Session Report 22.10.2003
at the table: Walter, Hans, Aaron, Moritz
on the table: Shipwrecked
Ein Versteigerungsspiel um Karten, die einerseits Punkte für den Sieg und andererseits
Einkommen für die nächsten Versteigerungen liefern. Eine Versteigerung läuft in 1 bis 6
Runden ab, in denen jeder Spieler jeweils eine Gebot-Karte ausspielt. Es wird nicht offen
geboten, sondern die Karten werden verdeckt ausgelegt, wobei sich die verschiedenen
Karten nach Art von “Stein-Schere-Papier” gegenseitig ausstechen.

Wer eine Stop-Karte legt, kann die Versteigerung beenden. Er hat die Versteigerung
aber nur gewonnen, wenn in dieser Runde keiner eine Strike-Karte gelegt hat, und wenn
kein weiterer Spieler eine Stop-Karte gelegt und dabei in den vorhergegangenen Runden
mehr Pass-Karten gelegt hat.
Wer eine Strike-Karte legt, hat die Versteigerung gewonnen, wenn ein anderer Spieler
eine Stop-Karte legt UND mit dem Wort “Stop” die Versteigerung beendet. Und
wenn natürlich kein weiterer Spieler eine Strike-Karte gelegt hat. Wer eine Pass-Karte
legt, sammelt nur Tie-Breaker-Pluspunkte, für eine spätere Runde, in der er die
Stop-Karte legen und sich gegenüber seinen Stop-Konkurrenten durchsetzen will.
Es geht also im wesentlichen um ein psychologisches Glücksspiel, bei der man die
Taktik seiner Mitspieler im Einsetzen von Strike-Stop-Pass-Karten richtig einschätzen muß
und seine eigenen Karten passend dagegen setzen muß.
Wir haben kurz mal überlegt, ob das Spiel unserem Standard-Absacker “Bluff”
das Wasser reichen kann. Kann es nicht. Hier wird nicht gerechnet, es wird nicht gelogen,
es wird nicht geschoben, gedrückt und geblufft. Man kann lediglich versuchen zu erraten,
mit welcher Kartenreihenfolge die Mitspieler ihre Versteigerungsambitionen verfolgen
werden. Und man muß versuchen, asynchron darauf zu reagieren. Das ist alles. Aber das
Spiel ist locker und leicht und wurde als Absacker grundsätzlich positiv aufgenommen.
Westpark-Gamers Wertung: 6,0