Westpark Gamers

Hexenhammer

rezensiert von Walter Sorger

Ein Kartenspiel für 3 bis 5 Spieler. Es geht darum, die Besitzkarten der Mitspieler durch Ausspielen von Aktionskarten zu erobern und die entsprechenden Aktionen der Gegner auf die eigenen Besitzkarten abzuwehren.

Vom Thema her ist das Spiel in den Zeiten der Hexenverfolgungen angesiedelt. Die Besitzkarten sind einzelne „Dorfbewohner“; sie werden erobert, indem sie mittels „Hexenverleumdungen“ auf den Scheiterhaufen gebracht und verbrannt werden. Jeder Spieler erhält bei Spielbeginn drei Stück davon. Während er bestrebt ist, die Bewohner seiner Mitspieler auf dem Scheiterhaufen enden zu lassen, muß er gleichzeitig versuchen, seine eigenen Bewohner vor diesem Schicksal zu bewahren. Gesteuert wird das ganze durch zufällig ausgeteilte Aktionskarten, mit denen man einer beliebigen Person einheizen, d.h. die Temperatur ihres Scheiterhaufens erhöhen oder erniedrigen kann. Jede Person, die ein bestimmtes Feuer-Niveau erreicht hat, scheidet aus.

Das Spiel läuft in mehreren Phase ab. In der „Anklagephase“ spielt jeder Spieler reihum jeweils eine Aktionskarte aus (mit Nachziehen) und verleumdet damit gezielt einzelne Personen der Mitspieler als Hexe. Wenn der Besitzer keine passende Gegenkarte spielen kann, rückt der Scheiterhaufenpegel der betroffenen Person entsprechend dem Gewicht der Verleumdung nach oben. Man kann auch Aktionskarten zur Entlastung der eigenen Personen spielen und den Scheiterhaufenpegel damit nach unten schieben.

Zusätzlich kann jeder Spieler – außerhalb der Reihenfolge, aber passend zu Situation – weitere Karten spielen, mit denen einzelne Anklagen verschärft oder gemildert werden. Daß die Karten dabei „Verleumdung“, „Beweis“, „Ableugnung“ oder „Geständnis“ heißen, mag vom thematischen Stimmungsbild her von Bedeutung sein, im Spieleffekt läuft alles auf das gleiche hinaus: eine Verschiebung auf dem Scheiterhaufen. Eine multiple stochastische Interaktion ist unvermeidbar, eher sogar erwünscht.

Die Anklagephase wird beendet, wenn ein Spieler die Inquisition anruft. Wenn kein Spieler die passende Aktionskarte „Keine Inquisition“ dagegensetzt, wird der Anrufer jetzt zum Inquisitor und die „Einkerkerungsphase“ beginnt. Alle Spieler sind diesmal gleichzeitig am Zug, der wiederum aus dem Ausspielen von Aktionskarten besteht (diesmal ohne Nachziehen). Die einzelnen Dorfbewohner werden damit genauso wie in der vorhergegangenen Phase in heißere oder kühlere Regionen ihres Scheiterhaufens verschoben. Andere Aktionskarten erlauben, eine Anklage auf andere Bewohner umzulenken oder zusätzliche Unschuldige in den Inquisitionssumpf zu ziehen. Besonders beliebt sind natürlich Karten wie „Der Ankläger und nicht der Angeklagte erhält die ausgespielten Anklagepunkte“. Vor allem wenn Du selbst diese Karten in der Hand hältst!

Hexenhammer cardSobald kein Spieler mehr Karten spielen will, beginnt die dritte Spielphase: der „Glaubensprozeß“. Reihum spielt jeder eine Karte (diesmal nur ein einzige, ohne Nachziehen) mit der bereits bekannten Wirkungsweise auf den Scheiterhaufenpegel. Oder er spielt außerhalb der Reihe sogenannte Probe-Karten: wenn eine angeklagte Hexe die Probe nicht besteht, d.h. wenn der Besitzer der betroffenen Person keine Gegen-Probekarte in der Hand hält, dann wird die angeklagte Hexe sofort verbrannt. Ansonsten geht es dem Bewohner auf dem heißesten Scheiterhaufen an den Kragen. Er wird verbrannt, der Inquisitor erhält die Prämie.

Sogleich kommen wir in die vierte Phase. Nein, diesmal werden keine Karten ausgespielt, sondern im Gegenteil: Jeder Spieler zieht wieder auf sechs Aktionskarten in seiner Hand nach. Und schon ist die vierte Phase beendet und die nächste Runde beginnt wieder von vorne mit einer Anklage.

Das muntere Hexenverbrennen wird solange wiederholt, bis genügend Bewohner auf dem Scheiterhaufen verendet sind. Dann ist das Spiel aus und der Sieger wird ermittelt. Wer als Inquisitor die meisten Hexenbrennpunkte, und innerhalb der eigenen Reihen die meisten Schutzpunkte sammeln konnte, hat das Spiel gewonnen. Dazu braucht man bloß vom Kartengott zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Aktionskarten zugeschustert zu bekommen.

Kann sein, daß ich in dieser Kurzbeschreibung ein paar Details zu den Spielregeln übersehen habe. Vier eng bedruckte Seiten Script-Schrift mit sehr klaren aber massiv beeindruckenden Regeln lassen sich nur schwer komprimiert wiedergeben. Mir geht es auch weniger darum, die Spielregeln wiederzukäuen, sondern eher darum, Spielidee, Spielprinzipien und charakteristische Abläufe herüberzubringen.

Das Spielmaterial kommt wie bei Rommé in einer Schachtel mit zwei Kartenstapeln daher. Die Karten sind von Art und Design her sehr vielseitig. „Witzig und originell“ kennzeichnet sie Troudi. Ein paar Namen habe ich oben schon erwähnt. Daß damit im wesentlichen aber immer nur die gleiche Wirkung ausgelöst wird, nämlich den Scheiterhaufenpegel rauf und runter zu regulieren, stört nur kleine Geister. Leider bin ich einer: ich kann diesem überwiegend zufallsgesteuerten Spielmechanismen nicht besonders viel abgewinnen.

Die Kartengestaltung ist didaktisch gelungen. Farbe und Piktogramm lassen sofort erkennbar, welche der 78 Aktionskarten in welchen Phasen gespielt werden können. Reihum oder durcheinander, eine oder viele, nachziehen oder nicht, das steht dann sehr genau in der Spielanleitung. Wer Ankläger, Angeklagter oder Inquisitor ist und wie sich die Rollen ändern, kann man auch nachlesen und mit ein bißchen Grips sogar verstehen. Schließlich wird das Spiel erst für Spieler ab 16 Jahre empfohlen. Und das sicherlich nicht deshalb, weil einige der bedauernswerten Damen nur mit der eigenen Haut bekleidet in die peinlichen Verhandlungen geschickt werden.

„In diesem Spiel kannst Du selbst in die Garderoben der ehrenwerten Herren Inquisitoren schlüpfen.“ heißt es in der Spielanleitung. Das ist zwar schwarzer Humor, aber genau von der Sorte, mit der ich Probleme habe. Mir wäre lieber gewesen, der Anleitungssatz hätte geheißen: „In diesem Spiel kannst Du die Gefühle unschuldiger Hexen am eigenen Leibe nachvollziehen. Du kannst Zorn über Denunzianten, Haß über dogmatischen Aberglauben, Empörung über richterliche Parteilichkeit, Verachtung vor widersinnigen Wahrheitsproben und Todesangst auf dem Scheiterhaufen miterleben.“ Nach einer solchen Formulierung hätte ich wenigstens ein paar moralische Sympathiepunkte vergeben können.

Aber nein, Inquisitoren sollen wir sein und mit Vorsatz und Lust und die größte Schande der christlichen Religionsgeschichte weitertragen und weiterführen. Als Über-16-jährige oder als Kinder? Kann sein, daß der richtige Spielerkreis seinen Spaß daran findet. Meine überdurchschnittliche WPG-Note drückt nur die Anerkennung aus, daß man sich mit einem – zweifellos anspruchsvollen – Thema intensiv auseinandergesetzt hat, und daß die dargestellten Kartenmotive mit Bild und Text anschauliches Material zum Hexenwahn unserer christlichen Neuzeit vermitteln.

Popeln

reviewed by Walter Sorger

Actually, the title (nose picking) refers to an activity in connection with the human nose and already in Essen at „Spiel 2004“ visitors expressed a certain surprise of bad taste when passing the game tables where this game was played. I, too, do not find the title of particularly good taste. If you don’t mind I will use the verb „screw“ instead from now on, because in my generation this word has a very kind, harmless sound. Why not! In the centre of the game table lie five cards with noses (we’ll stick to the name of our smell organ, here!). The cards lie apart far enough that an other card can be placed on either of the four of the nose. To the eastern side of each nose card a „booger“ from a draw pile is placed. It shows victory points, which players try to achieve.

Each player possesses five finger cards from the types north, south and west, which he may place on the respective sides of the nose card. But only if there is a vacant space, competitors may not be removed (unless they are of lesser value). Each player must place at least one finger and can place a maximum of all five fingers during his turn. Once a nose has been completed it has an exactly defined „conquest value“, calculated by using the finger and booger cards next to it.

Subsequently, the dice are rolled. If you roll less than the conquest value, you may take the booger and additionally remove one finger card. A new booger is placed on the free space, the hand cards are filled up to five, and the screwing continues.

There are a few special cards, which allow a player to affect the conquest value of the nose to his favour. The general sequence of play remains however unaffected:

Popeln cards

  1. Be lucky and draw good cards!
  2. Place your cards in a well-conceived way on the one or two possible free spaces!
  3. Dice well!

That’s already a lot, or isn’t it? It sure is enough to receive two and a half points from the Westpark.

Dear game producer:

  1. Couldn’t you have added a little red colour to the cards? There’s sometimes nose bleeding, you know? At least the optical impression – for a traditionalist like myself – would have been somewhat more pleasing.
  2. The south fingers and the north fingers cannot easily be kept apart neither by form nor by colour. Here the artist might have put some more thought into it.
  3. The size of the fingers is not easily recognizable. I had to look at them quite closely in order to differentiate a two from a three. Is this an intended challenge of the game?

Small formal improvements and three WPG points would have been possible!

Destino

rezensiert von Walter Sorger

Der ältere Bruder von „Hol’s der Geier“: Alle Spieler bekommen den gleichen Kartensatz mit aufgedruckten Zahlen zwischen 0 und 6. Alle ziehen verdeckt jeweils eine Karte aus ihrem Stapel und legen sie dann gleichzeitig auf. Jetzt wird das Ergebnis ausgewertet. Gleiche Karten neutralisieren sich und verfallen. Die Spieler, deren Karten nicht verfallen sind, müssen auf einem Schicksalsweg (daher wohl der Name „Destino“) so viele Felder vorwärtsgehen, wie die Zahl auf ihrer Karte angibt. Wer auf diesem Weg 25 Felder vorwärtsgezogen ist, fällt in ein Schwarzes Loch und scheidet aus.

Der Spieler, dessen nicht-verfallene Karte die höchsten Zahl aufweist, bekommt zusätzlich einen Siegpunkt. Wer als erster fünf Siegpunkte auf dem Konto hat, ist Sieger. (Sofern er nicht in das Schwarze Loch gefallen ist.)

Bereits 1986 hat Spear dieses Spiel von Garrett Donner herausgebracht. Wie damals üblich, mit einem richtigen, großen Brett und ausgewachsenen Holzpöppeln, die auf dem Spielbrett tapfer ihrem Schicksal entgegengehen. Das zwei Jahre später erstmals erschienene „Hol’s der Geier“ von Alex Randolph ist dagegen ein reines Kartenspiel und unterscheidet sich von „Destino“ in folgenden Elementen.

Merkmal Destino Hol’s der Geier Auswirkung
Kartenwerte Liegen zwischen 0 und 6.
Jeder Wert kommt mehrfach vor.
Liegen zwischen 1 und 15.
Jeder Wert kommt genau einmal vor.
Die Wahrscheinlichkeit für das Aufdecken gleicher Zahlen ist bei Destino deutlich höher.
Siegpunkte Es gibt immer nur 1 Siegpunkt pro Karte. Siegpunkte liegen zwischen minus 5 und plus 10. Dadurch, daß bei Destino immer die gleiche Anzahl von Siegpunkten vergeben wird, gibt es keine Spekulation auf gute oder schlechte Karten. Man kann weder eine eigene Taktik entwickeln noch die der Mitspieler versuchen zu erraten.
Schwarzes Loch Besitzt dieses zusätzliche Spielende-Kriterium. Besitzt dieses Merkmal nicht. Diese zusätzliche Möglichkeit zum Ausscheiden ist ein reizvolles positives Spielelement bei Destino.

Bei beide Spielen handelt es sich um lockere Kartenspiele zum Aufwärmen, Absacken oder für Zwischendurch. Während „Hol’s der Geier“ aber eine ganze Reihe von taktischen und psychologischen Finessen kennt und hier auch ein gutes Gedächtnis einige Vorteile mit sich bringt, regiert „Destino“ ohne Einschränkungen der blinde Zufall. Es gibt keinerlei Hinweise, ob die Kontrahenten gerade Ambitionen für hohe oder für niedrige Karten zeigen könnten. Dubletten lassen sich nicht vermeiden. Taktik gibt es nicht, höchstenfalls einen Spaßfaktor. Der kann in der richtigen Gesellschaft, vor allem auch in jüngeren Kreisen, vielleicht sogar erheblich sein.

Wir waren von diesem Zufallsprinzip allerdings nicht ganz so erbaut. Um mir nicht unnötig den Kopf über die richtige Kartenauswahl zerbrechen zu müssen, und vor allem um mich nicht hinterher über meine falsche Psychologie ärgern zu müssen, habe ich einfach meine Karten gemischt und jeweils blind eine Karte aus dem eigenen Kartensatz gezogen. Augen zu und durch. Überliste den Zufall mit dem Zufall! Stellt Euch vor, ich habe alle drei Durchgänge gewonnen! Ist das bei „Destino“ vielleicht die Gewinnstrategie?

Günther war enttäuscht, daß man sein Spiel damit kaputt machen kann. Womit er auch Recht hat. Aber leider ist das in „Destino“ eine unvermeidliche, ja offensichtlich sogar eine erfolgreiche Option.

Goldbräu

reviewed by Aaron Haag

If you have ever been to Munich or any other part of southern Bavaria during summer, you have probably been to a beer garden. These are, sometimes rather large, outside areas with tables and benches where people can drink and eat. Beer gardens in the past where often owned by breweries in order to make use of the area atop their cellars which for the purpose of keeping the cellars cool during the summer had been planted with densely leafed chestnut trees. Until today, many beer gardens are owned by breweries with tight bands between leaseholders and the breweries (sometimes with dramatic consequences as in the case of the „Hundertjähriges Haus“ in Munich).

Franz-Benno Delonge adopted the beer garden and brewery relation for his latest game „Goldbräu“. Players aim to control beer gardens and breweries in order to earn the most money through selling beer to guests in the beer gardens.

The board shows a total of four breweries and six beer gardens. The beer gardens are tiny when the game starts but can be extended by its manager later in the game, similar to the mechanism used in „Löwenherz“. The size of the beer garden is the prime factor for calculating its income.

During the game setup, each player is dealt six shares, four of which are revealed immediately and influence tokens placed on the respective brewery and beer garden while two remain secret in the players‘ hand. The concept of hidden influence reminds one of „Kremlin“. In addition, each player in sequence places two manager pieces on any not yet occupied brewery or beer garden.

Control of managers is vital in the game as only they give control about the actions performed by beer gardens and breweries. They can only be placed on the board if no other player holds a majority of shared in that brewery or beer garden. While it is important to have sufficient own managers on the board it is equally necessary to have sufficient influence (shares) in order to prevent other players to take over a manager’s position. Players secretly and simultaneously select their action for a turn having a choice of

Goldbräu board

    • expanding a beer garden controlled by one of their managers,
    • nominate one of thier managers as the new manager for a beer garden,
    • sign a beer delivery contract between a brewery and a beer garden, both of which must be controlled by their managers,
    • buy shares.

However, „Goldbräu“ is a game of shortages. In any one turn players can only perform one of these actions. Therefore, correct timing and balance is an issue in this game; it is too easy to lose control of a beer garden only because one spent too many actions on expansion rather than taking care of maintaining influence (i.e. by buying shares). There’s one more element of timing in the game, which is interesting and new: a player has a benefit, if he is the only one selecting a particular action. Now he is allowed to perform the action twice or pays a lower price for shares. This concept favours anti-cyclical gameplay on the one hand, but to be honest, it introduces also a large element of luck as it is hardly possible to sufficiently plan ahead to make use of it.

Goldbräu board This is further amplified by the fact that brewery/beer garden shares are not freely available for purchase. Two shares per turn are revealed and only one of these or a hidden share drawn from the share pile can be bought by the players. Since there are only six shares of a kind, it is common that players have to wait several turn for the right share to become available. Again, it is a matter of timing here combined with making the best out of the current position. As a consequence the ownerships on the board can be rather static.

Aword about the „pretty waitress“ and the „drunkard“: they are giving a bonus/malus to the beer garden in question and their main effect is adding chaos to the game. While their position is known at the beginning of the game, the ability to change their position is completely determined by luck (i.e. decided by cards in the share pile), rendering any advanced planning obsolete.

The subtitle of the game reads „The most clever landlord wins“. Well, does he? Walter mentioned after our first game, that if the shares were freely available and not drawn from a pile „Goldbräu“ would come close to „1830“. This statement indicates a potential problem with „Goldbräu“: it is very dependent on the luck of the cards drawn and may not appeal to die-hard gamers and it is too complex to be a good all-purpose family game. All in all, it is a fast-paced business game and given the right group of people it will provide 60 minutes of fun.

Westpark Gamers ranking: 6.5

Westpark Review – King Arthur

King Arthur

This game was eagerly expected, as we are big fans of games like „Legend of Zagor„. There is something about a game that talks to you, although of course the novelty wears off quickly…

Knizia is a surprising author for a game like this – One can imagine that Ravensburger first developed the idea, and then thought about which famous game designer to ask…

Opening the huge box first impressions are very good – the game material looks very nice, there is even a big plastic sword which sticks in the plastic stone that hides the CPU of the game. It was a huge disappointment when I learned that the sword fulfils no function at all!

King Arthur board

Playing the game has to be learned physically – the rules are very simple. Each player starts out with an Arthurian knight, travelling the land in search for fame and a better horse. The beautiful game board shows several locations the knights can travel too. Although most of the pictures are pretty obvious, it is a shame that the spaces are not titled – to learn where the „monastery“ is for example has to be looked up in the rulebook, as there are several buildings that could be a monastery!

First the knights are presented to the CPU by placing them on the starting space with one hand and pressing (rather touching) a button at the same time with the other hand. This causes a small current to run through your body, and the rules actually warn people with a pacemaker to play the game – they might be killed by playing it! Thus the danger and thrill of Arthurian times is reflected in the game design…

The game recognizes the colours and greets each player. Now we set off in search of a lance, a horse and armour in the magical lands of mythical Britain. Basically this means visiting the three castles and fight some monsters on the way to find fame. Your actual fame score is not represented physically, but as a number shown on the stone when you ask it. Which means that very often the game is interrupted when a player wants to check his/her score….We found that working the electronic aspect of the game was not always easy – sometimes the game doesn’t recognize your commands although you did everything by the book (i.e. putting your figure on a space, holding it between the index finger and thumb of one hand and touching an action button with the other hand – which should result in actions like „talk“, „flee“ fight“ etc.). Our fellow player Hans was mostly not recognized by the game, so other players had to do his moves which became a bit annoying after a while. Perhaps his body didn’t conduct as well? The rules advise to not use hand cream or anything similar, but this didn’t seem to be the reason…The game communicates with different voices – if you meet a maiden it will be a maiden that talks to you (and there is a very annoying one which always wants to be saved by you). The sound quality is not very convincing (technology doesn’t seem to have advanced since „Legend of Zagor“ or „Dark Tower“), but there is some attempt at acting and humour. We actually had to laugh very hard when a castle inhabitant with an extremely gay voice is eagerly presenting us a „wonderfully big lance“ and tells us so repeatedly (well, you have to visit these damn castles all the time, as the money you want to give them is never enough – and boy, this guy just LOVES his „big lance“).

King Arthur board

But this is not, where the game fails, actually the sounds have been done with a certain attention to detail and are mostly quite amusing – it is the gameplay that disappoints. Basically every player tries to accumulate goods to pay for the „big lance“ etc.. For this you either visit the villages (the villagers seem eager to give you all they have) or have little adventures. The game also constantly declares a random space as the goal of a little race – whoever reaches them first gets a little bonus, and a new space is declared. Sometimes there is a little variation when you have adventures, but the outcomes seem random and don’t hold your breath for the fight scenes (the squeaking of the big dragon is especially pitysome – you would imagine the sound designers could have come up with something more menacing. Perhaps he is afraid of our big lance?). Even worse – very often you don’t really learn what actually happened after a combat, and have to look it up by checking your fame score – if it is lower, you have lost! The rules leave some things open deliberately (you are encouraged to learn the game by doing), so there is some excitement in learning what happens behind the scenes. But the longer you play, the more you get the feeling that the same game presented as a normal board game without the voice gimmick would be incredibly boring and repetitive (a la: „roll the dice: 1-3 the villagers like you and give you provisions, 4-6 the villagers ignore you“). Even worse – It is quickly clear where you have to go and what you have to do after playing for about 20 minutes, and therefore each game after the first would become old quickly…The influence of master designer Knizia is mostly evident in the very abstract logic behind the game, which basically goes like „find resources – bring resources to certain key spaces – the player who does this most efficiently wins the game“. The game does certainly „work“ in this respect, there is no fault to be found in the rules themselves, but one gets the feeling that even smaller kids will be bored by this quickly, especially when compared to the snazzy computer games of our time.

Apart of a certain novelty value this is a collector’s, not a game player’s item – although I doubt it will acquire cult status in later years… but still, there is the awfully big lance…

Metallurgie

rezensiert von Moritz Eggert

„Im Schein der Kerzen beginnen die Alchimisten ihre Zeremonie….“ so beginnt die Regeleinleitung des neuen Kartenspiels von Maik Hennebach, erschienen im Argentum Verlag. Und undurchschaubar wie eine alchimistische Zeremonie ist auch erst einmal das Auslegen der Karten. „Hä?“ mag man erst denken, wenn man sich in das auf den ersten Blick komplexe Auslegesystem der alchemistischen Grundsymbole Eisen, Kupfer, Silber und Gold, repräsentiert durch längliche Karten, hineindenkt. Die Regel sagt hier einfach nur „werden nach einem komplexen Muster ausgelegt“ nebst einem Bild, man imitiert also, und so langsam lichten sich die Schleier des Zweifels und es wird klar, dass das System durchaus funktioniert und Sinn macht.

Das Spiel erinnert ein wenig an eine Art 3D-Tetris -die Karten werden nach einem bestimmten System entweder nebeneinander oder aufeinander gelegt, ist die richtige Menge an angrenzenden Karten der selben Sorte beisammen, werden diese als Punkte einkassiert und ein neues (durch die Auslegeregel aber vorhersehbares) Muster kommt zum Vorschein. Wer also geschickt plant (so weit dies bei maximal 3 Handkarten auf der Hand möglich ist), kann gleich mehrere Felder abräumen, wobei man natürlich auch von den Vorgaben der Mitspieler abhängig ist. Gerade letzteres wurde in unserer Runde ein wenig bemängelt – eine mögliche Lösung wäre eine Heraufsetzung des Handkartenlimits, oder aber das Spiel nur zu zweit zu spielen, denn dann ist jeder mehr seines eigenen Glückes Schmied.

Nichtsdestotrotz ist Maik Hennebach mit „Metallurgie“ vielleicht das schlüssigste und beste der neuen Spiele aus dem Argentum Verlag gelungen. Metallurgie cards„Metallurgie“ spielt sich flüssig und unverkrampft, und die Regeln beschränken sich auf ein Minimum. Wer also leicht abstrakte Kartenspiele mag, wird an diesem Spiel mit schöner Kartengraphik und Sinn für Ästhetik seine Freude haben. Bis zu 4 Spieler können mitmachen, empfehlenswert ist es besonders als 2er-Spiel.

Regelerklärung: 5-10 Minuten, je nach „räumlichem Vorstellungsvermögen“.

Popeln

rezensiert von Walter Sorger

Ja tatsächlich, der Titel bezieht sich auf eine Tätigkeit im Zusammenhang mit der menschlichen Nase und schon in Essen auf der „Spiel 2004“ drückten Besucher ein gewisses unappetitliches Befremden aus, wenn sie an Spieltischen vorbeigingen, an denen dieses Spiel auflag. Auch ich finde den Titel nicht besonders geschmackvoll. Was haltet Ihr davon, wenn ich jetzt durchwegs das Verb „poppen“ dafür verwende? In meiner Generation hat dieses Wort einen sehr liebenswürdigen, unverfänglichen Klang. Warum also nicht!

In der Mitte des Spieltisches liegen fünf Nasenkarten. (Behalten wir hier mal den Namen unseres Geruchsorgans!). Die Karten liegen so weit auseinander, daß an alle vier Seiten gut angelegt werden kann. An die Ostseite jeder Nasenkarte wird ein „Popper“ vom Popperstapel hingelegt. Das ist eine Wertungskarte mit Siegpunkten, die es zu erringen gilt.

Jeder Mitspieler besitzt fünf Fingerkarten aus den Typen Nord, Süd und West, die er an die freien Seiten der Nasenkarte anlegen darf. Nur wenn dort Platz ist, Nebenbuhler verdrängen gilt nicht. Einen Finger muß jeder Spieler mindestens legen, alle fünf Finger seiner Hand darf er legen. Danach besitzt jede Nase einen genau definierten Eroberungswert, der sich aus den angelegten Finger- und Popperkarten berechnet.

Anschließend wird gewürfelt. Wer mit seinem Wurf unter dem Eroberungswert bleibt, darf den Popper an sich nehmen und zusätzlich einen anliegenden Finger entfernen. Ein neuer Popper vom Stapel wird an die freie Stelle gelegt, jeder füllt seine Handkarten wieder auf fünf auf, und schon geht das lustige Poppen weiter.

Es gibt noch ein paar Sonderkarten, mit denen ein Spieler den Eroberungswert der Nase zu seinen Gunsten beeinflussen kann. Der generelle Spielablauf bleibt davon aber unberührt:

Popeln cards

    1. Laß Dir vom Kartenglück die richtigen Fingerkarten austeilen!
    2. Lege Deine Karten wohlüberlegt an die ein, zwei möglichen freien Plätze an!
    3. Würfele gut!

Das ist doch schon was, oder? Für zwei-ein-halb Punkte aus dem Westpark hat es gereicht.

Lieber Spiele-Produzent:

    1. Hättet Ihr in die Kartenfarben nicht auch ein bißchen Rot hineinbringen können? Es gibt doch manchmal auch Nasenbluten? Damit wäre wenigstens der optische Eindruck – für einen Traditionalisten wie mich – schon gleich etwas gefälliger geworden.
    2. Die Südfinger und die Nordfinger lassen sich von Form- und Farbe her nicht gut auseinanderhalten. Da hätte der Grafiker etwas mehr Designer-Schmalz hineinpacken dürfen.
    3. Die Größe der Finger ist nicht leicht erkennbar. Ich mußte schon genauer hinschauen, um einen Zweier von einem Dreier zu unterscheiden. Ist diese Schwierigkeit eine der gewollten Herausforderungen des Spiels?

Kleine formale Verbesserungen, und schon wären drei WPG-Punkte möglich gewesen!

15.12.2004: Popeln, Goldbräu, Metallurgie, Destino

Heute wieder ein Quantum von der in Essen 2004 aufgehalsten Arbeit konsequent abgeleistet.

1) Popeln
Ziemlich belanglos.

Aaron 3, Günther 2, Moritz 3, Walter 2.
Der einzige Spaß kann entstehen, wenn man die Assoziation zum „poppen“ herstellt.
Schreibt man letzteres mit einem oder mit zwei „p“?
Sag' jetzt bloß nicht: „Mit drei „p“, einem vor dem „o“ und zweien nach dem „o“!“
Ich schreibe eine Kurzkritik.

2) Goldbräu
Ein hübsches flottes Wirtschaftsspiel um Ausbau und Erträge in Biergärten. Wenn die Aktien für Brauereien und Biergärten alle offen gehandelt würden, wäre es fast so etwas wie „1830“. Ja, WENN! Aber auch dann nur „FAST“:

Aaron 6, Günther 7, Moritz 6, Walter 7
Aaron schreibt eine Rezension.

3) Metallugie
Endlich konnte Aaron das zweite Spiel der „Gartenzwerge“ auf den Tisch bringen.
Moritz wurde unangefochtener Sieger. Mit einer Strategie, die er uns erst ganz am Ende verraten wollte. Nach seiner Offenbarung konnten wir alle drei nur erwiedern: „Si tacuisses .“ (oder so ähnlich).

Aaron: 4, Günther 4, Moritz 7 (klar, er zog ja von Anfang an uns allen davon), Walter 5.
Moritz schreibt die Rezension (oder was immer das Spiel wert ist).

4) Destino
Ein Uraltspiel aus Günther's Speicher. Ein Vorläufer von „Hol's der Geier“, aber mit großem Spielbrett und echten Pöppeln, um die Punkte zu zählen.
Mit einer fast 100% Zufallsstrategie (in 3 Spielen habe ich wirklich nur 2 von etwa 50 Karten NICHT voll-randomisiert gezogen!) wurde ich 3 mal Sieger.

Aaron: 6, Günther 8 (er war ja der stolze Besitzer), Moritz 5, Walter 5.
Ich schreibe eine Kurzkritik.

QuestFor The Dragonlords: The Advanced Game Expansion

Quest For The Dragonlords: The Advanced Game Expansion

reviewed by Moritz Eggert

Two years ago the independent game designer Robert Johannessen from Canada single-handedly revived the grand epic risk-style wargame-cum-adventure fantasy game genre (lying dormant since „Battlemist“ from Fantasy Flight) with his major effort „Quest For The Dragon Lords“, a beautifully produced game with lots of figurines and cards in a sturdy box packed to the rim with goodies. The game found many friends (including me) and so it was no surprise that last year saw the „Crystals of Power“ expansion, which made 5 and 6 player games possible.

With the „Advanced Game Expansion“ Dragonlords gets it’s first „real“ expansion, which adds additional rules to make the game more varied. It can be used with or without the „Crystals of Power“ expansion.

„Dragonlords“ is one of the few games that combine „Talisman“ style fantasy adventure with epic battles. It has relatively simple rules and a reasonably short playing time (for such games), making it possible to play a full game in an evening. This does not really change with the expansion, but players should be well familiar with the original game to fully enjoy the new rules.

What does the expansion change?

First of all the battle rules have been changed for the third time (after streamlining them a little in the „Crystals of Power“) and an all new battleboard is introduced, which is reminiscent of „Axis&Allies“-type games. The main reason for the battleboard is to make large battles easier to play and keep track of (it is actually not necessary to use the board in the many smaller battles the game usually sees), but it also shines by introducing some new tactical options which spice things up considerably. These include rules for flanking and a revised magic system.

QFTDL Expansion Set

The second major change is the introduction of buildings and a tech tree. As an alternative to buying the „ordinary“ units players can now invest in the development of more powerful offensive or defensive units and abilities through the placement of buildings, which gives the game a totally new dynamic. The tech tree is kept relatively simple to keep it playable, but the options it gives the players will result in more varying strategies than before. There are also some buildings that only work with certain races – the formerly weak dwarves especially profit from this as they now can build mighty cannons with the alchemists lab for example. Wizards can now research and buy spells at a temple, not necessarily having to travel to the Wastelands as before. The game comes with beautiful pewter figures to represent the new units, there are also slightly boring looking counters that one can use in addition. The new units all bring different advantages, but as so often in games of this type it is the well-mixed army, which will be most successful.

One can also fortify additional spaces now, which makes the introduction of Siege rules necessary. The Siege rules actually drive the game forward, as laying siege to a space can majorly affect the production abilities of your opponent and can even lead to a quick victory if handled the right way.

All these rules combined make for a deeper but also, as could be expected, slightly „slower“ experience of Dragonlords. QFTDL is still not a deeply strategic game- part of the fun comes from the all-out chaos reigning on the board, but the expansion set is a major attempt to give players with good „empire building“ skills a certain edge and a more rewarding gaming experience.

It is especially nice to see that Johannessen and his crew are clearly dedicated to keep the game alive and interesting. If you talk to him, he is certainly full of enthusiasm and interesting ideas that he wants to try out to satisfy the fans of the game. And it is already clear that the development of „Dragonlords“ has not stopped with this effort. This dedication to increasing perfection is certainly a nice change in a scene, which is increasingly dominated by people trying to make a quick buck with half-baked designs that soon end up as unfinished torsos. Therefore I can fully recommend the game to fantasy enthusiasts – don’t expect the game to be perfect, it still need some tweaks here and there (and Johannessen is working on it), but the sheer enthusiasm for the project makes it stand out from a lot of mediocrity in the genre. Compared to the products of the big player game companies QFTDL is still like a slightly wild grunge band, but it has something that others don’t have – the heart is definitely in it!