von Peter am 7.11.2006 (435 mal gelesen, 1 Kommentar)

Gestern Abend traf sich eine vergn├╝gte WPG-Runde bei Hans im Gl├╝ck, bestehend aus G├╝nther, Moritz, Loredana und mir. Wir spielen:

1. Baumeister von Arkadia http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameName.py?lang=DE&frames=0&gamename=arkadia

Laut G├╝nther “eines der besten Spiele von Essen”. Entweder ist die diesj├Ąhrige Spielequalit├Ąt mager, oder selbst dem G├╝nther ist nicht mehr zu trauen. Das Spielprinzip ist “Leg ein Pl├Ąttchen, und wenn alle Felder drumrum besetzt sind, wird gewertet”. Nur wenige Zusatzregeln machen dies (unwesentlich) interessanter. Ich w├╝rd's nicht unbedingt noch mal spielen wollen. Das Spiel funktioniert, aber es gibt besseren Zeitvertreib. In der letzten Runde zog G├╝nther an Moritz, an der an seinen sicheren Sieg glaubte, vorbei.

2. Yspahan
http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameName.py?f=00w%5EE4X&gamename=yspahan

Laut G├╝nther “sehr sch├Ânes Familienspiel – im positiven Sinne”. Das sagt mein Brettspiel-Idol in seiner h├Âflichen Art normalerweise ├╝ber stark gl├╝cksabh├Ąngige Spiele, die man auch gut mit Nicht-Spielern spielen kann (Kniffel oder so). In der Tat w├╝rfelt man auch bei Yspahan mit vielen W├╝rfel, aber das war's auch schon mit den ├ähnlichkeiten. Yspahan ist ein echtes, gutes, forderndes Brettspiel der Sorte, wie ich sie liebe: Es gibt verschiedene Methoden, Punkte zu machen, und es ist nicht evident, welche die effizienteste ist. Es gibt die M├Âglichkeit, Fertigkeiten zu entwickeln. Kurz: Wer Goa mag, mag auch Yspahan. Als Familienspiel w├╝rde ich Yspahan ├╝berhaupt nicht bezeichnen — daf├╝r ist es viel zu komplex. Ich bin schrecklich stolz auf meinen ├╝berlegenen Sieg und bin froh, wenigstens einem Hersteller blind trauen zu k├Ânnen: Ystari, die Spieleschmiede, die bislang wirklich nur Spiele nach meinem Geschmack hatte. (Jetzt will ich endlich Ys spielen!)

3. Bison
http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameName.py?f=00w%5EE4X&gamename=bison

Ein Kiesling/Kramer-Spiel, aber trotzdem schlecht. Man legt eine Landschaft aus Pl├Ąttchen und kriegt Punkte, wenn man seine M├Ąnnchen draufstellt. Ich hab's selbst gekauft (leider) und stell' jetzt gleich mein ungepunchtes Exemplar bei Ebay rein.

4. Null und nichtig
http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameName.py?f=00w%5EE4X&gamename=nichtig

Ein kleines Amigo-Kartenspiel: Es gibt Karten in f├╝nf Farben. Wer den Stich macht, legt die Stichkarten offen nach Farben sortiert aus, wobei pro Stapel immer noch die oberste sichtbar ist (logisch). Was am Ende sichtbar ist, das z├Ąhlt als Punkte. Liegt bei mir also eine rote 10, will ich keinen Stich, in dem die rote 0 ist. Es gibt keinerlei Zugabezwang, die h├Âchste Karte sticht. Das sind schon fast alle Regeln. Schnell zu spielen, auch f├╝r Kinder geeignet, das, was ich Familienspiel nennen w├╝rde. Ich w├╝rd's nicht noch mal spielen wollen, in der Zeit h├Ątte man sich besser mit Bluff am├╝siert.

Fazit: Yspahan wird gekauft, der Rest bewegt sich bei mir punktem├Ą├čig zwischen 4-6.


Eine Reaktion zu “06.11.2006: Mehr neue Essen-Spiele”

  1. Walter

    Starke, klare Worte von einem, der seine WPG-Wertungspunkte zwischen 1 und 10 Punkten am weitesten streut. Ich bin mal gespannt, wie Du “Kabale und Hiebe” bewertest; hier bin ich ja noch der einzige Unkenrufer in einer ansonsten heilen Welt.
    Es f├Ąllt offentlichlich doch ziemlich schwer, einerseits gut Freud zu sein und andererseits emotionslos die Kritikerz├Ąhne zu zeigen, wenn das Ergebnis es verdient.