Spielbericht 13.12.2002

Spielbericht 13.12.2002

Autor: Moritz

am Tisch: Andrea, Hans, Aaron, Basti, Moritz

auf dem Tisch: Advanced D&D First Edition: „The Tomb of
Horrors“

  1. The Tomb of HorrorsTomb of Horrors cover

    Nach dem Erfolg der letzten Rollenspielrunde war es diesmal relativ leicht, die
    Gruppenmitglieder zu einem weiteren Besuch in der Gruft der Schrecken zu bewegen. Diesmal
    sollte die Erforschung allerdings nicht so glatt vonstatten gehen wie letztesmal…

    Die Gruppe befand sich nach wie vor in einer langen Halle mit Wandmalereien, von denen
    einige als Geheimtür zu verschiedenen Gängen führten. Den einen Weg wollte man erst
    einmal nicht einschlagen – irgendwie machten einen die aus der Wand schiessenden
    Energiepfeile nervös. Den anderen hatte man schon erforscht (die 3 Truhen) und beim
    dritten war man misstrauisch (die Pforte der magischen Nebel). Blieb also nur der lange
    Gang, der in einer Wand endete – Bastis Magier Rizarden vermutete nicht zu Unrecht
    dort eine Geheimtür. Da man zu faul war, danach zu suchen, wurde wieder einmal kurzerhand
    die Wand in Schlamm verwandelt, dies riss jedoch Rizarden gleich selber durch die
    Schlammmassen in den nächsten Raum, ein mysteriöses Heiligtum mit Zombieszenen an den
    Wänden, jedoch auch guten Symbolen hier und dort. Ein Skelett wies mit der Hand auf ein
    weiteres Nebelportal, ausserdem lockte ein grosser Altar. Man machte sich allerdings
    zuerst an die Erforschung von zwei vollkommen langweiligen Urnen, so langweilig, daß
    Aarons Borsac sich kurzerhand auf den Altar schwang (warum, wissen nur die Götter). Dies
    löste einen Energieblitz von beträchtlichem Ausmass aus, der Borsac leicht versengte, für
    die 2 im Weg stehenden Fackelträger Kaspar und Bully jedoch den Desintegrationstod
    bedeutete.

    Die Gruppe war aber immer noch nicht vorsichtig genug geworden – man öffnete
    fröhlich die Betbänke und wurde von einer schwächenden Giftwolke überrascht. Hierauf
    sprangen Elrican und Darriell erst einmal vor Schreck in das Nebelportal….und tauchten
    geschlechtsumwandelt und böse wieder daraus auf!

    Das war erst mal wieder zuviel, die Gruppe musste erst einmal 2 Tage
    verschnaufen…weiteres Experimentieren mit dem Nebelportal ergab, das die
    Ausrichtungsänderung rückgängig zu machen war, die Geschlechtsänderung jedoch nicht.
    Elrican blieb also Elricana, konnte dafür aber wieder heilen (als gute Priesterin).
    Darriell(a) dagegen blieb lieber böse…und nervte fortan mit äusserst chaotischem
    Verhalten!

    Nach der Rast entdeckte man durch Andreas stets gut gezielte Suchsprüche einen Schlitz
    in der Wand – Hans war der Erste, der auf die Idee kam, diesen mittels des vorher
    gefundenen Ringes in eine zu öffnende Geheimtür umwandelte. Vorsichtig stieg man eine
    tiefe Treppe herab, und stiess auf eine Folge von drei Türen, jeweils mit einer fiesen
    Falltüre dahinter. Andrea misstraute dem langen, um die Ecke führenden Gang, und suchte
    die Gruben erst einmal ab- Bingo: Ein weiterer Geheimgang! In diesem stiess man zuerst
    auf einen recht ereignislosen Gang, der mittels einer weiteren Türe zu einem
    ereignislosen Raum mit 3 grossen Fässern führte. Nun, sieht man mal von der Riesenamöbe
    in einem der Fässer ab! Ausserdem fand man 2 Teile eines Schlüssels, die auch gleich
    zusammenpassten.

    Da man irgendetwas von ZWEI Schlüsseln ahnte (siehe Acereraks Gedicht vom letzten Mal),
    nahm man an, doch in dem langen Gang eventuell etwas zu verpassen. Dieser führte zu eine
    Tür, die Borsac kurzerhand zerhackte. Leichtfüssig schritt die Gruppe einem schrecklichen
    Schicksal entgegen, auf einem in einen Lavastrom kippenden Fussboden! Nicht alle konnten
    sich schnell retten – Wurgan kämpfte sich mühsam mit mehreren
    Geschicklichkeitswürfen wieder zum Eingang, während er den Tod hinter sich wusste!

    Nun, dann doch lieber den anderen Gang entlang!

    Hier stiess man ersteinmal auf unpenetrierbaren Nebel, der lustigerweise mit
    „Springerstiefeln“ (im wahrsten Sinne des Wortes) erforscht wurde. Eine Tür
    führte wiederum zu unpenetrierbaren Spinnweben, die nur durch Bastis Feuermagie
    vernichtet werden konnten (zusammen mit dem daranhängenden „10-foot-pole“,
    der vorher bei der Fallenerkennung gute Dienste geleistet hatte). In einer kleinen Kammer
    stiess man auf eine merkwürdige brüllende Mumie, die auch gleich angriff. War dies
    Acererak, das Lich? Die Mumie war auf jeden Fall schnell erledigt, sofort stürzte auch
    gleich JamesBond-mäßig die Decke ein. Alles Illusion, wie Andrea gleich darauf
    herausfand! Na, so leicht war man nicht von der Suche nach Acererak abzubringen. Sich
    erst in einer weiteren Sackgasse wähnend, fand man doch noch eine Geheimtür im
    Fässerraum. Wieder ein langer Gang – eine weite Fallgrube mit Speeren wurde recht
    locker mit den Spring(er)stiefeln überquert (man reichte diese ingeniös jeweils an den
    nächsten mit einem Seil weiter). Eine weitere Geheimtür (die einzige Fortbewegungsmethode
    in dem Dungeon), und man stand in einer kleinen Grabvorkammer. Diese hatte die
    unangenehme Eigenschaft alle paar Minuten zu wackeln, was in eine Art lustiges
    Zwergenkegeln ausartete. Dutzende von kleinen Truhen waren schnell durchsucht (ihr Inhalt
    immer Schlangen oder kleine Schätze). Andrea untersuchte mutig die seltsamen Vorhänge,
    als der Raum wiede mal wackelte. „Hältst Du Dich fest?“ „Ja“.
    „Wo?“ „Am Vorhang“. „Wirklich? Bist Du sicher?“.
    „Ja, ganz sicher“. Nun, der Vorhang riss, verwandelte sich in grünen Schleim
    und begrub Andreas arme Elricana unter sich. Erst Geschlechtsumwandlung, dann Schleimtod
    – wahrlich ein Freitag der 13.!

    Das war so shocking, daß die Gruppe von einer seltsamen Depression befallen wurde.
    Lustlos beschäftigte man sich mit dem Schleim, der sich auch gleich in wärmesaugenden
    Schimmel verwandelte, nachdem man mit Fackeln darin herumstocherte. Traurig suchte man
    das Verlies mal hier, mal da ab – es schien keinen Ausweg mehr zu geben! Fast
    stoisch begegnete Basti den Todesspeeren, die aus der untersuchten länglichen Fallgrube
    schossen, als er sie zum Durchsuchen betrat…

    Endlich entschloss man sich aber doch, doch der Serie von Geheimräumen mit
    Energiepfeilen nachzugehen, und voilà, es gab doch einen Ausweg! Schade nur, daß da auch
    ein ziemlich fieses Gargoyle stand – das bisher am schwersten zu besiegende
    Monster! Um den Hals herum hatte es eine Edelsteinkette…Edelsteine? Moment, da war doch
    noch das ANDERE Gargoyle, aus Stein, mit den seltsamen Dellen in den Händen. Ein paar
    statuenzerquetschte Edelsteine später war man in Besitz eines Magischen Auges, mit dem
    fröhlich alles abgesucht werden konnte. So stiess man auch endlich auf den Ausgang des
    Verlieses, direkt neben dem Gargoyleraum. Frühmorgens müde an die frische Luft stolpernd,
    war die Gruppe nun doch zu einer Art Happy End gelangt!

    Wie mag es wohl weitergehen?