs mit drei, sp\u00e4ter mit mehr W\u00fcrfeln f\u00fcr sich ein bestes Ergebnis heraus. Analog dem Poker-Schema ist ein Vierling besser als ein Full-House besser als ein Drilling besser als eine Stra\u00dfe und so weiter. 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