von Walter am 18.05.2006 (292 mal gelesen, keine Kommentare)

Gummib├Ąrchen geh├Âren zu einem Spielabend am Westpark genauso wie W├╝rfel zum Bluff. Der Verbrauch ist enorm, im Durchschnitt mehr als ein P├Ąckchen pro Spielerschlund.
Doch heute hatte das erste P├Ąckchen Gummib├Ąrchen eine ganz andere Funktion als sonst. Eine emsige Auseinandersetzung wurde damit zum finalen Abschlu├č gebracht. Welche? Das kann ich erst in zwei Wochen verraten. Erinnert mich bitte noch einmal daran.
1. “Amun-Re”
Mit seinen 3 Lebensjahren schon fast ein alter Hase. Aber immer noch traufrisch. Umfangreiche aber doch einfache Spielz├╝ge, konstruktive Mechanismen, wechselndes Tempo, kaum Zufallselemente, daf├╝r aber viel Planung und Strategie, und jede Menge Konkurrenz.
Michael mu├čte gleich zu Beginn seine mathematische Bildung unter Beweis stellen. Wie hei├čt die Zahlenreihe:
1 3 6 10 ┬ů. d, h. f(n) = n * (n+1) / 2?
Antwort: Kniza-Reihe!
Bei “Doge” hatte sich Andrea Keirat noch gewundert, warum man in Vendig mittelpr├Ąchtige Palazzi von einem Stadtteil in den anderen versetzen konnte. Bei “Amun-Re” h├Ątte keiner was dagegen gehabt, wenn man riesige Weltwunder-Pyramiden von einer Nil-Provinz in die andere h├Ątte verschieben d├╝rfen. Vielleicht haben das die alten ├ägypter sogar gemacht. Doch Kniza hat entschieden:
[glowred]Quod licet licet = Was liegt, das liegt![/glowred]
(├ťbrigens: Bei Google findet man 74 mal “Quot licet” und 104000 mal “Quod licet”! Quot bovis? – Oder so ├Ąhnlich!)
Peter durfte beim Tempelopfer als erstes seine Plus-Minus-3-Sonderkarte zur Geltung bringen. Doch unschl├╝ssig dar├╝ber, was ihm die besten Punkte einbringen w├╝rde, ├╝berlie├č er die kalkulatorische Bilanzierung G├╝nther, der die gleiche Sonderkarte gespielt hatte, um anschlie├čend mit seiner Karte die Aktion von G├╝nther zu neutralisieren. Hier gilt das alte WPG-Gesetz : “Es kann niemals sein, da├č eine Aktion, die f├╝r G├╝nther positiv ist, f├╝r einen anderen Spieler ebenfalls positiv ist.”
In braver Sch├Ąfchen-Manier lie├č ich mich beim Tempelopfer nicht lumpen und verhalf damit bei der Halbzeitwertung den Templern G├╝nther und Hans zu zwei zus├Ątzlichen Siegpunkten. Daf├╝r hatten diese kapitalistischen Grunderwerber einen Schrecken ├╝ber den zweifelhaften Wert ihrer Tempelinvestitionen bekommen, so da├č sie mir in der n├Ąchsten Runde fast f├╝r einen Appel und Ei drei der vier Tempelgrundst├╝cke ├╝berlie├čen. Das reichte fast zum Sieg. Nur G├╝nther konnte ├╝ber den Pyramiden-Tiebreak noch ein Milligramm zulegen. (Mit Kilos h├Ątte er auch kein Problem gehabt!)
WPG-Wertung: Hans und Michael konnten mit ihren jeweils 8 Punkten den WPG-Median nur noch zementieren.
Unsere Rezensionen vom Mai und Juni 2003 sind immer noch g├╝ltig.
2. “Sticheln”
To Bluff or not to Bluff, das ist hier die Frage. Reines W├╝rfelvergn├╝gen oder schadenfreudige Kartenarbeit zum Absacken. Zur Weiterbildung unseres Newcomer Michael wurde auf Arbeit entschieden.
In dem Stichspiel “Sticheln” m├╝ssen alle Spieler ohne R├╝cksicht auf irgendwelche Farbe-Bedienen-Regeln ihre vierzehn Karten einzeln zu jeweils einem Stich ausspielen bzw. zugeben. Welche Karte den Stich macht, ist genau definiert. Doch das Stich-Potential einer Karte unterliegt deutlichen Ausspiel-Schwankungen. Au├čerdem ist nicht von vorneherein klar, ob ein Stick gut oder schlecht wird. Es gibt viele gute Karten, die jeweils aber nur einen einzigen Siegpunkt einbringen, und es gibt wenige schlechte Karten, die aber gleich mit vielen Minuspunkten reinhageln. F├╝r jeden Spieler gibt es andere gute oder schlechte Karten. Es ist ein st├Ąndiges Schwanken zwischen Himmel und H├Âlle, ob man einen Stich kriegt oder nicht.
Obwohl die aufgehalste “Arbeit” deutlich als solche zu erkennen war, wurden doch wesentlich bessere Noten vergeben als vor 3 Jahren. Peter und Walter legten je 2 Punkte drauf, Michael scho├č mit jetzt 9 vergebenen Punkten den Vogel ab.
Heutige WPG-Wertung: G├╝nther: 8 (konstant), Hans: 7 (plus 1), Michael: 9 (Newcomer), Peter: 8 (hattest du deine 6 Punkte vergessen?), Walter: 8 (hatte seine 6 Punkte vergessen!).
Moritz hat schon im Februar 2003 einige Tips zum erfolgreichen Karten-Management formuliert.


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