14.01.2026: Götter, Gräber und Sponsoren

1. “Royal Society of Archeology”

„Royal Society“ – welch ein klangvoller Name und welch eine edle Gesellschaft! Lassen wir mal die KI nur ein paar der berühmtesten Mitglieder aufzählen: Isaac Newton, Charles Darwin, Michael Faraday, Louis Pasteur, Lord Kelvin. Und viele andere.

Hier traf und trifft sich die Creme de la Creme der Gesellschaft und der Wissenschaften, um in die Welt hinauszuziehen und reich beladen mit Wissen und Vasen heimzukehren, dem British Museum ein paar Halsketten zu verehren und den – selbstverständlich ebenfalls notwendigen – Sponsoren eine pharaonische Goldmaske zu überreichen.

Welch ein Szenario, wenn ein Forscher zurückkommt und vor der königlichen Gesellschaft seine Ergebnisse präsentiert! Sein Schüler gewinnen Einsichten und er selber gewinnt Ansehen. Welch ein Fundus für eine Fülle von Spielmechanismen, die Eric Jumel in seinem Spiel realisiert hat. Selbst der König kommt darin vor und bestraft periodisch die Nachzügler, der sich nicht rechtzeitig um ihr Weiterkommen bemüht haben.

Gut anderthalb Stunden lang erklärte Günther die Spielregel, dann beackerten wir eine Stunde lang die erste Runde, in der jeder Spieler mit seinen drei Forschern je einen Zug, insgesamt also drei Züge machen durfte. Immer wieder war vom aktiven Spieler wie auch von der Spielergemeinde zu hören: „Das geht nicht!“ – „Das geht auch nicht!“ Mal fehlte das benötigte Ansehen, mal die Reputation, mal das Know How, mal das Geld und mal das Relikt. Ansonsten war alles sehr konstruktiv und brachte nach einem vollendeten Zug Siegpunkte, Prestige, akademische Weiterbildung, Artefakte und neue Forschungsaufträge.

Nach weiteren zwei Stunden hatte jeder auch seine restlichen neun Züge absolviert, Moritz alle seine Sponsoren befriedigt und mit einem wohlausbalancierten Mix aus Punkten und Prestige den Sieg errungen.

WPG-Wertung: Aaron: 5 (unnötig viele Restriktionen, die die Spielfreude kaputt machen, ungewollte Interaktion, unstimmige Effekte [warum wird ein Mitspieler belohnt, wenn ich für mich den richtigen Zug machen will. Noch dazu ist diese Fremd-Belohnung erheblichen Zufällen unterworfen], viel zu lang), Günther: 6 ([wie immer beschwichtigend:] Wir haben ja insgesamt nur 12 Züge zu machen, da sollten wir den komplexen Aufbau doch irgendwann mal beherrschen), Moritz: 6 (das Thema ist sehr schön, die Züge nicht sehr intuitiv; manche Züge sind total kurz, manche total lang, im Museum steckt eine Design-Schwäche, man kann es links liegen lassen. Ich bin nicht geil darauf, es nochmals zu spielen), Walter: 6 (das Schönste sind die bunten Säckchen zum Ziehen der Artefakte, leider auch ein bisschen kontraproduktiv, wenn man sich explizit eines daraus heraussuchen darf).

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