29.04.2026: Viele kleinere und zwei größere Spiele

1. “Dingsbumms”

Ein Partyspielchen. Der aktive Spieler liest einen Satz vor, bei dem ein frei wählbares Stichwort durch „Dingsbumms“ ersetzt wurde. Zum Beispiel: „Im Urlaub möchte ich gerne Dingsbumms sehen.“ Anschließend überlegt sich jeder Spieler, was das „Dingsbumms“ aus der Sicht des aktiven Spieles wohl sein könnte, und schreibt es verdeckt auf einen Zettel. Der aktive Spieler sammelt die einzelnen Vorschläge ein und liest sie vor. Es gibt Siegpunkte für die richtige Einschätzung des aktiven Spieler und für eigene Vorschläge, die Mitspieler dem aktiven Spieler zugetraut haben.

WPG-Wertung: Aaron: 6, Andrea: 6, Günther: 5 (tatsächlich 1 Punkt weniger als die anderen!), Moritz: 6, Walter: 7 (tatsächlich 1 Punkt mehr).

2. “Auf die Eier”

Ein Würfelspiel nach der Art von Kniffel. Jeder Spieler darf mit 9 Würfeln dreimal würfeln und sie peu-a-peu zum besthonorierten Muster zusammenstellen. Anstelle von Augen sind Icons aus einer Hühnerbraterei abgebildet: in die Pfanne passt genau ein Omelett, in den Kochtopf passen beliebig viele Eier, und ein rotes Huhn ist auch dabei, es zählt aber nur, wenn man am Ende genau die richtige Anzahl davon gewürfelt hat.

Das Besondere dabei ist: Es gibt auch faule Eier. Sie werden beim Würfeln aussortiert, ganz am Schluss aber nochmals von einem Mitspieler – damit es lustiger ist – gewürfelt und dem aktiven Spieler zugeordnet. Als erneut gewürfelte faule Eier nullifizieren sie eine der gehegten Würfelkombinationen, als rotes Huhn können sie den Traum von der richtigen Anzahl roter Hühner (viele Siegpunkte) erfüllen helfen oder zerstören.

Wir haben viel gelacht. Unsere Stimmung war aber auch danach.

WPG-Wertung: Aaron: 7 (ich schätze den Autor), Andrea: 6, Günther: 6 (die Würfel und die kleine Spielschachtel passen ideal zusammen), Moritz: 6 (etwas solitär, in der 5er Runde zu langsam), Walter: 6 (die faulen Eier heben das Spiel deutlich über das gemeine Kniffel hinaus).

3. “Schräge Vögel”

Am 22. Januar vorigen Jahres zum ersten Mal gespielt. Moritz saß damals bei der Notenvergabe schon in der U-Bahn, diesmal waren er und seine Andrea bis zur bitteren Neige dabei und drückten ziemlich humorlos den WP-Durchschnitt nach unten.

WPG-Wertung: Aaron, Günther und Walter blieben bei ihren 5 Punkten, Andrea siedelte sich um 1 Punkt darunter an (sie hält nicht viel von Vögeln) und Moritz blieb gleich 2 Punkte unter dem alten WPG-Durchschnitt („Coloretto“ hat ein ganz anderes Kaliber). Keine Widerrede.

4. “Tropichaos”

Reihum nehmen wir uns eine „Frucht“ aus der offenen Auslage und stellen sie in unser Warenlager. Maximal fünf Früchte haben darin Platz. Deswegen müssen wir rechtzeitig immer wieder unser Lager räumen, ganz oder genau die Hälfte der gelagerten Waren.

Das Nehmen der Früchte kostet nichts, die Verkaufspreise der unterschiedlichen Früchte hingegen unterliegen unterschiedlichen semi-vorhersehbaren Schwankungen. Hier ein glückliches Händchen für den richtigen Zeitpunkt zum Nehmen und zum Verkaufen zu haben, ist die halbe, wenn nicht die ganze Miete für den Sieg.

WPG-Wertung: Aaron: 4 (für unsere 5er Runde), Andrea: 4, Günther: 5, Moritz: 5 (nicht so richtig der Brüller), Walter: 5 (der schlichte Spielmechanismus könnte schnell ausgelutscht sein).

5. “Ersteigere Dir Dein Glück”

Aarons Eigenentwicklung lag schon – seit Jahren – mehrmals bei uns auf. Ein hübscher Versteigerungsmechanismus um gute und weniger gute Objekte mit tödlichen Modifiern.

WPG-Wertung: Aaron: (kein Eigenlob), Andrea: 8, Günther: 7 (am Startspieler-Ausgleich könnte man noch drehen), Moritz: 8, Walter: 7 (Versteigerungen sind nicht so recht mein Ding)

6. “The Gang”

Ein kooperatives Poker nach den Wertungsregeln des stinknormalen „Texas Hold’em“. Nicht ein Einzelner gewinnt und streicht die Einsätze sein, sondern wir müssen kooperativ ermitteln, wer am Ende das beste, das zweitbeste, usw. bis zum schlechtesten Blatt hat.

Dazu müssen wir in jeder der vier „Bietrunden“ uns selber einschätzen, wie gut unsere aktuelle Hand relativ zu denen der Mitspieler ist. Lediglich aus dem Gerangel um diese Selbstplatzierung signalisieren wir den Mitspielern den Wert unserer Hand. Es kann gut funktionieren.

Eine Gefahr für böses Blut ist (am Westpark) gegeben, wenn eine Selbsteinschätzung – in den Augen der Mitspieler – ziemlich daneben liegt und damit das gemeinsame Ziel der richtigen Werte-Reihenfolge verfehlt wird.

WPG-Wertung: Die Wertung wurde nicht abgefragt, Walter vergibt 7 Punkte für die individuelle Pokerfreude und die vage Gruppen-Deduktion.

Nachtrag zum 15.04.2026: Fairway and rough

1. “7 Wonders – Dice”

Ein Ableger des klassischen „7 Wonders“ mit Würfeln. Bemerkenswert ist die quadratische Würfelbox, in der die Würfel geschüttelt werden. Der Quadrant, in dem ein Würfel zu liegen kommt, bestimmt den Preis; er liegt zwischen 0 und 3 Münzen.

Alle Spieler wählen gleichzeitig – still vor sich hin – einen Würfel und errichten daraus ein Gebäude (für Rohstoffproduktion, Siegpunktquellen oder sonstige Vorteile), bauen an ihrem Weltwunder oder passen und streichen dafür Geld ein. Ganz ähnlich wie im Original, nur einfacher.

WPG-Wertung: Aaron: 5 (7 Punkte auf der Boardgame Arena, das Würfeln in der Würfelbox hält den Spielfluss auf), Andrea: 7 (für die Würfel-Rappelei 1 Punkt weniger), Günther: 6 (die Versionen sind sich sehr ähnlich), Moritz: 6 (von allen 7-Wonders-Realisiserungen die schlechteste), Walter: 5 (das Handling ist fehleranfällig, das Malen mit Wachsstiften auf Pappe ist eine „schmutzige“ Lösung).

2. “TRND”

Die Karten dieses kleinen Kartenspiels zeigen drei verschiedene Formen (Stühle) in drei verschiedenen Farben. Jeder Spieler erhält davon zu Spielbeginn eine bestimmte Anzahl und muss anschließend durch Nachziehen und Ablegen erreichen, dass er nur noch Karten einer einzigen Sorte auf der Hand hat.

Nachgezogen wird immer nur eine Karte, abgelegt können beliebig viele identische Karten, sofern sie auch noch in Form oder Farbe mit der obersten Karte des Ablagestapels übereinstimmen.

Jeder Spieler kann aussteigen, wenn er die Zielbedingung erfüllt hat. Muss er aber nicht, sondern er darf weiter sammeln, denn die Anzahl seiner Zielkarten geht quadratisch in die Siegpunkte ein. Wer allerdings als Letzter aussteigt, geht leer aus. Also ein typisches „Push-your-Luck“-Spiel.

WPG-Wertung: Aaron: 5, Andrea: 5 (nix zum Lachen), Günther: 4 (keine Freude, keine Schadenfreude), Moritz: 5, Walter: 5.

3. “Fair enough”

Dieses Kartensammelspiel läuft in zwei Phasen ab. In der ersten Phase nehmen wir reihum aus der offenen Auslage Karten auf die Hand, in der zweiten Phase legen wir sie offen vor uns ab.

Jede Karten hat einen Kartenwert und einen Zeitbedarf. Der Kartenwert wird am Ende in Siegpunkte umgemünzt, der Zeitbedarf wird beim Ausspielen von einer gemeinsamen Zeitsumme abgezogen, und wenn die Restzeit bei Null angelangt ist, ist das Spiel schlagartig zu Ende.

Dann zählen für jeden Spieler seine ausgelegten Karten, aber nur, falls er rechtzeitig ausgestiegen ist und damit seine Auslage gesichert hat. Ohne Sicherung ist eine Auslage bei Spielende nichts wert.

Es gibt Sonderkarten, mit denen man die Restzeit manipulieren kann, und es gibt Ärgerkarten, mit denen man einem beliebigen Mitspieler das beste Pferd aus dem Stall wegschießen kann! (Pfui, wir sind doch in Bayern und nicht in Texas!)

WPG-Wertung: Aaron: 5 (zu chaotisch), Andrea 5 (unberechenbar, die Recherche-Phase ist interessant), Günther: 6 (spannend, am Westpark sogar lustig), Moritz: 7 (mit etwas Memory ist das Ende der Auslagephase mit einiger Wahrscheinlichkeit berechenbar), Walter: 4 (für die Ärgerkarten).

4. “Bomb Busters”

In der 5er Runde haben wir die Stufe 53 wieder nicht geschafft, erst in der nachfolgenden 3er Runde, nachdem Andrea und Moritz bereits zur vorvorletzten U-Bahn abgedüst waren, hatten wir Glück. Ein konzertiertes Vorgehen im mittleren Kabelausschnitt bringts. Noch dazu konnte Aaron relativ schnell sein Bänkchen leeren und in der 2er Runde mit noch relativ vielen Kabeln war das Ganze fast ein Kinderspiel.

Keine neue WPG-Wertung für ein Super-Spiel.

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