Emmerlaüs

Emmerlaüs

Emmerlaüs

Hersteller: Creations Chaos (erhältlich)

Autor: J.-F. Hamel

Getestet: Basisspiel (erschienen 2000)

Tester: Moritz Eggert

Szenario: In einer nicht näher definierten Fantasy-Welt stoßen mächtige Magier
und ihre Zaubersprüche aufeinander. Wer als letzter übrigbleibt, gewinnt!

Das Spiel: Jeder Spieler repräsentiert einen Magier, und versucht die anderen
Spieler aus der Arena (oder wo auch immer dieses Gemetzel stattfindet) zu werfen. Ein
Spiel zu zweit ist möglich, der Autor empfiehlt jedoch 3-10 (!) Spieler. Jeder Spieler
hat immer 5 Karten auf der Hand (mehr, falls die verschiedenen Expansion-Sets verwendet
werden), die mit zum Teil etwas konfusen Computergrafiken recht aufwendig gestaltet sind
(bei schlechtem Licht oder schlechten Augen nicht gut zu lesen, allein in unserem Spiel
schaffte es Walter mehrmals, die falschen Karten zu spielen, oder wichtige Karten zu
übersehen – was allerdings seinen Erfolg nicht beeinträchtigte!). Alles Fantasy-übliche
ist vertreten: magische Ringe, Zaubertränke, Feuerbälle, etc.. Es gibt 10 Kategorien von
Karten – auf jeder Karte ist angegeben, welche Gegensprüche oder Rettungswürfe verwendet
werden können. Apropos Würfe: Es wird unglaublich viel gewürfelt – Jeder Zauberspruch hat
seinen eigenen Schaden, der anhand verschiedener “polyhedral dice” ausgewürfelt
wird, meist mit dem “Power-Level” des Magiers multipliziert. Also ist es
vorrangig wichtig, diesen anhand bestimmter Karten so schnell wie möglich zu erhöhen. Der
Schaden wird immer von den Lebenspunkten abgezogen (deren Anzahl ständig, zum Teil
dramatisch wechselt). Wer 0 Lebenspunkte hat, ist draußen, und spielt nicht mehr mit
…und kann gelegentlich stundenlang warten, bis die anderen sich auch endlich
massakriert haben.

Spieldauer: Regelerklärung ca. 10 Minuten (das Spiel wird nur durch die Wirkung
der Karten kompliziert, der Spielablauf ist ansonsten extrem simpel), Spieldauer: Nun ja,
wir brachen nach 2 Stunden ab. Es hätte noch eine weitere Stunde dauern können, denn es
waren noch 3 Magier übrig, die sich verbissen bekämpften…

Ähnliche Spiele: MagBlast, Plague & Pestilence, Honour of the Samurai,
Lunch Money

Kommentar der Westpark Gamers: Dies ist eins der Spiele, in denen viel gelacht
wird, viel Schadenfreude aufkommt…und die letztendlich doch nicht wirklich gefallen
oder gar zum Wiederspielen anregen. Das Glückselement ist sicherlich hoch, wäre aber bei
einem Spiel dieser Art nicht so schlimm, wenn nicht auch die Entscheidungsmöglichkeiten
so gering wären. Im Grunde ist die Auswahl der zu spielenden Karten gering, und das Spiel
wird schnell repetitiv, denn obwohl die Karten unterschiedliche Namen haben, ist die
Wirkung doch ähnlich (“wie viele Würfel soll ich jetzt nehmen?”). Das größte
Problem ist jedoch der willkürliche Charakter des Spielverlaufs – Wer durch irgendwelche
Aktionen auffällt (meist ist man gezwungen, irgendjemanden anzugreifen, weil man halt
keine anderen Karten hatte), wird sofort von allen anderen angegriffen. Wenn man dann
erst einmal kurz vor dem “Ende” ist, gibt einem schnell jemand den Rest.
Angriffe entstehen meist spontan, ohne tiefere Strategie. Für ein kurzes Spiel wäre dies
noch ok, “Emmerlaüs” ist jedoch einfach viel zu lang….Lustig war’s aber
dennoch!

Moritz’ Bewertung: 5 von 10 (wegen der “Lustigkeit”)

Westpark Gesamtbewertung: 4.0

Weiterführende Informationen: Homepage von Créations Chaos, verfügbar in Englisch und Französisch